Stadt Bayreuth

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12.09.2006

Konzertierte Aktion Aufschwung

Um die Bevölkerungssubstanz von Bayreuth Stadt und Land langfristig zu sichern, brauchen junge Menschen der Region attraktive Lebensperspektiven – also vor allem sichere Ausbildungs- und Arbeitsplätze. Beim diesjährigen “Handwerkergespräch” im Rathaus appellierte Oberbürgermeister Dr. Michael Hohl daher nachdrücklich an die anwesenden Innungsobermeister, Vertreter der Handwerkskammer sowie der Kreishandwerkerschaft, wo immer möglich zusätzliche Lehrstellen zu schaffen.

Großer Bedarf an qualifizierten Ausbildungsangeboten

Der demographische Wandel und die damit verbundene Überalterung unserer Gesellschaft geht auch an Bayreuth nicht spurlos vorbei. OB Dr. Hohl nutzte daher das traditionelle Zusammentreffen mit den Vertretern des Bayreuther Handwerks – an ihrer Spitze Handwerkskammer-Hauptgeschäftsführer Horst Eggers und Kreishandwerksmeister Manfred Lang – zu einer eindringlichen Bitte, bei der Sicherung der Zukunftsfähigkeit der ostoberfränkischen Region den Schulterschluss von Politik und Wirtschaft zu üben. Denn trotz aller anerkennenswerter Anstrengungen der vergangenen Jahre bestehe in Stadt und Land nach wie vor großer Bedarf an qualifizierten Ausbildungsangeboten für junge Menschen. Das Rathaus, so Hohl, gehe dabei mit gutem Beispiel voran und bilde stark über den eigenen Bedarf aus.

Bei den Vertretern des Handwerks stieß der Appell des Oberbürgermeisters auf ein positives Echo. Handwerkskammer-Hauptgeschäftsführer Horst Eggers unterstrich die wichtige Rolle des Handwerks für die Wirtschaftskraft der Stadt. 800 Betriebe mit 6 000 Beschäftigten verdeutlichten die starke Stellung des Handwerks in und für Bayreuth. Den damit verbundenen Verpflichtungen für den Ausbildungssektor komme man auch im Jahr 2006 wieder mit einer beeindruckenden Ausbildungsquote nach.

Hohe Bereitschaft zur Ausbildung

Kreishandwerksmeister Manfred Lang attestierte dem Handwerk ebenfalls eine hohe Bereitschaft zur Ausbildung – auch in wirtschaftliche schwierigen Zeiten. Viele Betriebe stünden jedoch vor dem Problem, qualifizierten und lernwilligen Nachwuchs zu finden. Die Ausbildungsbereitschaft junger Menschen und ein vernünftiger Schulabschluss seien daher absolute Grundvoraussetzungen für eine erfolgreiche Lehrstellenbewerbung.

Zehn Millionen Euro für Bayreuths Schulen

Dass dem Bayreuther Handwerk auch in Zukunft die Arbeit nicht ausgehen wird, dafür sorgen nicht zuletzt zahlreiche städtische Investitionen. OB Dr. Hohl verwiese in diesem Zusammenhang auf das derzeit an Bayreuths Schulen laufende Ausbau- und Sanierungsprogramm mit einem Volumen von rund zehn Millionen Euro. Die baulichen Voraussetzungen für das achtstufige Gymnasium, das neue Angebot der Ganztagsbeschulung an der Albert-Schweitzer-Schule, aber auch der laufende Bauunterhalt für die Pflege der Substanz der zahlreichen Bayreuther Schulen haben gerade in den vergangenen Wochen der Sommerferien vielen Bayreuther Firmen des Bau- und Ausbaugewerbes willkommene Aufträge beschert. Die Stadt, so OB Dr. Hohl, werde auch in Zukunft die gegebenen Spielräume nutzen, um derartige Investitionspakete zu einem wirtschaftlichen Impuls für die heimischen Handwerksbetriebe zu machen.

Konzertierte Aktion Innenstadt

Abschließend kündigte der Oberbürgermeister für den kommenden Herbst den Startschuss für eine vom Rathaus initiierte konzertierte Aktion Innenstadt an. Vor allem auf privater Seite habe man in Bayreuths “guter Stube” beträchtlichen Investitionsbedarf ausgemacht. Die Stadt, so Dr. Hohl, wolle nunmehr einen Diskussionsprozess initiieren, der in eine nachhaltige Aufwertung der Innenstadt münden soll: “Wenn alle Akteure der Innenstadt – Einzelhändler, Hauseigentümer und Verwaltung – an einem Strang ziehen, sollte es uns gelingen, einen echten Prozess des Aufschwungs in Gang zu setzen.” Seitens des Handwerks wurde ihm hierzu volle Unterstützung signalisiert. Eine attraktive Innenstadt müsse das gemeinsame Ziel von Stadt, Handwerk und Einzelhandel sein, von dem letztlich auch alle profitierten.