Stadt Bayreuth

IM FOKUS

07.05.2009

Kunst in Bewegung

Ausstellung von Bernhard Schwichtenberg in der Ausstellungshalle des Neuen Rathauses

“Kunst in Bewegung” lautet der Titel der Ausstellung mit Collagen, Prägedrucken und kinetischen Objekten des Kieler Künstlers Bernhard Schwichtenberg, die das Kunstmuseum Bayreuth vom 6. Mai bis 25. Juni in der Ausstellungshalle des Neuen Rathauses präsentiert.

Bernhard Schwichtenberg, Kunstprofessor, Sachensammler, „Objekte-Werker“ und als “homo ludens” wie als “homo politicus” rundum gesellschaftlich wirkender Mensch aus Kiel schafft es seit den 60er Jahren immer wieder, das Ausstellungspublikum in Bewegung zu versetzen.

Seine kinetischen Objekte regen zum Mitmachen an. Sie sind in Bewegung zu versetzen und bewegen mit ihren sozial engagierten Inhalten im Beuys’schen Sinne “pro-vokativ”, um in den Menschen das eigene Handeln zum Besseren hin hervorzurufen.

Schwichtenberg wurde 1938 in Berlin geboren, aufgewachsen ist er in Köln. Nach dem Abitur absolvierte er ein Grafikstudium an der Muthesius-Werkschule in Kiel. Seit 1965 ist er als Designer und mit ersten kinetischen Objekten als Künstler freiberuflich tätig und lehrt im Bereich Ausstellungs- und Display-Design an der Muthesius-Schule, seit 1978 bis zu seiner Emeritierung 2004 als Professor für Grafik-Design 3D an der heutigen Muthesius Kunsthochschule, dort 1987-90 als Dekan.

1989 und 2004 ist er Mitglied der Bundesversammlung und über 30 Jahre lang Mitglied im Bund Deutscher Grafik-Designer (BDG) sowie seit 1970 im Bundesverband Bildender Künstler/LV Schleswig-Holstein, dessen Vorsitz er von 1993 bis 2005 innehat. Bernhard Schwichtenberg blickt mit über 60 Einzelausstellungen im In- und Ausland sowie mehr als 200 Ausstellungsbeteiligungen auf eine reiche Ausstellungstätigkeit zurück. Und hat zahlreiche Arbeiten als “Kunst am Bau” bzw. “Kunst im öffentlichen Raum” realisiert.

Für Bayreuth hat der Künstler ein spezielles Werk entwickelt: Das “Bayreuther Guckkästchen” vom barocken Markgräflichen Opernhaus Bayreuth wird in drei Versionen in der Ausstellung zu sehen sein, wobei jeweils eine kleine kinetische oder lichtkinetische Spielerei auf der Minibühne eingebaut wurde, die die Betrachter per Kippschalter in Gang setzen können.

Die Ausstellung ist eine Kooperation zwischen Kiel, Gelsenkirchen und Bayreuth. Sie wird am Mittwoch, 6. Mai, um 18 Uhr mit einer Einführung von Björn Engholm eröffnet und ist von einem reich bebilderten Katalog begleitet.

www.kunstmuseum-bayreuth.de