Stadt Bayreuth

01.04.2010

Komplexe Landschaften – komplexe Fragen

TERRECO-Workshop findet ab 10. April in Bayreuth statt

Professor TenhunenMehr als 60 Teilnehmer aus Korea, China und Deutschland werden zu einem Workshop des Projektes Complex Terrain and Ecological Heterogenity (TERRECO) ab dem 10. April in Bayreuth erwartet.

Wie Professor Dr. John Tenhunen, Inhaber des Lehrstuhls für Pflanzenökologie an der Universität Bayreuth und Sprecher des Internationalen DFG-Graduiertenkolleges TERRECO, erklärte, verfolgt der bevorstehende Workshop vorrangig zwei Ziele: „Wir werden die Arbeitsschwerpunkte für unsere Doktoranden für den Sommer 2010 festlegen und vorbereiten. Und wir bringen die wissenschaftliche Kooperation zwischen den koreanischen und deutschen Projektpartnern einen Schritt voran.“

Das Projekt TERRECO, gestartet im März 2009, befasst sich nach Angaben von Professor Dr. Tenhunen mit dem Spannungsverhältnis zwischen der Agrarproduktion in Bergregionen Koreas und dem Schutz des für die Trinkwassergewinnung wichtigen Reservoirs Lake Soyang in der Provinz Gangwon. Ein konkretes Problem: „In der steilen Bergregion wird Dünger aus dem Boden ausgewaschen, der sich im Trinkwasserreservoir wiederfindet“, so Tenhunen. „Für uns stellt sich die Frage: Wie vereinbaren wir die Landwirtschaft im Hochland, die quantitativ und qualitativ von hoher Bedeutung ist, mit den Belangen des Natur- und Wasserschutzes?“

Dass TERRECO über den Anspruch, zur Lösung des koreanischen Problems beizutragen, deutlich hinaus geht, zeigt ein Blick auf die Teilnehmerliste des Workshops in Bayreuth. Auch aus China nehmen Umweltexperten teil – dorthin, voraussichtlich auch nach Japan  und in andere komplexe Gebiete der Erde sollen sich die Projekterkenntnisse exportieren lassen. Im kommenden Jahr soll sich eine TERRECO-Summer-School mit der Übertragbarkeit der Forschungsergebnisse auf andere Bergregionen in Asien und Europa beschäftigen.

(Quelle: Pressestelle Universität Bayreuth)