Stadt Bayreuth

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09.06.2009

Leistungsbilanz städtischer Umweltpolitik

Die Stadt Bayreuth legt ihren Umweltschutzbericht 2008 vor

Der Umweltschutzbericht 2008 der Stadt BayreuthEr ist über 180 Seiten stark, so umfangreich wie nie zuvor und behandelt so ziemlich alle Aspekte, die auf der Agenda städtischer Umweltpolitik stehen. Die Rede ist vom alljährlich aufgelegten Umweltschutzbericht der Stadt Bayreuth. Dem Umweltausschuss des Stadtrats wurde jetzt die inzwischen 22. Fortschreibung der städtischen Leistungsbilanz für das Jahr 2008 vorgelegt.

„Bayreuth ist eine Stadt mit hoher Lebens- und Wohnqualität, was wir nicht zuletzt einer in vielen Bereichen noch intakten, naturbelassenen Umweltsituation zu verdanken haben. Dennoch leben wir nicht auf einer Insel der Seligen“, so die Einschätzung von Oberbürgermeister Dr. Michael Hohl. Die Verbesserung der Umweltbedingungen in der Stadt sei als Daueraufgabe zu begreifen. In der Öffentlichkeit besonders kritisch diskutierte Themen wie der auch in Oberfranken immer spürbarer werdende allgemeine Klimawandel, die Feinstaubbelastung oder der CO2-Ausstoß des Straßenverkehrs verdeutlichten, dass das Thema einer umweltverträglichen Stadtpolitik trotz vieler Fortschritte der vergangenen Jahre nichts an Aktualität verloren habe.

Der Umweltschutzbericht 2008 basiert im Wesentlichen auf Datenmaterial des vergangenen Jahres. In Einzelfällen wurden nach Möglichkeit aber auch Ereignisse bis Mai 2009 berücksichtigt. Er ist also topaktuell.

Der Bericht listet die ganze Fülle städtischer Aktivitäten in Sachen Umwelt- und Naturschutz auf – von der Abfallwirtschaft über den Gewässerschutz, die Luftreinhaltung und den ökologischen Wohnungsbau bis hin zu Energiesparmaßnahmen an städtischen Gebäuden und Anlagen. Die Bilanz zeigt alljährlich aufs Neue, dass sich eine an ökologischen Zielen ausgerichtete Stadtentwicklung immer wieder neuen Herausforderungen stellen muss.

Energetische Gebäudesanierung

Eine besondere Bedeutung kommt im jetzt vorliegenden Bericht dem Kapitel der energetischen Gebäudesanierung an Bayreuths Schulen zu. Seit 2001 ist der Verbrauch von thermischer Energie in Bayreuths Schulen um 39 Prozent gesunken. Ein Trend, der von Jahr zu Jahr mehr an Dynamik gewonnen hat und der sich rechnet. Allein im Jahr 2008 beispielsweise hat das Hochbauamt an den städtischen Schulen Baumaßnahmen mit Energie-Einspareffekten mit einem Kostenvolumen von 1,25 Millionen Euro ausgeführt und erwartet damit eine jährliche Einsparung von knapp 145.000 Kilowattstunden Heizleistung, was einer CO2-Einsparung von über 32 Tonnen entspricht.

Neu aufgenommen wurde das Kapitel „Hochspannungsleitungen im Hussengut“, nachdem im Juni 2008 ein externes Gutachten über vergleichende Immissionsberechnungen vorgestellt werden konnte und dieses Thema die Beschlussgremien des Stadtrats auch weiterhin beschäftigen wird. Neu im Bericht ist auch die Rückschau auf die Umsetzung des Luftreinhalteplans, die künftig ebenfalls regelmäßig fortgeschrieben wird.

Weitere Themen von öffentlichem Interesse, auf die der Umweltschutzbericht ausführlich eingeht: Fragen des Klimaschutzes, der aktuellen Altlasten-Situation in Bayreuth, Mobilfunk, Lärmschutz, Gewässerschutz, Fragen der Verkehrssicherheit, ökologischer Städte- und Wohnungsbau oder Umweltbildung an Bayreuths Schulen. Neben den Ämtern und Dienststellen der Stadtverwaltung bilanzieren auch die Stadtwerke-Gesellschaften BEW und BVB, die städtische Wohnungsbaugesellschaft Gewog und die Sparkasse Bayreuth ihr Engagement für die Umwelt in dem Bericht.

Der Umweltschutzbericht der Stadt kann direkt über das Umweltamt im Neuen Rathaus, Luitpoldplatz 13, bezogen werden. Außerdem steht er im Internet auf den Seiten von bayreuth.de zum Download zur Verfügung.

 Umweltschutzbericht 2008