Stadt Bayreuth

27.01.2011

Konjunkturhoch in der Bayreuther Wirtschaft

IHK-Konjunkturbefragung

Die Bayreuther Wirtschaft profitiert aktuell offenbar in hohem Maße von der guten wirtschaftlichen Entwicklung im Lande. Das zeigen die Ergebnisse der jüngsten Konjunkturbefragung der IHK für Oberfranken Bayreuth. Bei den befragten Bayreuther Unternehmen bleibt die Stimmung gut. Die aktuelle Geschäftslage wird noch einmal besser eingeschätzt als im Herbst und auch der Blick in die Zukunft bleibt sehr optimistisch. Der Konjunkturklimaindikator aus Lage und Erwartungen erreicht für Stadt und Landkreis Bayreuth gute 138 Punkte (Herbst: 132 Punkte), 129 Punkte sind es oberfrankenweit. Gemeinsam mit dem Landkreis Kulmbach ist das der Spitzenwert aller oberfränkischen Teilregionen.

„Der überwiegende Teil der Bayreuther Unternehmen verzeichnet derzeit eine gute Geschäftslage. Der Aufschwung hat auch hier in der Region eine breite Basis in allen Wirtschaftszweigen“, so Oliver Gießübel, Vorsitzender des Industrie- und Handelsgremiums (IHG) Bayreuth, zu den Ergebnisse der Befragung. „Schwungrad sind vor allem die Industrie und die unternehmensnahen Dienstleister, doch auch der Handel profitiert vom Aufschwung. Wir gehen mit viel Zuversicht in das Jahr 2011“. Aktuell beurteilen 49 Prozent (Herbst: 42 Prozent) der befragten Unternehmen ihre Geschäftslage positiv, nur 8 Prozent (Herbst: 14 Prozent) bewerten sie negativ (Oberfranken: 43 bzw. 9 Prozent).

Oberfrankenweit wird die aktuelle Geschäftslage in allen Wirtschaftsbereichen positiv bewertet. Besonders zufrieden mit ihrer Geschäftslage sind neben der Industrie das Transportgewerbe und die Dienstleistungsunternehmen. „In der Industrie sind es gerade die exportorientierten Unternehmen, die sich nach der Krise gut am Weltmarkt behaupten können, doch auch das Inlandsgeschäft läuft stabil. Auch die Verbraucher zeigen sich zuversichtlich, was sich über eine hohe Konsumneigung positiv auf Handel und Dienstleistungen auswirkt“, erläutert Stv. IHK-Hauptgeschäftsführer, Wolfram Brehm, Konjunkturexperte der Kammer.

Hohe Erwartungen an die Zukunft
Auf der Basis der guten Geschäftslage wird der Blick der Bayreuther Wirtschaft in die Zukunft noch optimistischer: 40 Prozent (Herbst: 28 Prozent) der Unternehmen sehen den kommenden Monaten zuversichtlich entgegen, nur 4 Prozent (Herbst: 10 Prozent) befürchten eine Verschlechterung (Oberfranken: 33 bzw. 9 Prozent). Erwartet werden ein auf hohem Niveau stabiles Exportgeschäft und eine wachsende Inlandsnachfrage. Zu erwarten sind dann eine weiter verbesserte Kapazitätsauslastung und nachfolgend eine bessere Ertragslage der Unternehmen. Die Investitionsneigung steigt auf hohem Niveau noch einmal an: 98 Prozent (Herbst: 97 Prozent) der befragten Unternehmen im Wirtschaftsraum Bayreuth planen für die kommenden Monate Investitionen im Inland.

Oberfrankenweit rechnen inzwischen wieder mehr Unternehmen mit einer wachsenden als mit einer abnehmenden Beschäftigtenzahl. Und auch im Wirtschaftsraum Bayreuth ist die Einschätzung optimistisch: 31 Prozent der befragten Unternehmen gehen von einer zunehmenden (Herbst: 19 Prozent), nur 10 Prozent (Herbst: 12 Prozent) von einer abnehmenden Beschäftigtenzahl aus (Oberfranken: 23 bzw. 11 Prozent). „Mit einer aktuellen Arbeitslosenquote von nur 5,1 Prozent im Agenturbezirk Bayreuth präsentiert sich der regionale Arbeitsmarkt auch im Winter erstaunlich robust“, so Gießübel. „Das zeigt nicht nur, dass die Wirtschaft läuft, sondern auch, dass unsere Unternehmen ihre guten Fachkräfte halten wollen.“

Gießübel: „Ausbilden und Mitarbeiter qualifizieren“
Der drohende Fachkräftemangel ist für den IHG-Vorsitzenden denn auch die größte Herausforderung für die regionale Wirtschaft. Um den Bedarf an gut ausgebildeten Fach- und Führungskräften auch langfristig halten zu können, müssten die Unternehmen vor allem auf Aus- und Weiterbildung setzen. „Die besten und sichersten Maßnahmen gegen den Fachkräftemangel sind das Anbieten von Ausbildungsplätzen und Investitionen in die Qualifizierung der eigenen Mitarbeiter, so Gießübel. Daher sei es gut und richtig, dass sich die IHK unter ihrem Jahresthema „Gemeinsam für Fachkräfte – bilden, beschäftigen, integrieren“ diesen Schwerpunkt für das Jahr 2011 gesetzt habe. „Die Region bietet günstige Lebens- und Arbeitsbedingungen und die Chancen auf Ausbildungsstellen stehen für die Jugendlichen derzeit gut. Die Perspektiven, die sich in Oberfranken bieten, müssen aber auch konsequent kommuniziert werden. Nur so kann es gelingen, insbesondere junge Menschen und Familien für die Region zu begeistern“, betont der IHG-Vorsitzende.

(Quelle: IHK für Oberfranken Bayreuth)