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12.02.2014

Happy Birthday, Franken-Onleihe!

Zweiter Geburtstag, zweifache Ausleihe, vierfache Auswahl

Die Franken-Onleihe feiert in diesen Tagen ihren zweiten Geburtstag. Mitte Februar 2012 gingen 16 fränkische Bibliotheken – darunter die Stadtbibliothek Bayreuth – an den Start. Inzwischen nehmen 19 Bibliotheken an der Direkt-Ausleihe elektronischer Medien unter der Internet-Adresse www.franken-onleihe.de teil: ein Erfolgsmodell! Die Zahl der Nutzer und der Entleihungen hat die kühnsten Erwartungen übertroffen.

Mit etwa 4.000 Medien ging die virtuelle Bibliothek an den Start, nach knapp 24 Monaten ist der Bestand auf ca. 18.000 Medien aus den verschiedensten Interessengebieten angewachsen. Die Zahl der Entleihungen hat sich von 96.000 Ende 2012 im letzten Jahr auf über 194.000 mehr als verdoppelt. Um knapp 50 Prozent ist die Zahl der Nutzer auf zirka 9.500 gestiegen. Wöchentlich kommen rund 150 neue Titel dazu, diese sind schon nach wenigen Stunden entliehen oder vorbestellt. Durch die Anschaffung von Mehrfach-Exemplaren wird die Wartezeit auf diese „Renner“ auf ein erträgliches Maß reduziert.

Meist entliehenes E-Book und E-Audio war Rita Falks „Sauerkraut-Koma“. Bei den E-Papers erzielen die Ausgaben der „Zeit“ die höchsten Werte. „Zeitenzauber – Die goldene Brücke“ von Eva Völler war das meist gelesenes Jugendbuch. Im Angebot sind diese Medienarten:

  • E-Books (Sachbücher, Belletristik, Kinder- und Jugendbücher)
  • E-Papers (38 Tages-, Wochenzeitungen und Zeitschriften)
  • E-Audios (Hörbücher für Erwachsene, Jugendliche und Kinder)
  • E-Videos (Kinder- und Sachfilme).

Der große Erfolg der Franken-Onleihe ist auch der kompetenten Betreuung der Nutzerinnen und Nutzer zu verdanken. Den Einstieg erleichtern Step-by-Step-Anleitungen, die auf der Website hinterlegt sind. Ein Support-Team bearbeitet zeitnah alle Probleme, die per E-Mail gemeldet werden. Das User-Forum dient dem Erfahrungstausch der Franken-Onleiher untereinander. Vor Ort bieten viele Bibliotheken konkrete Hilfestellungen in Onleihe-Sprechstunden. Auch die Stadtbibliothek im RW21 stellt diesen Service demnächst bereit.

Die weitere Entwicklung des E-Book-Angebots der Bibliotheken hängt auch von der Gestaltung des Urheberrechts ab. „Right to E-Read“ ist der Titel der Kampagne, die der europäische Dachverband der Bibliotheken gestartet hat. Der Deutsche Bibliotheksverband hat dies unter dem Titel „E-Medien in der Bibliothek – mein gutes Recht!“ übernommen und stellt fest: „Der gegenwärtige rechtliche Rahmen und die damit verbundenen Konditionen der Bereitstellung von E-Books und anderen elektronischen Medien in Bibliotheken sind unbefriedigend und führen dazu, dass diese E-Medien dort nicht in dem Maße zugänglich sind, wie es von den Bürgerinnen und Bürgern unserer Wissensgesellschaft erwartet wird.“ Die Politiker sind aufgefordert, die Voraussetzungen dafür zu schaffen, dass dieses Informationsbedürfnis durch die Bibliotheken erfüllt werden kann – damit die Erfolgsstory der Franken-Onleihe eine Fortsetzung hat!

   
 

MEHR ZUM THEMA

<p>Zum Verbund der Franken-Onleihe gehören:
Alzenau, Bad Neustadt, Bamberg, Bayreuth, Coburg, Erlangen, Forchheim, Gerolzhofen, Haßfurt, Herzogenaurach, Hösbach, Karlstein, Kitzingen, Lichtenfels, Lohr, Marktredwitz, Ochsenfurt, Selb und Wunsiedel.

Jede dieser Bibliotheken investiert jährlich einen Betrag von mindestens fünf Prozent ihrer Erwerbungsmittel. Dies ergab – seit dem Start – eine Gesamtsumme von über 200.000 Euro. Für diese Investitionen wurden auch Zuschüsse der staatlichen Landesfachstelle für öffentliche Bibliotheken vergeben.

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