Stadt Bayreuth

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28.10.2008

Landesgartenschau: Fokus liegt auf Bayreuth

Bayreuth bewirbt sich allein, gleichwohl werden Kulmbach und die Region eine wichtige Rolle spielen

Die Stadt Bayreuth setzt bei der Bewerbung um die Ausrichtung der Landesgartenschau 2016 auf eine klare thematische und räumliche Fokussierung. Mit der Leitidee eines Brückenschlags zwischen der historischen Innenstadt und dem Hofgarten über die Obere Mainaue zur Eremitage und mit der Markgräfin Wilhelmine als „Gastgeberin“ einer Landesgartenschau soll auf der besonderen Stärke und Einzigartigkeit Bayreuths aufgebaut werden.

Mit der Vernetzung von Naherholungsräumen wie dem Hofgarten will sich Bayreuth für die Landesgartenschau 2016 bewerben

Die Idee einer gemeinsamen Bewerbung der beiden oberfränkischen Nachbarstädte Bayreuth und Kulmbach wird nach Auskunft von Oberbürgermeister Dr. Michael Hohl nicht weiter verfolgt. Dies habe er auch bereits in einem persönlichen Gespräch seinem Kulmbacher Amtskollegen Henry Schramm mitgeteilt. Gleichwohl werden die Stadt Kulmbach und die Bayreuth umgebende Region im Bewerbungskonzept eine wichtige Rolle spielen.

Die thematische Konzentration bietet sich auch vor dem Hintergrund der aktuellen Bewerbung Bayreuths um Aufnahme in die Liste des UNESCO-Welterbes an. Wie Oberbürgermeister Dr. Hohl betont, stehe die Durchschlagskraft der Bayreuther Bewerbung absolut im Vordergrund. Denn: Sollte die Wagnerstadt für 2016 den Zuschlag bekommen, so werde dies angesichts des großen öffentlichen Interesses in jedem Fall für die gesamte Region ein Gewinn und biete für Stadt und Umland gleichermaßen die große Chance auf Weiterentwicklung.

Auf dem geplanten Kerngelände der Landesgartenschau – der rund 60 Hektar großen Oberen Mainaue – sollen zum einen bedeutende Bauten und Parks der Markgrafenzeit miteinander in Beziehung gebracht und zum anderen gezielt die bestehenden Naherholungsangebote für die Bayreuther Bevölkerung ausgebaut werden.

Der so konzipierte „Neue Park“ nimmt dabei erforderliche Maßnahmen des Hochwasserschutzes als Chance auf und entwickelt auf dieses Basis Ideen für unterschiedliche Nutzungsbereiche: von einem Auenpark mit See bis hin zu einem Sport- und Generationenpark mit verschiedenartigsten Angeboten für Menschen jeden Alters.

Konzept mit regionalen Bezügen

„Auch wenn der Fokus der Konzeption auf der Stadt Bayreuth liegt, wird die Region mit der Stadt Kulmbach aktiv in die Bewerbung eingebunden, denn wir verstehen die Landesgartenschau 2016 als Entwicklungsprojekt für die gesamte Region“, betont OB Dr. Michael Hohl. Sein Kulmbacher Amtskollege Schramm teilt diese Einschätzung: „Sollte die Stadt Bayreuth den Zuschlag bekommen – was wir alle hoffen – so könnte sich durch diese Großveranstaltung eine hervorragende Möglichkeit ergeben, die Region insgesamt über die Landesgrenzen hinaus besser bekannt zu machen. Kulmbach wird diese Chance nutzen.“

So sollen neben der schwerpunktmäßigen Entwicklung eines „Neuen Parks“ in der Oberen Mainaue auch regionale Schauplätze in der Stadt Kulmbach – unter anderem die Plassenburg und ein „Grüner Rundweg“ durch die Ortschaft/Touristenattraktion Sanspareil, die Baille-Maille-Lindenallee in Himmelkron und das Neudrossenfelder Schloss mit seinen Terrassengärten und der Markgrafenkirche als weitere Highlights in die Bewerbung aufgenommen werden. Zudem soll zur Gartenschau gemeinsam mit der Stadt Kulmbach ein regionales Tourismus- und Marketingkonzept entwickelt werden, bei dem vorgesehen ist, diese Planungen sowie den Zusammenfluss von Rotem und Weißem Main mit einzubinden.

Die Vernetzung und Einbindung der regionalen Highlights soll laut Henry Schramm durch Shuttleverbindungen, die Entwicklung eines „Gartenschauradweges Bayreuth – Kulmbach“ sowie virtuelle Verknüpfungen hergestellt werden. „Mit der aktiven Unterstützung der Städte des Umlandes kann ein Brückenschlag des Projektes Landesgartenschau 2016 Bayreuth in die Region erfolgen“, betont Oberbürgermeister Dr. Hohl.