Stadt Bayreuth

IM FOKUS

ONLINE-TERMINRESERVIERUNG

18.04.2008

Kreuzotter und Schlingnatter entdeckt

Reptilien sind nach dem Bayerischen Tierschutzgesetz geschützt

Im Rahmen der zoologischen Stadtbiotopkartierung wurden im Stadtgebiet von Bayreuth neben der Ringelnatter auch die seltene Kreuzotter und die Schlingnatter gefunden. Die Stadtverwaltung macht in diesem Zusammenhang darauf aufmerksam, dass Reptilien nach dem Bayerischen Naturschutzgesetz geschützt sind und das Töten geschützter Tiere mit einer Geldbuße geahndet werden kann.

Die Ringelnatter bewohnt vor allem Feuchtgebiete mit einer reichstrukturierten Umgebung. Die einzige Eier legende Schlange Oberfrankens benötigt für ihre Eiablage vor allem vermodernde Baumstümpfe, angeschwemmte Laub- oder Röhrichthaufen, aber auch Komposthaufen.

Die Schlingnatter bewohnt vorwiegend trockenwarme Lebensräume wie zum Beispiel Magerrasen an den Muschelkalkhängen östlich von Bayreuth. Sie braucht ebenso wie die Kreuzotter besonnte, offene Flächen zum Aufwärmen.

Die Kreuzotter bevorzugt offene Zwergstrauchheiden, Waldschläge und Waldränder als Lebensraum. Sie ist die einzige Giftschlange in unserer Gegend, ist aber recht scheu und meidet den Kontakt mit Menschen von vornherein.

Im Frühjahr kann es jedoch durchaus passieren, dass man eine Schlange entdeckt oder gar aufstört, die sich an einem sonnigen Platz aufwärmt. Keinesfalls darf man dann zu einem Stock greifen, um das vermeintlich „giftige“ Tier zu erschlagen. Wer einer Schlange begegnet, braucht sich nicht angegriffen zu fühlen. Es genügt, einige Schritte zurückzutreten, um so den vermeintlichen „Gefahrenbereich“ zu verlassen.

Die Stadtverwaltung bittet die Bevölkerung, Schlangen nicht zu töten, sondern auch diese Tiere als schutzbedürftige Lebewesen und als einen Teil der zu erhaltenden Natur zu betrachten.