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11.12.2014

Heizkosten weiterhin auf hohem Niveau

Durchschnittlich 1.000 Euro Heizkosten für 70 Quadratmeter-Wohnung – Heizen mit Öl 20 teurer als mit Erdgas – Bundesweiter Heizspiegel hilft beim Sparen

Durchschnittlich 1.000 Euro Heizkosten zahlten die Bewohner einer 70 Quadratmeter großen Wohnung im Jahr 2013 in Deutschland. Haushalte, die mit Heizöl heizten, mussten am tiefsten in die Tasche greifen. Im Schnitt wurden hier 1.085 Euro fällig. Das waren knapp 20 Prozent mehr, als Haushalte mit einer Erdgasheizung bezahlten. Sie zahlten 910 Euro für eine 70 Quadratmeter große Wohnung. Die Kosten, für eine gleich große mit Fernwärme beheizte Wohnung betrugen im Bundesdurchschnitt 1.055 Euro. Das geht aus dem kürzlich von der Initiative co2online veröffentlichten, bundesweiten Heizspiegel 2014 hervor, auf den das Umweltamt der Stadt Bayreuth aufmerksam macht.

2013 ist es insgesamt etwas kühler gewesen als 2012, so dass ein geringer Anstieg des Heizenergieverbrauchs festzustellen war. Im Gegenzug ist der Heizölpreis um durchschnittlich sechs Prozent gesunken, die Erdgaspreise stiegen um 1,3 Prozent, die Fernwärmepreise um 2,8 Prozent.

Die Stadt Bayreuth unterstützt das Heizspiegelprojekt. Die Broschüre ist kostenfrei erhältlich bei den Bürgerdiensten im Neuen Rathaus, Luitpoldplatz 13, und im Rathaus II, Dr.-Franz-Straße 6, sowie zu den üblichen Öffnungszeiten im Umweltamt, Neues Rathaus, 4. Stock, Zimmer 415. Auf Bayreuth.de steht sie zum Download zur Verfügung [ Download: PDF-Datei; 566 KB ].

Sparpotenzial von Sanierungen nutzen – Heizkosten dauerhaft senken

Der klimabereinigte Energieverbrauch von Wohngebäuden geht seit Jahren leicht zurück. Es könnte aber noch viel mehr Energie gespart werden, wenn neben einem bewussten Verbraucherverhalten endlich auch das Sparpotenzial energetischer Sanierungen und geringinvestiver Maßnahmen ausgeschöpft werden würde. Beispielsweise sollten Altbauten ausreichend gedämmt und mit effizienten Heizanlagen ausgestattet werden. Auch eine hydraulische Optimierung der Heizanlage reduziert den Heizenergieverbrauch.

Neuer Heizspiegel 2014 mit umfangreicheren Vergleichswerten

Inzwischen wird in rund 85 Prozent der zentral beheizten Wohngebäude das warme Wasser über die Heizanlage erzeugt. Deswegen wurde die Vergleichbarkeit der eigenen Abrechnungswerte mit dem Heizspiegel vereinfacht. Die Heizspiegelwerte beinhalten ab jetzt die Anteile für Raumwärme und die Warmwasserbereitung. Damit folgen sie der Logik der Energieausweise, die sich nach den Vorgaben der Energieeinsparverordnung (EnEV) richtet.

Hintergrund

Die gemeinnützige co2online GmbH (www.co2online.de) setzt sich für die Senkung des klimaschädlichen CO2-Ausstoßes ein. Mit interaktiven EnergiesparChecks, einem Energiesparkonto, Heizspiegeln und Heizgutachten will sie dazu motivieren, mit aktivem Klimaschutz auch Geld zu sparen. Ein Netzwerk aus Medien, Wissenschaft, Wirtschaft und Politik unterstützt die verschiedenen Informationskampagnen. Seit 2005 wird der bundesweite Heizspiegel jährlich veröffentlicht (www.heizspiegel.de). Das Projekt wird vom Bundesumweltministerium gefördert und vom Deutschen Mieterbund e.V. unterstützt.

   
 

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