Stadt Bayreuth

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13.08.2010

Handwerker haben Hochbetrieb an Bayreuths Schulen

Von wegen Ferien: Das Hochbauamt bringt unter anderem Schulen, Kitas und das Jugendheim in Schuss

Zu Besuch in der Kita TristanstraßeNur weil Schulen und Kindertagesstätten derzeit geschlossen sind, heißt das nicht, dass dort nichts gearbeitet wird. Ganz im Gegenteil: Gerade die langen Sommerferien nutzt das Hochbauamt der Stadt Bayreuth dazu, die Gebäude wieder in Schuss zu bringen. Derzeit sind im Auftrag der Stadt die Handwerker auf insgesamt 17 Baustellen zugange. Schwerpunkt in diesem Jahr ist erneut die energetische Gebäudesanierung, dank der die Stadt nicht nur Energiekosten reduziert, sondern auch die Umwelt schont.

Insgesamt 9,5 Millionen Euro hat die Stadt Bayreuth in den vergangenen fünf Jahren in die energetische Sanierung ihrer Gebäude gesteckt, 3 Millionen Euro fallen 2010 an – Geld, das zum größten Teil aus dem Konjunkturpaket II der Bundesregierung stammt. Außerhalb des Konjunkturpaketes werden bei weiteren großen Bauvorhaben, wie beispielsweise der Aufstockung des WWG, dem Neubau der Integrierten Leitzentrale, der Fenstersanierung an der Wohnanlage Tegernseeweg, der Hallendachsanierung am Bauhof, dem Großprojekt RW 21 sowie Ausbaumaßnahmen der Kitas Grunau und Hagenstraße zusätzlich rund 6,6 Millionen Euro an Investitionskosten umgesetzt.

Von den Bemühungen der Stadt um eine möglichst konsequente energetische Gebäudesanierung profitieren derzeit unter anderem die Schulen Meyernberg, Herzoghöhe und Graserschule sowie das städtische Jugendheim und die Kindertagesstätte in der Tristanstraße. Oberbürgermeister Dr. Michael Hohl hat diese Bauarbeiten nun als Beispiele für das bauliche Engagement der Stadt bei einer Presserundfahrt vorgestellt.

Schule Meyernberg:  Die Schule unterzieht sich einer langjährigen Generalsanierung. 2010 stehen im Rahmen des Konjunkturpaketes II vor allem die Fassadensanierung und Dämmung von Schulhaus und Pausenhalle einschließlich neuem Windfang an. Außerdem werden sämtliche aus den 1970er Jahren stammende Einfachmetallfenster durch hocheffiziente Kunststofffenster ausgetauscht und das Dach der Pausenhalle saniert. Baukosten 2010: 650.000 Euro.

Schule Herzoghöhe: Hier bekommen Hauptgebäude, Hausmeisterwohnung und Atrium im Rahmen des Konjunkturpaketes II ein neues Wärmedämmverbundsystem. Diese Maßnahme läuft seit April und wird im Oktober fertig gestellt sein. Baukosten 2010: 910.000 Euro. Hinzu kommen 100.000 Euro für die Sanierung und Instandsetzung eines Pavillons für den Ganztagsunterricht. Eine Besonderheit der Schule Herzoghöhe: Als erste Schule in Bayreuth hat sie seit 2008 eine private Photovoltaikanlage auf dem Dach, an deren Ertrag der rückvergüteten eingespeisten Energiekosten die Stadt beteiligt ist.

Städtisches Jugendheim: Während die Generalsanierung des Kommunalen Jugendzentrums bereits im vergangenen Jahr abgeschlossen wurde, laufen die Sanierungsmaßnahmen im direkt nebenan liegenden Jugendheim bis Ende 2010. In dem 1938 errichteten Gebäude ist die Sanierung vom Erd- bis zum Dachgeschoss weitgehend abgeschlossen, derzeit wird der Putz im Kellergeschoss erneuert. Außerdem wurden in allen Geschossen Brand- beziehungsweise Rauchschutztüren eingebaut und auf der Rückseite ein behindertengerechter Zugang erstellt. Der vorläufige Maßnahmenabschluss findet an der Fassade im Herbst statt. Gesamtkosten: 635.000 Euro, davon zirka 120.000 Euro in diesem Jahr.

Kindertagesstätte in der Tristanstraße: Im Rahmen des Konjunkturpaketes II stehen hier vor allem Bodenbelags- und Deckenergänzungen im Flurbereich, Malerarbeiten sowie der Austausch der Fensteranlagen in den Gruppenräumen und der Halle an. Baukosten 2010: 100.000 Euro.

Graserschule: Auch hier greift das Konjunkturpaket II der Bundesregierung: Energetische Sanierung mit dem Austausch aller Holzeinfachfenster durch Aluminiumfenster mit der alten, auf 1902 zurückgehenden Fensterteilung und mit dem Austausch der Heizung. Gesamtkosten: rund 970.000 Euro. Parallel dazu wird das Dach des Mittelbaus einschließlich Dämmung der obersten Geschossdecke saniert. Kosten hierfür: 145.000 Euro.

„Die Stadt Bayreuth muss wie jede andere Kommune in Deutschland sparen. Dank des Konjunkturpaketes II der Bundesregierung sind wir allerdings in der glücklichen Lage, wirklich wichtige Sanierungsvorhaben durchzuführen. Und was gibt es Wichtigeres, als die Lebens- und Lernbedingungen unserer Kinder zu verbessern?“, so Oberbürgermeister Dr. Michael Hohl. Außerdem trage die energetische Gebäudesanierung auf Dauer zum Sparen bei, denn weniger Energieverbrauch bedeutet weniger Kosten. Und: Mit der energetischen Sanierung schont die Stadt Bayreuth die Umwelt – ein Auftrag, den sich die Klimaregio Bayreuth, gegründet von Stadt, Landkreis, Regierung von Oberfranken und Bezirk, auf die Fahnen geschrieben hat.