Stadt Bayreuth

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27.10.2010

Konzept zur Neugestaltung Wahnfrieds überzeugt Stadtrat

Entwurf des Berliner Architekturbüros Staab soll umgesetzt werden – Sanierung und Museumsneubau für rund 12 Millionen Euro

Staab-EntwurfDas Richard-Wagner-Museum Bayreuth in Haus Wahnfried soll in den kommenden Jahren einer umfassenden Sanierung und Neugestaltung unterzogen werden, die auch den Bau eines neuen Museumsgebäudes beinhaltet. Hierfür hat der Stadtrat in seiner Sitzung am Mittwoch, 27. Oktober, grünes Licht gegeben.

Damit folgt das Gremium mit klarer Mehrheit einer Empfehlung des Bauausschusses, der bereits am 26. Oktober für eine Umsetzung des Entwurfes des Berliner Architekturbüros Staab plädiert hatte. Staab ist 1. Preisträger eines europaweiten Architektenwettbewerbs zur Umgestaltung von Haus Wahnfried, den die Stadt Bayreuth ausgeschrieben hatte.

Jetzt gilt es, die Planung zu verfeinern, die exakten Baukosten zu ermitteln und einen Bauzeitenplan zu erstellen. Parallel hierzu arbeitet das Stadtplanungsamt an einem Bebauungsplan-Entwurf, der dem Stadtrat schon in Kürze vorgelegt werden soll.

Das Konzept

Mehr als 30 Jahre nach der Eröffnung des Richard-Wagner-Museums in Haus Wahnfried 1976 ist die Notwendigkeit einer baulichen Sanierung des Hauses und einer umfassenden Neugestaltung des Museums unabweisbar geworden. Haus Wahnfried als Wohnhaus Richard Wagners und seiner Familie soll dabei künftig vor allem in seiner Bedeutung als authentischer Ort von höchstem kulturgeschichtlichen Rang gestärkt und vielfältig erlebbar gemacht werden. Eine attraktive Ausstellungsgestaltung, die Förderung der Wagner-Forschung und die aktive Vermittlung des umfassenden Kulturphänomens Richard Wagner im Rahmen eines zeitgemäßen, besucherorientierten Museumsbetriebs machen zudem einen Museums-Neubau mit ausreichenden Depotflächen zwingend erforderlich.

Der Stiftungsrat der Richard-Wagner-Stiftung als Trägerin des Richard-Wagner-Museums Bayreuth mit Nationalarchiv und Forschungsstätte hat daher bereits im Mai vergangenen Jahres für das von der Museumsleitung vorgelegte Nutzungskonzept gestimmt und sich für die Auslobung eines Realisierungswettbewerbs für den erforderlichen Neubau ausgesprochen.

Europaweiter Wettbewerb

Am 22. März 2010 wurde die europaweite Ausschreibung des Wettbewerbs veröffentlicht. Aus weit über 200 Bewerbungen wurden 25 Teilnehmer ausgewählt, darunter international renommierte Architekturbüros. Letztlich wurden bis Ende August 23 Entwürfe mit den entsprechenden Planunterlagen und Modellen eingereicht. Am 7./8. Oktober fand die Sitzung des Preisgerichts statt, bei der das Konzept des Berliner Architekturbüros Staab zum Sieger gekürt wurde. Staab hat unter anderem das Neue Museum Nürnberg und das Museum Georg Schäfer in Schweinfurt entworfen.

Das neue Museumsgebäude – eine filigrane Glaskonstruktion -überzeugte jetzt auch das Bayreuther Stadtratsplenum. Es bietet im Erdgeschoss Platz für Wechselausstellungen sowie sonstige Veranstaltungen. Im Untergeschoss, das über Aufzüge und Treppen erreichbar und durch Lichthöfe beleuchtet wird, soll die Wagner-Dauerausstellung Platz finden. Ein Museumsshop und ein Café ergänzen das Konzept. “Auf zurückhaltende Art und Weise wird im Bereich des Wahnfried-Gebäudes mit dem Staab-Entwurf ein neuer Akzent gesetzt, der das Wagner-Museum in eine neue Dimension führt”, so Bayreuths Oberbürgermeister Dr. Michael Hohl. Ziel sei es, das seit Anfang September geschlossene Museum für seine Besucher im Wagner-Jubiläumsjahr 2013 wieder zu eröffnen. Der Kostenrahmen für das Projekt beläuft sich auf rund 12 Millionen Euro.