Stadt Bayreuth

07.09.2010

Internationale Konferenz zu Keramikwerkstoffen

Vom 20. bis 22. September findet an der Uni Bayreuth die 7. Internationale Konferenz zu Hochtemperaturkeramikwerkstoffen statt

Die siebte internationale Konferenz zu Hochtemperaturkeramikwerkstoffen findet vom 20. bis 22. September im Audimax der Universität Bayreuth statt. Veranstalter sind der Lehrstuhl Keramische Werkstoffe der Universität Bayreuth, die Fraunhofer-Projektgruppe KeramischeVerbundstrukturen sowie das Institut National des Sciences Appliquées de Lyon und das Laboratoire des Composites Thermostructuraux, Bordeaux. Es werden mehr als 300 Teilnehmer erwartet.

Im Rahmen dieser Konferenz werden Experten aus 17 Nationen die neuesten Entwicklungen im Bereich der Keramischen Faserverbundwerkstoffe (Ceramic Matrix Composites/CMC) präsentieren. Die Ausschreibung der Tagung hat nahezu 300 Beiträge mit etwa 70 Prozent Auslandsbeteiligung erbracht. Die größten Kontingente kommen dabei aus den derzeit wichtigsten CMC-Ländern Deutschland, Frankreich, China, Japan und USA. „Das ist ein Rekordergebnis für diese Konferenzserie und zeigt, dass sich das Thema mehr und mehr für eine breitere Anwendung empfiehlt“, so Professor Dr.-Ing. Walter Krenkel, Tagungsvorsitzender, Inhaber des Lehrstuhls Keramische Werkstoffe an der Universität Bayreuth und Leiter der Fraunhofer-Projektgruppe. Etwa 50 Papers werden als Übersichtsvorträge besonders hervorgehoben.

Das umfangreiche Vortragsprogramm läuft in vier Parallelsitzungen. Inhaltlich geht es dabei neben den Ceramic Matrix Composites (CMC) um weitere Hochtemperaturkeramiken wie Polymer Derived Ceramics (PDC), Thermal and Environmental Barrier Coatings (TEBC), MAX-Phasen und Ultra High Temperature Ceramics (UHTC). Die Tagung wird von einer Industrieausstellung begleitet.

Keramische Faserverbundwerkstoffe (CMC) wurden ursprünglich für Anwendungen in der Luft- und Raumfahrt als ultraleichte und besonders temperaturbeständige Alternativen zu metallischen Werkstoffen entwickelt. CMC-Werkstoffe weisen mit ihren maßgeschneiderten Eigenschaften ein breites Anwendungsspektrum auf und können auf individuelle Anforderungen, etwa in Transport- und Energiesystemen, zugeschnitten werden. Die erste internationale Konferenz zu Hochtemperaturwerkstoffen fand 1993 in Bordeaux (Frankreich) statt und wird seitdem im dreijährigen Turnus weltweit veranstaltet. Zuletzt fand die Tagung 2007 in Neu Delhi statt.