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27.10.2010

Hauptschüler entflammt für Energie

Bioenergie-Projektwerkstätten an der Albert-Schweitzer-Schule und der Umweltstation Lindenhof

Genau unter die Lupe nehmen die Schüler Bioenergie-Ausgangsmaterialien und nachwachsende Rohstoffe.„Entflammt für Energie“ ist der Titel eines besonderen Projektes der Bioenergieregion Bayreuth. An speziellen Info- und Kunststationen sollen Hauptschüler an eine ganzheitliche, handlungsorientierte Auseinandersetzung mit dem Thema Bioenergie herangeführt werden, wobei der Schwerpunkt auf der künstlerischen Auseinandersetzung mit dem Thema liegt. Aktuell finden hierzu Projektwerkstätten an der Albert-Schweitzer-Schule und der Umweltstation Lindenhof in Bayreuth statt.

Das Projekt ist Teil der Informationsstrategie der Bioenergieregion, deren Maßnahmen vom Regionalmanagement Stadt und Landkreis Bayreuth gesteuert werden. In seiner Eigenschaft als Gesellschafter des Regionalmanagements hob Oberbürgermeister Dr. Michael Hohl das Besondere dieses Bildungsprojektes hervor: „Die Lernstationen sind bewusst handlungsorientiert ausgelegt. So können sich Schüler eigeninitiativ, selbstständig und experimentell mit der Thematik Bioenergie auseinandersetzen. Dies ist besonders wichtig, wenn man auch in heterogenen Klassen zu einem ausbalancierten Ergebnis kommen will.“

Auch Landrat Hermann Hübner, ebenfalls Gesellschafter des Regionalmanagements, ist von dem Projekt begeistert: „Gut ist, dass sich auch unterschiedlich begabte Schüler einbringen können. Die Stationen schaffen Raum für eine individuelle künstlerische Auseinandersetzung mit dem Thema und vermitteln darüber hinaus noch Basisinformationen zum Thema Bioenergie“.

Vom Prototyp zum dauerhaften Einsatz

In der Pilotphase (bis Ende 2010) wird von Dipl.-Biologin Yelva Larsen (Universität Bayreuth) ein Konzept für die künstlerische und inhaltliche Auseinandersetzung mit dem Themenkreis Bioenergie und nachwachsende Rohstoffe entwickelt und an der Albert-Schweitzer-Schule in Bayreuth erprobt. Derzeit finden dort und am Umweltinformationszentrum Lindenhof spezielle Projektwochen statt. In 15 Kleingruppen zu je 10 Schülern durchlaufen die Jugendlichen aus den Jahrgangsstufen 7 bis 9 Infostationen an der Schule und widmen sich am Lindenhof unter der Anleitung des Umweltpädagogen Thomas Kappauf der künstlerischen Beschäftigung mit den Ausgangsmaterialien der Bioenergie. Gearbeitet wird mit verschiedenfarbigem Weidengeflecht, Holzstämmen, Hackschnitzel, Pellets und mit Rindenmulch.

Vorläufig handelt es sich bei den Infostationen noch um Prototypen. Nach den Projektwochen werden diese für dauerhaften Einsatz fit gemacht und dann den Schulen der Region Bayreuth zur Verfügung gestellt.

Das Projekt wird gesteuert vom Regionalmanagement und ist Teil des Fachvorhabens „Infonetz-Umweltbildung“ der Bioenergieregion Bayreuth. Projektpartner sind der Lehrstuhl für Didaktik der Biologie (Prof. Dr. Franz X. Bogner; Universität Bayreuth), das Staatliche Schulamt im Landkreis und in der Stadt Bayreuth, die Umweltbeauftragten der Grund- und Hauptschulen des Staatlichen Schulamtes, die Hauptschulen der Region Bayreuth, Künstler und das Umweltinformationszentrum Lindenhof in Bayreuth.

Das Vorhaben wird wissenschaftlich evaluiert, womit die Übertragbarkeit auf andere Regionen und ein nachhaltiger Wissenstransfer sichergestellt sind. Noch im Herbst 2010 ist ein Wochenendprojekt mit einem regionalen Künstler geplant, der eine Schülerkleingruppe für das Thema entflammen soll. „Entflammt für Energie“ wird gefördert aus Mitteln des Bayerischen Kulturfonds.

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