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11.06.2010

Konkrete Konzepte gefragt

Gartenschau 2016: Wettbewerb für Landschaftsplaner startet

Knapp sechs Jahre vor der Landesgartenschau in Bayreuth 2016 sind demnächst die Landschaftsarchitekten am Zug. Im Rahmen eines landschaftsplanerischen Wetbewerbs sollen sie Vorschläge einreichen, wie das für die Schau ausgesuchte Gelände an der Oberen Röth, als zwischen Eremitage und Volksfestplatz, dann aussehen könnte.

Das Landesgartenschau-Gelände in Bayreuth soll unter anderem eine Auesee bekommen.

Das Landesgartenschau-Gelände in Bayreuth soll unter anderem einen Auesee bekommen.

Es geht um konkrete Gestaltungs- und Nutzungskonzepte für künftig unterschiedliche Parkbereiche in der Oberen Mainaue. Dabei gilt es, nicht nur für eine interessante Ausstellung zu sorgen, sondern das Gelände auch nachhaltig zu entwickeln. Denn zu den Intentionen von Gartenschauen gehört es unter anderem, den Bürgern Rückzugs- und Freizeitflächen zu hinterlassen, die die Lebensqualität spürbar steigern.

Im Ausschuss

Im Bauausschuss des Bayreuther Stadtrats wurde der Text für die Auslobung des Wettbewerbs mittlerweile behandelt. Die demnächst geplant Auslobung des Wettbewerbs wird im Amtsblatt der Europäischen Union veröffentlicht und auch über eine Internet-Plattform der Architektenkammer bekannt gemacht. Im Stadtplanungsamt rechnet man mit 30 bis 40 Teilnehmern. Das ist ein Erfahrungswert der letzten Landesgartenschauen. Nicht jeder Landschaftsarchitekt werde sich angesprochen fühlen. Und nicht jeder, dessen Interesse geweckt wird, werde schließlich auch einen Beitrag einreichen.

Die Auslobung des EU-weiten Wettbewerbs basiert auf dem Landesgartenschau-Konzept, das in Zusammenarbeit mit dem Berliner Büro plancontext entstand und mit dem Bayreuth den Zuschlag erhielt. Im Zuge der Erarbeitung der Auslobungsunterlagen ist auch die Gesellschaft zur Förderung der bayerischen Landesgartenschauen eingebunden worden. Am Ende des Wettbewerbs steht die Preisvergabe. Die Gesamtsumme steht fest, über die Zahl der Preisträger und dami die Höhe der einzelnen Geldpreise ist noch nicht entschieden. Einer der Preisträger dürfte dann auch den Zuschlag bekommen und die planerische Gestaltung der Landesgartenschau Bayreuth 2016 übernehmen.

13 Preisrichter

Ein Preisgericht besetzt mit sieben Fach-Preisichtern (Stadtplaner, Landschaftsarchitekten) und mit sechs Sach-Preisrichtern (politische Vertreter) wird die Platzierung der eingereichten Beiträge festlegen. In dem Gremium sind auch noch beratende Mitglieder (ohne Stimmrecht) vertreten. Das Preisgericht wird zur abschließenden Festlegung des Auslobungstextes noch vor den Sommerferien erstmals zusammenkommen.

Der Start-Zeitpunkt der Auslobung des Wettbewerbs ist abhängig von der Gründung einer Durchführungsgesellschaft. Die sollte noch 2010 erfolgen; der Wettbewerb erstreckt sich dann über vier bis fünf Monate. Das Gelände ist groß, gefragt sind Konzepte für die Zeit der Schau und für die Dauernutzung danach. Die Vorschläge werden laut Stadtplanungsamt sicher nicht bis ins kleinste Detail gehen, aber schon Einzelheiten der Nutzung und Gestaltung einzelner Teilräume beinhalten. Die Beiträge der Landschaftsarchitekten werden übriges nach Entscheidung des Preisgerichts auch der Öffentlichkeit in einer Ausstellung vorgestellt.

Der Entwurf des Auslobungstextes war eine zeitintensive Angelegenheit. In ihn sind auch Ideen von Bürgerinnen und Bürgern sowie die Ergebnisse eines Workshops eingeflossen. Schließlich haben sich dazu auch noch andere Gremien geäußert wie etwa der Behindertenbeirat der Stadt und der neu gegründete Förderverein der Landesgartenschau.

Sicher wird es von potenziellen Teilnehmern am landschaftsplanerischen Wettbewerb Rückfragen zur Aufgabenstellung geben. Über diese Fragen und auch über die entsprechenden Antworten werden dann alle Bewerber informiert, um eine absolute Chancengleicheit und einen identischen Wissensstand zu gewährleisten.

In Bayreuth wurde in den vergangenen Wochen und Monaten im Zusammenhang mit der Landesgartenschau 2016 zudem der Grunderwerb betrieben, sodass sich nun die benötigten Flächen zum Großteil in der Hand der Stadt befinden. Damit ist gewährleistet, dass sich eine gute Schau durchführen lässt.

Keine Boden-Probleme

Entwarnung gab es inzwischen von Sachverständigen in Sachen Altlasten im ehemaligen Bett des Roten Mains (Altarm) auf dem beabsichtigten Gartenschau-Gelände. Bodenproben ergaben, dass die Ablagerungen aus der Nachkriegszeit (durchweg ortsnaher Erdaushub, Asche) zur Nutzung des Geländes für die Landesgartenschau nicht problematisch ist.

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