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26.07.2010

Heizen mit Erdgas und Sonnenpower

Kombination aus Erdgasheizung plus Solarkollektoren hat viele Vorteile

Haus mit SolarkollektorBei der Wahl des optimalen Heizsystems zählen viele Kriterien. Kostengünstig soll es sein, aber ebenso ökologisch verträglich und nachhaltig. Berücksichtigt man alle diese Punkte, empfehle sich die Kombination einer effizienten Erdgasheizung mit Solarkollektoren, meint Hans-Jürgen Heinz, Energieberater der BEW Bayreuther Energie- und Wasserversorgungs- GmbH.

Wer einen Anschluss ans Erdgasnetz hat, der entscheidet sich oftmals sowohl beim Neubau als auch bei einer energetischen Sanierung für eine Erdgasbrennwertheizung. Aus gutem Grund, wie der Experte Hans-Jürgen Heinz weiß. „Die Brennwerttechnik überzeugt durch einen extrem hohen Wirkungsgrad, weil die Wärme im Abgas genutzt wird.“ Darüber hinaus bietet Heizen mit Erdgas viele weitere Vorteile: Es ist schadstoffarm, erzeugt weniger Kohelndioxid als jeder andere fossile Energieträger und erspart die Brennstoff-Vorratshaltung. Auch ein Tankraum ist nicht nötig, da moderne Erdgasbrennwertkessel sogar auf dem Dachboden an die Wand gehängt werden können.

Solarkollektoren für warmes Wasser und zum Heizen

Noch umwelt- und klimaschonender gestaltet sich das Heizen, wenn zusätzlich zum Erdgasbrennwertsystem eine Solarkollektoren-Anlage installiert wird. Wie viel Energie diese einfängt, hängt unter anderem von der Neigung und Ausrichtung des Daches ab. Heinz rät zur sorgfältigen Planung, weil die richtige Dimensionierung darüber entscheide, wie schnell sich die Solarwärmeanlage amortisiere.

In erster Linie dienen die Solarkollektoren zur Erhitzung des Brauchwassers. Eine Aufgabe, welche die Anlage zu 50 bis 65 Prozent übernehmen kann. Im Sommer reicht die Kraft der Sonne in der Regel für den gesamten Bedarf, so dass sich während dieser Zeit die konventionelle Heizungsanlage abschalten lässt. Zu überlegen ist auch die zusätzliche Unterstützung der Heizung durch die Solarthermieanlage. Laut Heinz eigne sich diese Variante insbesondere dann, wenn eine Flächenheizung (z. B. eine Fußbodenheizung) vorhanden ist beziehungsweise (im Neubau) eingebaut werden soll.

EEWärmeG erfüllen und Förderungen nutzen

Für Neubauten sind Solarkollektoren eine Möglichkeit, das Erneuerbare-Energien-Wärme-Gesetz (EEWärmeG) zu erfüllen. Der Gesetzgeber erlaubt dabei ein vereinfachtes Verfahren: Für Wohngebäude mit höchstens zwei Wohnungen reichen mindestens 0,04 Quadratmeter Kollektorfläche pro Quadratmeter Nutzfläche. Es wird davon ausgegangen, dass damit die geforderten 15 Prozent des Wärmebedarfs regenerativ gedeckt werden.

Im Fall der energetischen Sanierung von Altbauten bietet sich die Nutzung von staatlichen Förderprogrammen an. So fördert nach Aufhebung der Haushaltssperre für das Marktanreizprogramm das Bundesamt für Wirtschaft und Ausfuhrkontrolle (BAFA) wieder Solarthermieanlagen – allerdings nur dann, wenn auch die Heizung mit dieser Anlage unterstützt wird. Eine andere Möglichkeit sind Zuschüsse oder zinsgünstige Kredite von der KfW Förderbank.

Nähere Informationen

BEW-Energieberater Hans-Jürgen Heinz informiert unter Telefon (09 21) 600-560 ausführlich zu den Themen Erdgasheizungen, Solarthermie, EEWärmeG, energetische Sanierung und staatliche Förderungen.

(Quelle: Bayreuther Energie- und Wasserversorgungs- GmbH BEW)