Stadt Bayreuth

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23.11.2009

Hier finden Frauen Hilfe

25. November: Internationaler Tag gegen Gewalt an Frauen – Lichter-Kundgebung am La Spezia-Platz

„Nein zu Gewalt an Frauen“ ist auf der leuchtend blauen Fahne zu lesen, die alljährlich im Spätherbst in der Bayreuther Innenstadt weht und heuer bis zum 1. Dezember auf dem La Spezia-Platz zu finden ist. Entworfen von Terre des Femmes, einer gemeinnützigen Organisation, die sich seit vielen Jahren für die Verwirklichung der Menschenrechte von Frauen einsetzt, soll sie an die vielen Frauen und Kinder erinnern, die jährlich weltweit, aber auch in Bayreuth Opfer von psychischer und physischer Gewalt werden. Anlass für das Hissen der Fahne ist der 25. November, der Internationale Tag gegen Gewalt an Frauen, der seit 1999 von den Vereinten Nationen als offizieller Gedenktag anerkannt ist.

Unter dem Motto „Keine Gewalt gegen Frauen und Kinder“ wird am Mittwoch, 25. November, ab 16.30 Uhr, auf dem La Spezia-Platz eine Lichter-Kundgebung auf das Problem der Gewalt gegen Frauen aufmerksam machen.

Auch die Gleichstellungsbeauftragte der Stadt Bayreuth, Irene Münch, ist Ansprechpartnerin für Fälle von zum Beispiel häuslicher Gewalt. Sie steht in enger, ständiger Verbindung mit der Polizei, dem Frauenhaus und weiteren Kooperationspartnern wie etwa den Dekanatsfrauenbeauftragten der Stadt Bayreuth.

Die politische und gesamtgesellschaftliche Stellung der Frau hat sich in den letzten Jahren verbessert; das Phänomen Gewalt in der Familie ist geblieben. Häusliche Gewalt, Gewalt in den eigenen vier Wänden ist nach wie vor die häufigste Ursache für Verletzungen bei Frauen.

Sofort und rund um die Uhr hilft das Frauenhaus Bayreuth. Es steht Frauen mit und ohne Kindern offen, die physischer und psychischer Gewalt ausgesetzt sind. Das Frauenhaus bietet Schutz und Hilfe in Form von vorübergehender Wohnmöglichkeit, Krisenintervention, Beratung, Begleitung, Information, praktischer Hilfe und pädagogischer Betreuung der Kinder. Träger des Hauses ist der Caritasverband Bayreuth.

Frauen, die Opfer von sexueller oder häuslicher Gewalt wurden oder im Zusammenhang mit einer Straftat Rat und Hilfe brauchen, haben bei der Polizei eine persönliche Ansprechpartnerin: die Beauftragte der Polizei für Frauen und Kinder. Sie klärt über den Ablauf des Ermittlungsverfahrens und die Rechte der Opfer in Strafverfahren auf, informiert über Hilfe leistende Organisationen und Behörden und stellt Kontakte dorthin her, gibt Hinweise zu Art und Ausmaß von Gefährdungs- und Tatsituationen und berät über Möglichkeiten zur Vorbeugung.

Die Evangelische Kirche hat die erste Dekade des 21. Jahrhunderts dem Thema „Gegen Gewalt“ gewidmet. Und Frauen in der Kirche, hier besonders die Dekanatsfrauenbeauftragten, setzen sich engagiert gegen die immer noch in der Gesellschaft bestehende Gewalt an Frauen ein. Alle genannten Institutionen unterstützen die jährlich in Bayreuth stattfindende Aktion „Keine Gewalt gegen Frauen und Kinder“ und sind kompetente Ansprechpartnerinnen für weibliche Opfer von Gewalt.

Bei der Lichter-Kundgebung am 25. November werden die genannten Ansprechpartnerinnen anwesend sein. Sie sind gerne bereit, über ihre Arbeit zu informieren und Fragen zu beantworten.

Informationen der städtischen Gleichstellungsbeauftragten >>