Stadt Bayreuth

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23.04.2015

In Oberkonnersreuth brütet ein Storchenpaar

Während der Brutzeit von April bis August sollten Störungen unterbleiben – Keine Feuerwerke in der Nähe des Storchenhorstes

Auf dem Schlot der ehemaligen Brauerei in Oberkonnersreuth hat sich auch in diesem Frühjahr wieder ein Storchenpaar eingefunden. Um den vom Aussterben bedrohten Vögeln eine ungestörte Brutzeit zu ermöglichen, sollte das Abbrennen von Feuerwerken im Ortskern von Oberkonnersreuth während der Brutzeit von April bis August unterbleiben. Darauf weist das Umweltamt der Stadt hin.

Der Weißstorch gehörte einst zu den am weitesten verbreiteten Brutvögeln in Europa. Jahrhundertelang war er auch in vielen deutschen Dörfern zu Hause. Inzwischen ist er hierzulande stark gefährdet, wenngleich sich die Population in Bayern in den letzten Jahren etwas erholt hat.

Die Ursachen für den Rückgang sind vielfältig. Mindestens 60 Prozent der bei uns verunglückten Weißstörche sind das Opfer von Stromschlägen an Überlandmasten. Eine weitere wichtige Ursache für den Rückgang der Storchenpopulation sind die sich rapide verschlechternden Ernährungsbedingungen. Die Entwässerung von Feuchtwiesen, die Beseitigung von Tümpeln und Wiesengräben, die Regulierung von Flüssen sowie die intensiver werdende Nutzung von Grünland schmälern die Überlebenschance einer Storchenbrut.

Wie das städtische Umweltamt mitteilt, ist in den letzten Jahren eine neue Gefährdungsursache hinzugekommen, nämlich das Abbrennen von Feuerwerken in der Nähe der Storchenhorste. Die Vögel verlassen dann oftmals panikartig das Gelege oder die dort aufwachsenden Jungvögel; die Gelege kühlen aus und sterben ab, die Jungvögel verhungern oder werden von Greifvögeln geschlagen.

Im Interesse des Schutzes der Weißstörche sollte deshalb das Abbrennen von Feuerwerken in der Nähe von Storchenhorsten daher im Ortskern von Oberkonnersreuth während der Brutzeit (April bis August) unterlassen werden. Sollte auf ein Feuerwerk nicht verzichtet werden können, ist ein ausreichender Abstand zu den Storchenhorsten einzuhalten. Je nach Lage des Horstes und der Höhe und Intensität des Feuerwerks sollte der Abstand mindestens einen Kilometer betragen.

Wer Weißstörche während der Brutzeit in erheblichem Umfang stört, verstößt gegen das Bundesnaturschutzgesetzes und muss mit einer Geldbuße rechnen. Unabhängig davon sind Feuerwerke außerhalb der Jahreswende ohnehin beim Gewerbeaufsichtsamt anzuzeigen beziehungsweise bedürfen der Genehmigung durch das Ordnungsamt der Stadt Bayreuth.