Stadt Bayreuth

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04.04.2011

Hör das Licht – sieh den Klang

Franz Liszt und die Synästhesie – Ausstellung im Neuen Rathaus vom 7. bis 20. April

Im Neuen Rathaus ist ab 7. April eine synästhetische Ausstellung zum Thema Liszt zu sehen.Im Rahmen des Franz-Liszt-Jubiläumsjahres 2011 sind vom 7. bis 20. April in der Ausstellungshalle des Neuen Rathauses, Luitpoldplatz 13, synästhetische Arbeiten von 28 europäischen Kunstschaffenden mit thematischem Bezug zu Franz Liszt zu sehen. Sie sind im Rahmen eines Workshops des eu-art-networks entstanden – darunter auch Werke der Bayreuther Künstlerin Gudrun Schüler.

Das eu-art-network ist eine Vereinigung von Künstlerinnen und Künstlern, die von Österreich ausgehend seit 2001 interdisziplinäre Symposien zu thematisch definierten Schwerpunkten in den Bereichen Bildende Kunst, Neue Medien, Musik und Tanz organisiert. Dazu werden jährlich europaweit Künstler zur Teilnahme eingeladen. Das Symposion 2010 stand unter dem Motto „Hear the light – see the sound“. Es fand in der Cselley Mühle Oslip im österreichischen Burgenland statt, mit dem die Stadt Bayreuth seit 1990 eine Kulturpartnerschaft pflegt, und setzte sich mit synästhetischen Phänomenen in der Kunst am Beispiel Franz Liszts auseinander – gleichsam als „Vorarbeit“ für das Lisztjahr 2011.

Die teilnehmenden Künstler kamen aus zehn europäischen Ländern – allesamt aus Städten, in denen Liszt gewirkt hat. Als Vertreterin der Stadt Bayreuth hat die Bayreuther Künstlerin Gudrun Schüler am Symposion teilgenommen. Die neu geschaffenen Kunstwerke werden im Laufe dieses Jahres in zahlreichen europäischen Städten zu sehen sein – darunter neben dem Burgenland und Bayreuth auch in Budapest, Weimar, Bratislava, Leipzig, Luxemburg, London, Luzern, Venedig und Zagreb.

Das Thema des Symposions bezog sich auf Phänomene der Synästhesie in den Bereichen Bildenden Kunst, Fotografie, Skulptur und Neue Medien sowie Musik und Tanz. Dies wurde an und über die Person von Franz Liszt exemplarisch gemacht. Das Phänomen der Synästhesie ist generell nicht sonderlich bekannt. Liszt selbst hat es etwa so beschrieben: „Raffael und Michelangelo haben mir Mozart und Beethoven näher gebracht.“ Und wenn er seine Musiker aufforderte: „Spielen Sie mir das mehr in Blau!“, mögen manche überfordert gewesen sein. Liszt selbst dürfte zu der kleinen Gruppe kreativer Menschen gehört haben, die Farben sehen und dazu Töne hören oder ähnlich verknüpfte Sinneswahrnehmungen erleben. Die Objekte, die den Besuchern dieses seltene sinnliche Phänomen näherbringen sollen, sind in individuellen Zusammenstellungen an den verschiedenen europäischen Ausstellungsorten zu sehen.

Begleitkonzert im Kunstmuseum

Begleitend zur Ausstellungseröffnung am Mittwoch, 6. April, um 18 Uhr, findet am Tag zuvor im Kunstmuseum Bayreuth auch ein Konzert mit Werken von Teilnehmern des Symposions – Johannes Hildebrandt (D), Gerhard Stäbler (D), Kunsu Shim (D), Bernd Preinfalk (A)) – ergänzt mit Liszt-Spätwerken statt. Organisatorisch unterstützt wird das Musikprogramm auch durch die Städtische Musikschule Bayreuth mit deren Leiter Nicolaus Richter.

Die Ausstellung im Neuen Rathaus ist vom 7. bis 20. April zum folgenden Zeiten zu sehen: Montag bis Donnerstag, von 9 bis 17 Uhr, Freitag von 9 bis 15 Uhr.

Hintergrund: Gudrun Schüler

Gudrun Schüler wurde 1960 in Hof/Saale geboten, seit 1989 ist sie freischaffend tätig. Von 2000 bis 2004 studierte sie Bildende Kunst an der Akademie Faber/Castell. Ihren Abschluss machte sie mit Auszeichnung. Schüler ist unter anderem Mitglied im Berufsverband Bildender Künstler Oberfranken sowie in den Kunstvereinen Bayreuth und Kulmbach. In Einzel- und Gruppenausstellungen präsentierte sie ihre Arbeiten unter anderem in Bayreuth, Güssing und Eisenstadt im Burgenland, in Annecy/Frankreich, in Arenzano/Italien, in Westerland auf Sylt, Husum, Hannover, Stuttgart, Hamburg, Marburg, Nürnberg, Neumarkt, Bamberg, Hof Rehau, Münchberg, Schwarzenbach, Kulmbach und Kronach.

Öffentliche Ankäufe: Museen der Stadt Bamberg, Bayerische Staatsgemäldesammlung, Städte Bayreuth, Rehau und Schwarzenbach, Friedrich-Baur-Stiftung/Altenkunstadt, Freistaat Bayern, Gemeinde Bindlach, Landkreis Bayreuth.