Stadt Bayreuth

28.11.2008

Hilfe beim Schritt in die Selbstständigkeit

Gründerinitiative St. Georgen bietet Unterstützung an – Stammtisch am 11. Dezember

„Ich wollte für mich selbst arbeiten – und nicht für andere.“ Tanja Grafberger (30), gelernte Arzthelferin, hat ihren Traum nach einer Babypause verwirklicht. Sie hat sich zur Fotografin umschulen lassen, hat sich selbstständig gemacht, betreibt seit Mai in St. Georgen das Fotoatelier „Magic Eyes“ – und hat bei ihrem Schritt in die Selbstständigkeit von der Gründerinitiative St. Georgen profitiert.

Hier wird geholfen: Tanja Grafberger (Mitte) im Stadtteilbüro St. Georgen mit Ute Vollrath und Fredy Schmidt

Diese Initiative, ein Projekt der Stadt Bayreuth, das über Städtebaumittel des Bundes (ExWoSt) finanziert wird, fördert Existenzgründungen und unterstützt Kleinunternehmen. „Schön, dass man weiß, an wen man sich wenden kann, falls immer wieder mal Fragen auftauchen“, sagt Tanja Grafberger mit Blick auf Ute Vollrath, die im Stadtteilbüro St. Georgen (Bernecker Straße 4) ihre Ansprechpartnerin ist.

Beratung, Begleitung und Beistand

Dort setzt man drei Schwerpunkte. Neben Beratung, Begleitung und Beistand beim Schritt in die Selbstständigkeit sind es das Leerstandsmanagement und die Netzwerkarbeit. Ute Vollrath: „Wir haben erfasst, was an Büros oder Läden in St. Georgen zur Verfügung steht. Interessenten können unsere Verbindungen, etwa bei der Standortwahl, nutzen. Gern stellen wir den Kontakt her mit dem Eigentümer einer Immobilie, die in Frage kommt.“ Später dann werden Kontakte zu bestehenden Unternehmen hergestellt, und Tanja Grafberger schwärmt: „Unter den Geschäftsleuten ist ein großer Zusammenhalt da.“

Doch ehe es so weit ist mit der Selbstständigkeit, müssen potenzielle Existenzgründer einige Hürden überwinden. Aus diesem Grund werden zusammen mit der Wirtschaftsförderung des Landkreises monatlich Beratungstage angeboten. Der nächste Beratungstermin findet am 11. Dezember im Landratsamt statt (Voranmeldungen bitte unter 0921/728 342). Ergänzt wird dieser Termin durch den Gründerstammtisch in St. Georgen um 19 Uhr am gleichen Tag. Als „niedrige Einstiegsschwelle“ bezeichnet Fredy Schmidt von der Wirtschaftsförderung der Stadt in diesem Zusammenhang diese Angebote für Existenzgründer. Wer sich mit dem Gedanken trägt, eine eigene Existenz aufzubauen, der bekommt dort Tipps von Experten und Kontakt zu Gleichgesinnten.

Beim Gründerstammtisch am 11. Dezember wird Klaus Fuchs, Inhaber des Weinhauses Erwin Dörsch in der Bernecker Straße zu Gast sein und über die Anfänge seiner Selbstständigkeit plaudern. Ute Vollrath und Fredy Schmidt raten: „Unverbindlich mal vorbeischauen und sich informieren.“ Der Abend beginnt um 19 Uhr im Gasthof „Zum Brandenburger“, St. Georgen 9.

Reizvolles Quartier für Existenzgründer

„Es gibt vieles, was den Stadtteil St. Georgen für Existenzgründer reizvoll macht“, sagt Fredy Schmidt und nennt als Beispiel die Urbanität des Stadtquartiers, die erschwinglichen Mieten und die Parkplätze direkt am Straßenmarkt. Für den spezialisierten Handel wie für Dienstleistungen ist der Standort St. Georgen gleichermaßen attraktiv und auch von der Kleingewerbe- und Gründerszene bis hin zur Kreativwirtschaft (Druck, Medien, IT usw.) wird dieser Standort gerne angenommen.

Und wie läuft es bei Tanja Grafberger und „Magic Eyes“? Kunden (unter anderem aus Bindlach) schätzen es, dass sie vor ihrem Laden kostenlos parken können und nun nicht unbedingt in die Innenstadt müssen, um Dinge rund ums Fotografieren zu erledigen, erzählt die Geschäftsfrau. Und weil oft auch der Satz fällt „Wir wussten ja gar nicht, dass es so etwas hier in der Gegend gibt“, steht die 30-Jährige vor der Frage: „Wie kann ich noch mehr Leute auf meinen Laden aufmerksam machen?“ Aber auch hier wird die Gründerinitiative St. Georgen Tipps geben können. Die Beratungszeiten im Stadtteilbüro: Donnerstags von 8 bis 13 Uhr und nach Vereinbarung (Tel. 0921/150 25 59).

Gründerstammtisch in St. Georgen
11. Dezember, 19 Uhr
Zum Brandenburger, St. Georgen 9