Stadt Bayreuth

IM FOKUS

24.02.2012

Kunst soll offen sein für Jedermann

Das Kunstmuseum bietet jede Menge, um die Menschen für Kunst zu begeistern

Blick in die Brautgasse: Rechts das Kunstmuseum.Mit der Kunst ist es so eine Sache: Man braucht ein bisschen Mut, um die Schwellenangst zu überwinden, man braucht Muße und Ruhe, um sie zu erfahren, und man braucht eine gewisse Offenheit, um sie zu erleben. Deshalb lässt das Kunstmuseum Bayreuth die Menschen nicht allein, sondern unterstützt sie durch ein umfassendes museumspädagogisches Konzept für Jedermann.

Dr. Marina von Assel, die Leiterin des Kunstmuseums, spricht gar nicht von einem museumspädagogischen Konzept. Sie bezeichnet es als „Vermittlungsarbeit“, denn immerhin will das Kunstmuseum alle ansprechen, „von 3 bis 99“, wie sie sagt. Dafür gibt es jede Menge Aktionen, die immer wieder wechseln, die Kunst immer wieder aus neuen Blickrichtungen erfahren lassen – immer abgestimmt auf die gerade laufende Ausstellung in den herrlichen Räumen im Alten Rathaus.

MiniMax heißt das Angebot für die Kleinsten von drei bis fünf Jahren. Die Fünf- bis Achtjährigen treffen sich in der WilliWerkstatt, für Schüler und Jugendliche gibt es verschiedene Programme, ein Erwachsenen-Programm bietet Führungen und praktische Kunst-Arbeiten an, und selbst das Seniorenangebot mit dem Titel „Generation 50 + Kunst“, gefördert von verschiedenen Seniorenstiftungen, bietet Einblicke in die Welt der Kunst.

Kunst kommt zu den Menschen

Gerade bei den Senioren, aber nicht nur dort, wird deutlich, wie lebendig das Vermittlungskonzept des Kunstmuseums ist. „Die Kunst kommt auch zu den Menschen“, sagt Dr. Marina von Assel. Dazu gehören Besuche in Altenheimen genauso wie in Kindergärten oder Schulen. Entsprechendes Material steht zur Verfügung. Im Museum selbst werden natürlich Führungen und Erklärungen angeboten, aber auch ganz praktische Arbeiten. Dazu gibt es im Nebengebäude eine eigene museumspädagogische Werkstatt. Hier wird – passend zum Thema der gerade laufenden Ausstellung – gebastelt und praktisch gearbeitet – von Senioren genauso wie von Kindern. Hier finden auch Kindergeburtstage statt, bei denen die Kunst im Mittelpunkt steht.

Das Vermittlungskonzept, das es schon seit der Eröffnung des Museums vor zwölf Jahren gibt, kostet natürlich auch etwas. Deshalb ist die Leiterin des Kunstmuseums froh, Gelder vom Förderkreis des Museums und zahlreichen Serviceclubs und Sponsoren zu bekommen. Denn aus ihrer Sicht ist es dringend nötig, dass sich die Menschen mit der Kunst beschäftigen, „weil Kunst einfach wichtig ist“, wie sie sagt. Darüber hinaus sei es auch Öffentlichkeitsarbit für das Museum. „Wir müssen schon die Kleinsten heranführen und immer wieder an der Hand nehmen, um sie mit dem Museum und der Kunst, die dort gezeigt wird, vertraut zu machen“, sagt Dr. Marina von Assel. Eine Marketing-Arbeit, die sich vielleicht erst in 20 bis 30 Jahren auszahlen wird. Aber wertvoll ist sie auf jeden Fall.

Kunstmuseum Bayreuth
im Alten Barockrathaus
Maximilianstraße 33
Tel.: (09 21) 76 45-310
Fax: (09 21) 76 45-320
E-Mail: info@kunstmuseum-bayreuth.de

geöffnet:
Di. – So.: 10 – 17 Uhr

Eintritt: 2 €, ermäßigt 1 €

Das Alte Rathaus wurde mit einem Aufzug und behindertenfreundlichen Rampen ausgestattet