Stadt Bayreuth

IM FOKUS

09.01.2009

Kunstmuseum zeigt „Georg Tappert: Frauen!“

Ausstellung ist bis Februar 2009 im Alten Rathaus zu sehen

Das Kunstmuseum Bayreuth zeigt eine Ausstellung mit Arbeiten von Georg Tappert „Georg Tappert: Frauen!“ lautet der Titel einer Ausstellung im Kunstmuseum Bayreuth, die bis Anfang Februar 2009 zu sehen ist. Die Präsentation wird ergänzt durch ein umgfangreiches Begleitprogramm.  

Als Schenkung der Witwe Annalise Tappert bewahrt das Kunstmuseum 217 Zeichnungen, Aquarelle und Ölskizzen von Georg Tappert. Nach der Ausstellung „Photographische Augenblicke eines Malers nach 1900“, die hier 2001 zu sehen war, setzt das Kunstmuseum Bayreuth nun mit „Georg Tappert – Frauen!“ eine Ausstellungsreihe fort, die sich dem Lebenswerk Georg Tapperts widmen wird.

Georg Tappert (1880 – 1957) gehört zu den Wegbereitern der Moderne. Sein Lebenslauf liest sich wie ein Gang durch die Kunstgeschichte des 20. Jahrhunderts: er war Assistent des berühmten Architekten, Kunsttheoretikers und Malers Paul Schultze-Naumburg, unterhielt Kontakte mit Franz Marc, Wassily Kandinsky, Lyonel Feininger, Heinrich Vogeler und Otto Modersohn. In Worpswede war er Lehrer und Freund des jungen Wilhelm Morgner und beteiligte sich 1918 an der Gründung der „Novembergruppe“, einer der wichtigsten Künstlergruppen zwischen den Kriegen.

Tapperts Werk war bestimmt vom Kubismus und Futurismus und bereitete den Expressionismus und den Realismus der 1920er Jahre mit vor. Im Dritten Reich wurde er aus dem Amt gejagt und verfemt. Sein künstlerisches Schaffen gab er nahezu vollständig auf. Nach 1945 widmete er sich als Lehrer und später als Dekan der neu gegründeten Berliner Hochschule der Künste ausschließlich der Ausbildung junger Menschen.

Neben seinen Landschaften haben Georg Tappert in seinen Ölbildern, Zeichnungen, Graphiken und Photographien lebenslang vor allem Portraits und insbesondere Frauenbildnisse fasziniert. Er gehört zu den maßgeblichen Künstlern des 20. Jahrhunderts, die das Bild der Frau im Wandel der Zeit und der Gesellschaft darstellten.

Die Ausstellung mit zahlreichen Werken aus dem Bestand der Georg Tappert Stiftung in Schleswig, dem Landesmuseen Schloss Gottorf, der British American Tobacco sowie aus zahlreichen Privatsammlungen entstand mit Unterstützung durch Prof. em. Dr. Gerhard Wietek in Kooperation mit dem August Macke Haus in Bonn und unter der Kuratorenschaft von Frau Dr. Gesa Bartholomeyczik.

Katalog und umfangreiches Vermittlungsprogramm

Ein Katalog sowie ein umfangreiches Vermittlungsprogramm in Kooperation mit der Volkshochschule Bayreuth, dem Service Club Soroptimist International Bayreuth, der Bayerischen Schlösser- und Gärtenverwaltung Bayreuth, der Gleichstellungsbeauftragten der Stadt Bayreuth, dem Evangelischen Bildungswerk und dem Integrationsamt der Stadt Bayreuth begleiten die Ausstellung im Kunstmuseum Bayreuth. 

Parallel zeigt das Kleine Plakatmuseum im Kunstmuseum Bayreuth eine Ausstellung zum Thema „Wilhelmine und ihre (modernen) Schwestern“.

www.kunstmuseum-bayreuth.de