Stadt Bayreuth

IM FOKUS

11.10.2012

Kunst im öffentlichen Raum: Bevölkerung um Mithilfe gebeten

Ende des Jahres soll eine Publikation des Kunstmuseums erscheinen
Dr. Marina von Assel, Leiterin des Kunstmuseums, Heimatpfleger Franz Simon Meyer und Oberbürgermeisterin Brigitte Merk-Erbe bitten die Bevölkerung um Mithilfe im Rahmen einer Publikation zu Kunstwerken im öffentlichen Raum nach 1945.Ende des Jahres wird eine umfangreiche Materialsammlung des Bayreuther Heimatpflegers Franz Simon Meyer durch das Kunstmuseum Bayreuth publiziert. Geplant ist ein Bilder- und Lesebuch mit Informationen über Bayreuther Kunstwerke, die nach 1945 an Gebäuden und auf Plätzen im öffentlichen Raum entstanden. Die Bayreuther Bürgerinnen und Bürger sind aufgefordert, hierzu Anregungen  beizusteuern und fehlende Daten zu ergänzen.

In der Publikation wird auch ein Stadtplan zu finden sein, damit alle Objekte in Stadtspaziergängen auch von den Bürgern erwandert und erfahrbar werden können.

Im Bayreuther Stadtgebiet finden sich sowohl Mosaike, Sgraffiti und Reliefs an Siedlungshäusern der fünfziger und sechziger Jahre als auch Wandgestaltungen, freistehende Skulpturen und künstlerische Brunnen, die im Zuge von Neubauten bis zu diesem Jahr realisiert wurden. Einen besonderen Schwerpunkt nehmen die Kunstwerke auf dem Universitätsgelände und die Skulpturen, die der Förderkreis Skulpturenmeile Bayreuth e.V. der Stadt Bayreuth schenkte, ein.

Die Liste der Künstlerinnen und Künstler, deren Werke in Bayreuth zu sehen sind, ist lang, sie reicht von Horst Antes über Stefan Balkenhol, Werner Froemel, Norbert Kricke, Georg Meistermann oder den Brüdern Russ bis zu Caspar Walter Rauh.

“Manche Kunstwerke blieben trotz aufwändiger Recherche vielleicht dennoch unentdeckt, über das eine oder andere Kunstwerk fehlen uns noch wichtige Informationen”, erklärt Oberbürgermeisterin Brigitte Merk-Erbe. “Daher ergeht hier der herzliche Aufruf an die Bevölkerung zur Mithilfe!”

Die Leiterin des Kunstmuseums, Dr. Marina von Assel, bezeichnete die Recherche und Publikation als “ein unglaublich wichtiges Projekt”. Die Kunstwerke aus den Jahren seit 1945 spiegelten jedes für sich Stadtgeschichte und Zeitgeist der Entstehungsjahre wider. An vielen der Werke gehe man tagtäglich vorbei, ohne sie zu bemerken. “Wir möchten erfassen, was es zu diesem Thema in Bayreuth alles gibt”, so die Museumsleiterin. Zusammen mit Heimatpfleger Franz Simon Meyer hofft sie nun, dass aus der Bevölkerung Anregungen zu bislang unentdeckten oder unerwähnten Kunstwerken im öffentlichen Raum kommen. “Von wem stammt das Kunstwerk, wann wurde es geschaffen?”, dies seien die Fragen, die Zeitzeugen beantworten könnten.

Als Geschenk und Dankeschön für die Mitarbeit winkt ein ebenso lustvolles wie lesenswertes Buch über die Bayreuther Kunst im öffentlichen Raum.

Anregungen oder Ergänzungen sind an das Kunstmuseum, Tel.  0921 / 76 45 312, E-Mail: info@kunstmuseum-bayreuth.de, zu richten.