Stadt Bayreuth

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30.09.2009

Händel-Programm statt Hasse-Oratorium

Programmänderung beim Bayreuther Barock wegen Erkrankung der Solisten

Die Aufführung des für Sonntag, 4. Oktober, 20 Uhr, in der Schlosskirche vorgesehenen Oratoriums „La Conversione di Sant’Agostino“ von Johann Adolph Hasse im Rahmen des diesjährigen Bayreuther Barock muss wegen Erkrankung der Solisten in der Titelpartie kurzfristig abgesagt werden. Als Ersatz wird in Erinnerung an das 250. Todesjahr von Georg Friedrich Händel ein Programm mit Arien für Altus und Instrumentalkonzerten aus dem umfangreichen Werk des herausragenden Barockkomponisten vorgestellt.

Händel prägte als Virtuose, Komponist und Musikdiplomat wie kaum ein anderer das Musikleben in der Hochblüte des Barock. Der Komponist des unvergesslichen „Halleluja“ aus dem „Messias“ war zu seiner Zeit in ganz Europa populär und schon zu Lebzeiten genoss Händel vor allem in England den Rang eines Klassikers.

Unter der Leitung von Regionalkantor Christoph Krückl musizieren der Altus Jürgen Banholzer aus Frankfurt und das Johann Friedrich Fasch-Ensemble aus Halle. Banholzer wird Arien aus den frühen deutschen und italienischen Oratorien, sowie aus den großen Oratorien „Israel in Egypt“ und „Messiah“ singen. Der Altus gastiert regelmäßig mit namhaften Barockensembles bei internationalen Festivals, so in Ludwigsburg, bei den Wiener Festwochen, oder an der Bayerischen Staatsoper. Unter der Leitung von Thomas Hengelbrock, dem neuen Bayreuther Thannhäuser-Dirigenten, musizierte er Bachs H-Moll-Messe.

Neben einem Concerto grosso wird Christoph Krückl mit dem Fasch-Ensemble das Konzert in g-Moll aus op. IV für Orgel und Orchester interpretieren. Händels Orgelkonzerte sind seine eigene Erfindung und stehen neben Bachs Cembalokonzerten am Anfang der Entwicklung des Konzerts für Tasteninstrument und Orchester. Händel spielte seine Orgelkonzerte in der Regel während der Pausen großer Oratorien-Aufführungen auf einem Orgelpositiv.

Die Mitglieder des Johann Friedrich Fasch-Ensembles, die in unterschiedlichen solistischen Formationen in der mitteldeutschen Barockmusik-Landschaft zwischen Halle, Leipzig und Dresden musizieren, verbindet seit 20 Jahren eine lange musikalische Tradition mit Christoph Krückl, unter dessen Leitung eine Vielzahl an Oratorien und Orchestermusiken zur Aufführung gebracht wurden. Neben barocken Solo-Konzerten und Musik des Bayreuther und Berliner Hofes erklangen im Rahmen des Festival „Bayreuther Barock“ die Oratorien „Messiah”, „Saul“ und „Belshazzar“ von Händel.

Tickets behalten ihre Gültigkeit

Bereits erworbene Tickets behalten ihre Gültigkeit, können aber auch bei der Theaterkasse am Luitpoldplatz oder an der Abendkasse zurückgegeben werden.