Stadt Bayreuth

IM FOKUS

01.07.2010

Kunstmuseum zeigt Sammlung Böcker

Vom 4. Juli bis 27. August in der Ausstellungshalle des Rathauses

Bild aus der Sammlung Viktor Vasarely, Farbserigrafie, 1962, ohne TitelDas Kunstmusem Bayreuth zeigt vom 4. Juli bis 27. August Arbeiten aus der Sammlung Felix und Sybille Böcker. Die Ausstellung wird im Neuen Rathaus der Stadt Bayreuth, Luitpoldplatz 13, präsentiert. Sie spiegelt das Ergebnis jahrzehntelanger intensiver Beschäftigung mit der modernen Malerei wieder.

Bei seiner Eröffnung im Dezember 1999 bestand das Kunstmuseum Bayreuth aus drei verschiedenen Sammlungen: der Dr. Helmut und Constanze Meyer Kunststiftung, der Georg Tappert Schenkung und der Caspar Walter Rauh Sammlung der Oberfrankenstiftung. Seitdem sind manche Stiftungen und Schenkungen dazu gekommen, viele Lücken wurden gefüllt, manches Neue konnte entdeckt werden.

Langjährige Zusammenarbeit mit dem Kunstmuseum

Eine langjährige freundschaftliche Zusammenarbeit verbindet das Kunstmuseum mit dem Sammlerpaar Prof. Dr. Felix und Sybille Böcker. Diese mündete 2008 in einer größeren Schenkung von Kohlezeichnungen, Aquarellen und Lithographien von Werner Knaupp, einem größeren Konvolut von Graphiken von Bernard Schultze und weiteren Arbeiten von Stefan Wewerka, Winfried Gaul und Victor Vasarely und anderen an das Museum.

Die Sammlung Felix und Sybille Böcker spiegelt das Ergebnis jahrzehntelanger Beschäftigung mit Kunst, wobei die Wege und Schwerpunkte unterschiedlich waren. Die erste Begegnung Felix Böckers mit neuer, teilweise ungegenständlicher Kunst fand der 15-Jährige in Iserlohn. In Leverkusen ergaben sich durch die Freundschaft mit Rolf Wedewer Künstlerkontakte zu Bernard Schultze, Adolf Luther oder Franz Bernhard, später in Bayreuth wurde das Werk Werner Knaupps gewichtiger Teil seiner inzwischen umfangreichen Sammlung. Sybille Böckers erster Kontakt mit moderner Malerei ergab sich in Bayreuth im Atelier des Malers und Bildhauers Friedrich Böhme und dessen Kollegen von der damaligen Künstlervereinigung „Freie Gruppe“. Ihre Wege zur Kunst liefen später über Hamburg und Paris, hier waren die Einflüsse von Freunden, Ausstellungen und Galerien und mit Werken unter anderem von Miotte, Soulages, Bellmer und Dahmen maßgebend. Zusammen sammelte das Ehepaar Böcker seit 1995 Werke von Künstlern aus der ehemaligen DDR, zum Beispiel von dem Stelzmannschüler Andreas Wachter oder von Hans-Hendrik Grimmling, aber auch aus Portugal, Österreich oder auch Argentinien.

Außer den oben genannten sind manche andere bekannte Künstler in der Sammlung von Felix und Sybille Böcker vertreten, so Heribert Bezold, Wolfgang Bühler, Ralph Fleck, Lucio Fontana, Raimund Girke, Hans-Hendrik Grimmling, Robert Häusser, Octavio Herrera, Edgar Hofschen, Bernd Klötzer, Sepp Laubner, Heino Naujoks, Heinz-Günter Prager, Alf Schuler, Ferdinand Spindel, Andre Thomkins, Michail Tichonov, Winfried Virnich, Dorothee von Windheim, Andreas Wachter, Josef Wedewer, Icke Winzer, Wilhelm Zimolong.

Seit seiner Arbeit im Bayreuther Nervenkrankenhaus wurde Werner Knaupp ein enger Freund und Weggefährte der Sammler. Mit den Arbeiten von Friedrich Böhme und Werner Froemel liegt ein besonderer Schwerpunkt der Sammlung in der frühen Nachkriegskunst Bayreuths. Begleitet wird dieser Schwerpunkt von Klassikern der Nachkriegsmoderne wie Adolf Luther, Lucio Fontana oder – heute zu Unrecht in Vergessenheit geraten – Ferdinand Spindel. Eine der Hauptaufgaben des Kunstmuseum Bayreuth wird in den nächsten Jahren die eingehende Erforschung der Bayreuther „Freien Gruppe“ sein. Die Sammlungsbestände des Ehepaares Böcker bilden hier einen wichtigen Ausgangspunkt.


Kunstmuseum Bayreuth
in der Ausstellungshalle des Neuen Rathauses
Luitpoldplatz 13
95444 Bayreuth

geöffnet:
Mo. – Do.: 9 – 17 Uhr
Fr.: 9 – 15 Uhr

Tel.: (09 21) 76 45 – 310
Fax: (09 21) 76 45 – 320
E-Mail: info@kunstmuseum-bayreuth.de

www.kunstmuseum-bayreuth.de