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24.11.2006

Kunstmuseum zeigt Arbeiten von Bibow

Das Kunstmuseum Bayreuth zeigt vom 4. bis 28. Dezember in der Ausstellungshalle des Neuen Rathauses Zeichnungen und Karikaturen von Helmut Bibow.

Plakatmotiv aus der Ausstellung BibowBibow wurde 1914 in Essen geboren und studierte von 1932 bis 1934 an der renommierten Folkwang-Schule und an der Düsseldorfer Kunstakademie bei Joseph Enseling und Werner Heuser. Zwischen 1934 und 1938 reiste Bibow unter anderem nach Paris, Südfrankreich, Spanien und Italien – ja sogar bis zum Balkan, in den Nahen Orient und nach Nordafrika. Italien wurde später so etwas wie seine zweite Heimat. In den 30er Jahren entstanden Illustrationen für wissenschaftliche Berichte in verschiedenen Zeitschriften, Buchillustrationen und erste freie Graphik.

Im zweiten Weltkrieg war Bibow Frontmaler und Zeichner in einer Propagandakompanie, später Dolmetscher. Seit 1945 lebte er in Berlin und war als Freier Illustrator unter anderem für die amerikanischen Streitkräfte tätig. In der Nachkriegszeit zeichete Bibow unter anderem für die Zeitschriften “Revue” (1947) und “Schöner Wohnen” (1962) und brachte verschiedene Publikationen heraus.

Im Vergleich mit Alfred Kubin und Wilhelm Busch betonten seine Kritiker stets Bibows Talent, das Zeitgeschehen prononciert zu kommentieren und zugleich dem Phantastischen Raum zu geben, ohne allerdings den Boden der Tatsachen je zu verlassen. Bibows Graphiken waren auf zahlreichen Ausstellungen in Stuttgart, Hamburg, Köln und München zu sehen. Zu Lebzeiten und auch nach seinem Tode 1973 wurden seine Arbeiten mehrfach in der Neuen Münchner Galerie von Richard Hiepe gezeigt. Dort ergab sich ein intensiver Kontakt zu Dr. Helmut und Constanze Meyer, deren Kunststiftung das Kunstmuseum Bayreuther begründete.

Erstmals sind nun Blätter und Bücher von Helmut Bibow in der Ausstelungshalle des Neuen Rathauses zu aehen, darunter Bilder aus dem Zweiten Weltkrieg, Originalzeichnungen für die “Altfranzösischen Schwänke” und für den “Pinocchio” sowie zahlreiche spätere freie Zeichnungen und Karikaturen. Sie stellen einen kleinen, aber repräsentativen Querschnitt durch den Bestand der Dr. Helmut und Constanze Meyer-Kunststiftung im Kunstmuseum dar. Ein umfangreiches museumspädagogisches Programm begleitet die Ausstellung.

Ausstellungshalle des Neuen Rathauses, Luitpoldplatz 13, 95444 Bayreuth
geöffnet: Montag bis Donnerstag: 9 bis 17 Uhr; Freitag: 9 bis 15 Uhr

Kunstmuseum Bayreuth, Maximilianstraße 33, 95444 Bayreuth
Tel.: (09 21)76 45 310, Fax: (09 21)76 45 320
geöffnet: Dienstag bis Sonntag: 10 bis 17 Uhr
www.kunstmuseum-bayreuth.de