Stadt Bayreuth

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21.07.2011

Gute Platzierungen im Städte-Ranking

In Bayreuth lässt es sich gut leben

Eine Stadt zum WohlfühlenBayreuth durfte sich im vergangenen Jahr gleich dreimal über ein gutes Abschneiden bei Vergleichsstudien freuen. Beim Zukunftsatlas des Schweizer Forschungsinstituts Prognos rangierte die Stadt unter 439 kreisfreien Städten und Landkreisen auf Platz 85. Beim großen Auskunft.de-Lebensqualitätsindex 2010 von Gesundheit über Bildung bis Kultur erreichte Bayreuth sogar Rang vier unter mehr als 400 Städten und Landkreisen. Und beim Ranking Wirtschaftskraft – einer Studie, die von der Initiative Neue Soziale Marktwirtschaft, der Zeitung „Wirtschaftswoche“ und IW Consult in Köln in Auftrag gegeben wurde – belegte Bayreuth bei den sich am dynamischsten entwickelnden Städten einen herausragenden zweiten Platz unter 100 kreisfreien Städten. Über die Platzierungen sprach Oberbürgermeister Dr. Michael Hohl mit KURIER-Redakteur Udo Bartsch.

Beachten Sie die Aussagen von Städterankings? Immerhin schaut jemand von außen, gewissermaßen ein Neutraler auf Bayreuth.

OB Dr. Hohl: Bei aller Präzision bieten Rankings letztlich immer nur grobe Vergleichsmöglichkeiten, da sie auf ausgewählten statistischen Kriterien basieren, die die Entwicklung einer Stadt oder einer Region nicht in ihrer Gesamtheit abbilden können. Die Bedeutung von Städterankings darf daher nicht überbewertet werden – im Positiven genauso wie im Negativen. Als Gradmesser für die eigene Position im Konkurrenzkampf mit anderen Standorten um Investitionen, Bevölkerungssubstanz und Lebensqualität haben sie aber dennoch oftmals eine nicht zu unterschätzende Aussagekraft. Wir schauen uns daher selbstverständlich das Abschneiden Bayreuths bei den wissenschaftlich seriösen und aussagefähigen Rankings genau an.

Was bedeuten die Platzierungen für das Ansehen der Stadt?

OB Dr. Hohl: Die Stärken und Schwächen einer Stadt oder einer ganzen Region und das damit verbundene Ansehen basieren in aller Regel auf langjährigen Entwicklungstrends. An diesen tradierten Images ändert auch das gute oder schlechte Abschneiden bei einem einzelnen Ranking nichts. Geht es aber beispielsweise um Fragen der Zukunftsfähigkeit oder der Lebensqualität, so können seriöse Rankings durchaus Gradmesser für kommunalpolitische Entwicklungsprozesse sein, die dann bei Investitionsentscheidungen von Unternehmen, aber auch bei der Gewinnung von qualifiziertem Personal eine nicht zu unterschätzende Rolle spielen. Bayreuth hat im vergangenen Jahr gleich bei drei wichtigen bundesweiten Vergleichsstudien erfreulich gut abgeschnitten. Wenn unserer Stadt innerhalb kurzer Zeit in Sachen Wirtschaftsdynamik, Lebensqualität und Zukunftsfähigkeit gute bis sehr gute Qualitäten bescheinigt werden, dann dürfen wir Bayreuther das durchaus auch mal als Bestätigung der eigenen Arbeit so stehen lassen.

Die Rankings wirken ja auch nach innen auf die Bürgerschaft und sorgen für Diskussionen…

OB Dr. Hohl: Die oberfränkische Mentalität neigt dazu, das eigene Licht unter den Scheffel zu stellen. Dies gilt auch für die Bayreuther. Die große Attraktivität und das enorme Potenzial, das in unserer Stadt und der ganzen Region steckt, wird dabei oftmals ein klein wenig übersehen. Das gute Abschneiden Bayreuths bei gleich mehreren Rankings der jüngeren Vergangenheit zeigt, dass diese Qualitäten außerhalb wesentlich positiver wahrgenommen werden.

Könnte man sagen, Städterankings sind eine Erfolgskontrolle für Kommunalpolitik?

OB Dr. Hohl: Wenn sich aus derartigen Rankings belastbare Entwicklungsprozesse ergeben, die von der Kommunalpolitik auch unmittelbar beeinflussbar sind, dann ja! Im Zukunftsatlas des Schweizer Forschungsinstituts Prognos für das vergangene Jahr beispielsweise hat sich die Stadt Bayreuth mit Platz 85 unter 439 kreisfreien Städten und Landkreisen mehr als respektabel positioniert. Die begleitenden Erläuterungen der Studie bestätigten die wirtschaftspolitische Strategie Bayreuths, mit Entwicklungsschwerpunkten wie den Neuen Materialien Innovationsimpulse und damit eine Stärkung der Wettbewerbsfähigkeit des Raumes insgesamt zu erreichen.