Stadt Bayreuth

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24.01.2011

Kunstmuseum zeigt Radierungen von Per Kirkeby

Vom 23. Januar bis 3. April sind Arbeiten aus der Sammlung des Morat-Instituts für Kunst und Kunstwissenschaft zu sehen

Das Kunstmuseum Bayreuth zeigt ab sofort bis 3. April Radierungen des dänischen Malers, Bildhauers, Architekten und Filmemachers Per Kirkeby. Die Arbeiten stammen aus der Sammlung des Morat-Instituts für Kunst und Kunstwissenschaft in Freiburg.

Kirkeby wurde 1938 in Kopenhagen geboren. Nach seinem Geologiestudium und mehreren Expeditionen unter anderem nach Grönland trat er 1962 einer avantgardistischen Künstlergruppe bei. In den 1960er Jahren arbeitete er unter anderem mit Beuys, Christiansen, Paik und Charlotte Moorman zusammen. In dieser Zeit entstanden auch erste Graphiken. In den 1970er Jahren wandte sich Kirkeby der informellen Malerei zu. Zeitgleich entstanden erste Backsteinskulpturen und –gebäude. Kirkeby ist wohl der bekannteste dänische Künstler seiner Generation und einer der wichtigsten zeitgenössischen europäischen Künstler.

Seit den 1960er Jahren hat er auch ein umfangreiches Werk an Radierungen geschaffen, viele davon als „Tagebucheintragungen“ ohne Auflagen oder als Einzelblätter. Seit 1986 publiziert Kirkeby fast ausschließlich Mappenwerke. Das herausragende Dokument dieser Tätigkeit ist das „Feldbuch“ von 1994 mit 80 Radierungen, Zustandsdrucken und autonomen Werken.

Die meisten Blätter erscheinen in der Konzentration auf die Farbe Schwarz mit all ihren Abstufungen sowie auf die formalen Gegebenheiten, die in dem Medium selbst liegen beinahe farbig, andere verfolgen die Mehrfarbigkeit als Grundprinzip. Die Radierungen sind nicht von ungefähr von erlebten und imaginierten Landschaften inspiriert. Sie bieten im Miteinander von einem breiten, malerischen Duktus und leisen, gewissermaßen flüchtigen Zeichnungen für den Betrachter immer wieder neue Entdeckungen.

Morat-Institut in Freiburg

Das Morat-Institut für Kunst und Kunstwissenschaft in Freiburg (i. Br.) bewahrt in seinen Sammlungen Werke unter anderem von Hoehme, Hermanns, Prantl und Bernhard sowie graphische Arbeiten von Kirkeby, Morandi, Beckmann, Ensor, Goya, Dürer und Schongauer. Aus dieser ebenso reichhaltigen wie großartigen Sammlung zeigt das Kunstmuseum Bayreuth – als zweites Projekt nach der großen Goya-Ausstellung der Morat-Sammlung in 2005 – insgesamt 146 Radierungen aus den Jahren 1963 – 1994, darunter „Grönlandfahrt“ (1993), „Feldbuch“ (1994) und fünf sehr großformatige Radierungen aus dem Jahr 1992.

   
 

Kunstmuseum Bayreuth
im Alten Rathaus
Maximilianstraße 33, 95444 Bayreuth
Tel.: (09 21) 76 45 310; Fax: (09 21) 76 45 320
E-Mail: info@kunstmuseum-bayreuth.de

geöffnet:
Dienstag – Sonntag: 10 – 17 Uhr

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