Stadt Bayreuth

23.04.2007

KVB-Konferenz im Rathaus

Die Umstrukturierung der Kassenärztlichen Vereinigung Bayern (KVB) hat für den Standort Bayreuth weitreichende Folgen. Über 70 qualifizierte Mitarbeiter werden ihren Arbeitsplatz in Bayreuth verlieren. In einer gemeinsamen Aktion haben sich Oberbürgermeister Dr. Michael Hohl und Landrat Dr. Klaus-Günter Dietel daher an die Leiter der Kliniken in Bayreuth Stadt und Land sowie an die Vertreter der Krankenkassen gewandt, um Möglichkeiten einer Weiterbeschäftigung für diese Arbeitskräfte zu prüfen. Im Rathaus fand jetzt ein erstes Abstimmungsgespräch statt. Fazit: Für eine Reihe von KVB-Mitarbeitern zeichnen sich realistische Perspektiven ab.

Wie bereits berichtet, wird die bisherige KVB-Bezirksstelle im Zuge umfassender Umstrukturierungsmaßnahmen aufgelöst. Die Kassenärztliche Vereinigung Bayerns wird künftig nur noch mit einer Servicestelle in Bayreuth vertreten sein. „Für die Stadt ist es von großem Interesse, den hiervon betroffenen Mitarbeitern auch zukünftig eine wirtschaftliche Perspektive in Bayreuth bieten zu können“, betonte Oberbürgermeister Dr. Hohl bei der Konferenz im Rathaus. Gemeinsam mit Landrat Dr. Dietel waren daher in den vergangenen Wochen die Kliniken in Bayreuth Stadt und Land sowie Vertreter der Krankenkassen eingeladen worden, um etwaige Beschäftigungsmöglichkeiten in deren Häusern auszuloten.

Beim Informationsgespräch im Rathaus saßen jetzt die Leiter des Klinikums, der Klinik Herzoghöhe, des Bezirkskrankenhauses, der Klinikum Fichtelgebirge GmbH und des Med-Centers ebenso an einem Tisch, wie Vertreter der Barmer Ersatzkasse, der niedergelassenen Ärzte, der Kassenärztlichen Vereinigung und des KVB-Personalrats. Der Meinungsaustausch ermöglichte zum einen, die Qualifikationen der derzeit jeweils beschäftigten Mitarbeiter aufzuzeigen, zum anderen den Bedarf an zusätzlichem Personal – etwa im Bereich der Abrechnung ärztlicher Leistungen und im Controlling – darzustellen.

Dabei konnte ein hoffnungsfroh stimmendes Fazit gezogen werden: Seitens der eingeladenen medizinischen Einrichtungen wurde konkreter Personalbedarf in verschiedenen Beschäftigungsbereichen festgestellt. Bei der KVB wiederum will man bei einer schnellen und unbürokratischen Vermittlung der fraglichen Mitarbeiter mithelfen. In diesem Zusammenhang wurde auch die finanzielle Unterstützung eventuell notwendiger Qualifizierungsmaßnahmen in Aussicht gestellt. Den interessierten Kliniken sollen jetzt weitere detaillierte Informationen zu den Qualifikationsprofilen der in Frage kommenden KVB-Mitarbeiter zur Verfügung gestellt werden.

Oberbürgermeister Dr. Hohl wertet die Konferenz als ersten, Mut machenden Schritt. Zwar werde es wohl kaum gelingen, jedem von der KVB-Umstrukturierung betroffenen Mitarbeiter in Bayreuth eine neue Berufsperspektive zu eröffnen. „Wir werden aber um jeden Einzelnen kämpfen“, so das Stadtoberhaupt.