Stadt Bayreuth

IM FOKUS

10.02.2016

Hannsjörg Voth / Ingrid Amslinger: Jenseits der Zeit

Ausstellung im Kunstmuseum vom 14. Februar bis 12. Juni

Vom 14. Februar bis zum 12. Juni präsentiert das Bayreuther Kunstmuseum seine neue Ausstellung „Hannsjörg Voth / Ingrid Amslinger: Jenseits der Zeit“. Damit sind dort erstmals die archaisch anmutenden Zeichnungen von Hannsjörg Voth und die poetischen Schwarzweiß-Fotografien der marokkanischen Marha-Ebene von Ingrid Amslinger gemeinsam zu sehen. Das begleitende Vermittlungsprogramm reicht von halbszenischen Lesungen über öffentliche Führungen bis hin zu Bastel-Workshops für Kinder oder Foto-Workshops für Erwachsene.

Voth-Plakat 1988 c Original

Hannsjörg Voth wurde durch seine großen Landschaftsobjekte bekannt. Im Ijsselmeer hatte er 1978 – 81 in einer Pfahlpyramide gelebt und ein „Boot aus Stein“ geschlagen. Er beteiligte sich an zahlreichen Symposien der Land Art und realisierte in den letzten 25 Jahren in der Wüste der marokkanischen Marha-Ebene drei architektonische Großskulpturen: die „Himmelstreppe“ mit den geschmiedeten Eisenflügeln, die „Goldene Spirale“, die sich langsam aus dem Sand heraus erhebt, um sich schließlich in ihrem Zentrum in die Erde zu bohren, und die „Stadt des Orion“, deren abgestufte Türme der Helligkeit der Himmelskörper im Sternbild entsprechen.

Die Werke und ihr Entstehen wurden begleitet und dokumentiert durch seine kongeniale Partnerin, die Fotografin Ingrid Amslinger. In ihren eindringlichen Bildern hat sie festgehalten, was vergänglich war oder zerstört wurde. In den hier gezeigten Schwarzweiß-Fotografien ist vor allem die einzigartige Wüstenlandschaft zu sehen: Steine und Sandstrukturen, das flirrende Licht der Sandstürme und die absolute Klarheit der Formen, der weite Horizont und die bewegten, hohen Himmel. Hier klingen scheinbar Unveränderliches und die beständige Veränderung intensiv zusammen.