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03.03.2015

Internationaler Tag der Frankophonie in Bayreuth

In über 30 Workshops werden am Graf-Münster-Gymnasium mehrere hundert Schüler in französischer

Anlässlich des Tages der Frankophonie 2015 organisieren am Mittwoch, 11. März, die Vertretungen der Mitgliedsländer der Internationalen Organisation der Frankophonie (OIF) in Bayern sowie das Französische Institut München in Zusammenarbeit mit dem Graf-Münster-Gymnasium (GMG) und der Vereinigung der Französischlehrer (VdF) einen Schülervormittag zum Thema „Rendez-vous avec la Francophonie“ sowie eine Festveranstaltung im internationalen Jugendzentrum am Abend.

An der Aktion beteiligt sind die Botschaft der Republik Kongo, die Generalkonsulate der Französischen Republik, der Schweiz, Griechenlands und Rumäniens, die Konsulate von Kanada und Tunesien, die Vertretung der Regierung von Québec, die Honorarkonsulate von Madagaskar, des Königreichs Belgien, die Vertretung der Deutschsprachigen Gemeinschaft, der Föderation Wallonie-Brüssel und der Wallonie in Berlin.

Zugang zum Thema Frankophonie

In über 30 Workshops werden am Graf-Münster-Gymnasium im Laufe des Vormittags mehrere hundert Schüler in französischer Sprache in Aspekte der frankophonen Welt eingeführt. Über ein Dutzend Abgesandter französischsprachiger Länder wollen den Mädchen und Jungen ihre Heimatländer vorstellen – und das sind nicht nur die eher bekannten europäischen Länder Frankreich, Belgien und die Schweiz, sondern beispielsweise auch das kanadische Québec, Madagaskar oder afrikanische Länder wie Kamerun und die Elfenbeinküste.

Vom Konsul bis hin zu Mitarbeitern der Universität Bayreuth stellen die auch aus München oder Berlin anreisenden Referenten ihre Heimatländer vor. Ob mit Power-point-Präsentation oder spielerisch, der Zugang zum Thema Frankophonie wird sehr vielfältig und unmittelbar sein. In der Unterstufe versucht das France-Mobil die jüngsten Schüler anzusprechen.

Nicht nur die Schüler des Graf-Münster-Gymnasiums werden davon profitieren, auch aus den anderen Bayreuther Gymnasien haben sich Schülergruppen angesagt, selbst eine Erlanger Klasse und das katholische Schulwerk haben sich Kapazitäten reservieren lassen.

Die Workshops behandeln jeweils Themen wie Geschichte, Kultur, Politik und Wirtschaft, vor allem aber die Rolle der französischen Sprache im jeweiligen Kulturkreis sowie die Rolle der genannten Staaten und Regionen im Rahmen der Internationalen Organisation der Frankophonie (OIF). Zentrale Erkenntnis soll die Relevanz der französischen Sprache als verbindendes Element sowie als internationale Kommunikationssprache sein. Zudem soll den Schülern eine Vorstellung davon vermittelt werden, dass ihnen die Beherrschung der französischen Sprache interessante Zukunftschancen bieten kann.

Festveranstaltung im ZENTRUM

Die Ergebnisse der Workshops werden bei einer Festveranstaltung am Abend vom Seminarlehrer und Mitglied der Vereinigung der Französischlehrer (VdF), Michael Stegbauer, zusammenfassend vorgestellt. Oberbürgermeisterin Brigitte Merk-Erbe wird in die Veranstaltung einführen, der Botschafter der Republik Kongo, Jacques Yvon Ndolou, hält die Festrede.

Die Republik Kongo hat dieses Jahr die Präsidentschaft der Frankophonie-Delegation inne, der Schwerpunkt der Frankophonie 2015 liegt auf Afrika. Ein Auftritt des afrikanischen Komponisten, Sängers und Schlagzeugers aus Kamerun, Njamy Sitson, eine musikalische Umrahmung durch den Schülerchor des Markgräfin-Wilhelmine-Gymnasiums und eine Lesung/Diskussion mit dem afrikanischen Autor und Leiter des Internationalen Ateliers Theaters der Universität Bayreuth, Sénouvo Agbota Zinsou aus Togo, moderiert von Dr. Gilbert Ndi Shang von der Bayreuth International Graduate School of African Studies (BIGSAS) werden den Abend in einem sowohl unterhaltsamen als auch erkenntnisreichen Rahmen abrunden.

Hintergrund

Traditionell wird der Internationale Tag der Frankophonie jedes Jahr in einer anderen bayerischen Stadt ausgetragen. Nach Regensburg (2010), Augsburg (2011), Nürnberg (2012), Würzburg (2013), Passau (2014) findet dieses Ereignis im Jahr 2015 nun in Bayreuth statt.

Der Internationale Tag der Frankophonie (20. März) erinnert alljährlich an die Gründung der Agentur für kulturelle und technische Zusammenarbeit im Jahr 1970. Diese Agentur war der Vorläufer der heutigen Internationalen Organisation der Frankophonie (OIF). Die OIF zählt inzwischen 77 Staaten und Regierungen als Mitglieder und Beobachter mit einer Bevölkerung von insgesamt rund 890 Millionen Menschen. Schätzungen zufolge gibt es weltweit rund 220 Millionen Französischsprecher.

Die OIF führt multilaterale solidarische und politische Kooperationsmaßnahmen zum Wohle der Bevölkerung der Mitgliedsstaaten durch. Gehandelt wird unter der Beachtung der Statuten und Prioritäten der OIF. Hierzu gehören die Prinzipien der kulturellen und sprachlichen Diversität unter dem Aspekt der Förderung der französischen Sprache sowie Frieden, nachhaltige Entwicklung, Bildung, Demokratie und Menschenrechte.

An deutschen Schulen rangiert das Lehrfach Französisch nicht zuletzt aufgrund der engen Wirtschaftsbeziehungen mit dem frankophonen Raum nach dem Englischen unverändert auf Platz zwei der lebenden Fremdsprachen.