Stadt Bayreuth

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15.07.2005

Hohe Investitionen am Standort Bayreuth

BAYREUTH – Auch in wirtschaftlich schwierigen Zeiten verzeichnet die Stadt Bayreuth hohe Investitionen: In einer aktuellen Zwischenbilanz für 2005 listet Oberbürgermeister Dr. Dieter Mronz eine ganze Reihe privater wie öffentlicher Neubauprojekte auf, die derzeit für mehr als 50 Millionen Euro an verschiedenen Brennpunkten der Stadtentwicklung entstehen. „Die Bilanz eines dynamischen und vitalen Standorts“, freut sich das Stadtoberhaupt.

Der Oberbürgermeister sieht Bayreuth bestens aufgestellt. Eine kooperative Wirtschaftsförderung, die privaten Investoren möglichst optimale Rahmenbedingungen bietet, verbunden mit hohen städtischen Investitionen in die Infrastruktur seien die zentralen Bausteine des Bayreuther Programms gegen die bundesweite Rezession.

Dr. Mronz weiß die Stadt dabei auf einem guten Weg: „Gerade in den vergangenen Monaten ist es uns nach intensiver Entwicklungsarbeit gelungen, eine ganze Reihe eindrucksvoller Fortschritte für die Bayreuther Wirtschaft und den hiesigen Arbeitsmarkt zu erzielen.“ Dabei stehe die Schaffung neuer und die Sicherung bestehender Arbeitsplätze stets im Vordergrund, um gerade auch junge Menschen dauerhaft in der Stadt zu halten. „Wir wollen, dass die Unternehmen und Betriebe in Bayreuth weiter vorankommen, ihren Standort hier erhalten und – wenn irgend möglich – ausbauen. Und wir wollen, dass junge Menschen hier für sich und ihre Familien eine Lebensperspektive finden.“

Über 50 Millionen Euro werden derzeit am Standort Bayreuth unter Betreuung des Wirtschafts- und Baureferats in private wie öffentliche Neubauprojekte investiert. Beispiel Nummer eins: Mit der renommierten Erzeugergesellschaft Franken Vieh & Fleisch konnte soeben ein neuer Großschlachtbetrieb am Bayreuther Fleischzentrum angesiedelt werden. Drei Millionen Euro hat das Unternehmen an der Drossenfelder Straße investiert. Im Endausbau sollen in Bayreuth bis zu 70 neue Arbeitsplätze entstehen.

Beispiel Nummer zwei: Im Gewerbegebiet Wolfsbach  ist Mitte April der Startschuss für einen 4 700 Quadratmeter Verkaufsfläche umfassenden Großmarkt des Unternehmens C + C Schaper gefallen. Der fünf Millionen Euro teure Markt bietet ab September seinen Großkunden aus Gastronomie und Gewerbe die Auswahl aus bis zu 20 000 Artikeln. Die Investition ist mit 30 neuen Arbeitsplätzen verbunden.

Beispiel Nummer drei: Auf dem Gelände des inzwischen abgerissenen A-Baus der ehemaligen Neuen Spinnerei am Nordring wird für rund drei Millionen Euro ein großer Media-Markt gebaut. Er hat eine Verkaufsfläche von 4 000 Quadratmetern und bietet knapp 200 Kraftfahrzeug-Stellplätze an. Die Eröffnung ist für Herbst 2006 geplant.

Beispiel Nummer vier: Im Wohnbaugebiet Hohlmühle haben die Erschließungsarbeiten für einen weiteren Bauabschnitt des privaten Wohnungsbaus begonnen. Eine Million Euro beträgt die Vorleistung der Hohlmühle GmbH – getragen von Stadt und Bayerischer Landessiedlung – zur Entwicklung des Geländes als attraktives Bauland für weitere 33 Familien. Die Nachfrage gibt den Verantwortlichen recht: 50 Einfamilien- und Doppelhäuser sind für das 14 Hektar große Areal bereits gebaut oder vertraglich festgemacht. Im Endausbau wird die Hohlmühle Heimat für über 500 Bayreuther sein. Und auch die städtische Gewog investiert kräftig. Neun Millionen Euro steckt die kommunale Wohnungsbaugesellschaft heuer nach Angaben des Oberbürgermeisters in Neubauprojekte sowie in die Modernisierung ihrer Wohnanlagen. „Ein stattliches Paket an Impulsen für die heimische Bauwirtschaft, auf das wir stolz sind.“

Parallel dazu feilt die Stadt weiter an ihrer Infrastruktur und hier vor allem am Ausbau familienfreundlicher Angebote. 400 000 Euro fließen aus dem städtischen Haushalt 2005 in den Ersatz- und Erweiterungsbau des Kindergartens im Stadtteil Saas sowie in die Schaffung neuer Jugendräume im Gemeindezentrum Nikodemuskirche. Für 175 000 Euro ist im Verflechtungsbereich zwischen Jugendherberge und Universität ein neuer Jugendzeltplatz entstanden, der bis zu 60 Zelten und drei bis vier Campergruppen Platz bietet. Weitere 255 000 Euro steuert die Stadt heuer zur Generalsanierung und Erweiterung des Altenpflegeheims Mühlhofer Stift bei. Insgesamt unterstützt das Rathaus dieses Projekt mit über drei Millionen Euro, verteilt auf mehrere Haushaltsjahre. Und für 1,7 Millionen Euro laufen derzeit die Bauarbeiten am Erweiterungsbau für die Lohengrin Therme auf Hochtouren. Dort entsteht ein umfangreicher Ausbau der Sauna- und Wellnessabteilung der zugleich die Ausrichtung der Therme als Bad der Ruhe und Erholung stärkt.

Das mit Abstand größte Paket der städtischen Investitionen ist das Sanierungsprojekt Maxstraße 48 und sein Umbau zu einer attraktiven Fußgängerpassage vom Markt zur Kanalstraße für 4,5 Millionen Euro sowie der Neubau einer Zentralen Omnibus-Haltestelle (9,5 Millionen Euro). Doch auch in den Bereichen Gesundheit und Bildung stehen die Zeichen auf Fortentwicklung. 5,5 Millionen Euro investiert der kommunale Krankenhauszweckverband in den Bau eines neuen Bettenhauses am Krankenhaus Hohe Warte als vierter Bauabschnitt der Gesamtsanierung. Über drei Millionen Euro will die Stadt in Schulneubauten für die Mittagsbetreuung an vier Bayreuther Gymnasien im Zuge der Einführung des achtstufigen Gymnasiums stecken. Desgleichen haben die geplanten Neubaumaßnahmen für die Einrichtung der Ganztagsbeschulung an der Albert-Schweitzer-Schule ein Volumen von drei Millionen Euro. Bei diesen zukunftsweisenden Schulprojekten setzt die Stadt ganz auf die bereitstehenden Bundesmittel und ergänzende Unterstützung des Freistaats Bayern.

Dr. Mronz rechnet für die kommenden Monate mit weiteren großen Investitionsprojekten, für welche die Stadt entscheidende Weichenstellungen getätigt habe. In Kürze werde der Bauantrag für die Totalsanierung des C-Baus auf dem Spinnereigelände eingereicht. Für 13 Millionen Euro soll das denkmalgeschützte Gebäude zum Dienstleistungszentrum umgebaut werden. In den Startlöchern stehen auch die lange verhandelten Projekte einer Fachhochschule für Altenpflege in Bayreuth, eines neuen Alten- und Pflegeheims auf dem Areal des alten städtischen Krankenhauses sowie ein neues Büro- und Geschäftshaus der Hochtief AG Nürnberg am Josephsplatz. Auch zur Umnutzung des freien Areals der Markgrafenkaserne laufen in städtischer Planungsverantwortung mehrseitige aussichtsreiche Investitionsverhandlungen.