Stadt Bayreuth

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31.08.2010

Liebe, Rache, Rätsel

Große Gefühle in der Stadthalle – Der Vorverkauf für das Herbstabonnement 2010 beginnt

Die OrestieZwei deutsche Dichter, eine antike Tragödie mit Hoffnungsschimmer und ein Rätsel um einen bedeutenden Komponisten – all das präsentiert das diesjährige Herbstabonnement des städtischen Kulturreferats auf der Bühne des Großen Hauses der Stadthalle. Das Abo kann ab sofort bei der Theaterkasse am Luitpoldplatz gezeichnet werden.

Der Auftakt der städtischen Theatergastspiele in Bayreuth ist ebenso anrührend wie spektakulär: Was ist natürliches, was moralisches Verhalten? Was darf die Liebe? Ist wahre Liebe eine Utopie? Die Aufführung von Johann Wolfgang von Goethes Erfolgs- und Skandalroman „Wahlverwandtschaften“ am 13. Oktober spürt diesen Fragestellungen nach. Ein immer noch verliebtes Ehepaar in den besten Jahren lädt einen Freund und die Nichte zur Bereicherung der Idylle ein, doch neu erwachte Anziehungskräfte setzen Leidenschaften in Gang, die verhängnisvolle Folgen haben.

Am 19. Oktober entführt dann das Westfälische Landestheater ins Spanien des 17. Jahrhunderts. Im Vordergrund des Dramas „Don Carlos“ von Friedrich Schiller stehen zwar die politisch-gesellschaftlichen Konflikte um die Unabhängigkeit der niederländischen Provinzen, diese sind jedoch verwoben mit familiär-sozialen Intrigen. Don Carlos begehrt gegen seinen Vater auf, der die von ihm geliebte Elisabeth geheiratet hat. Aber er ist zu unentschlossen, schwankt zwischen persönlicher Neigung und politischer Pflicht. Sein Vater vertraut nicht ihm, dem Thronfolger, sondern dem Marquis von Posa. Ist dieser wirklich der beste Freund von Don Carlos oder verfolgt er trotz seiner humanistischen und freiheitlichen Ideale nur eigene Ziele?

Familienschlachtfest im Haus der Atriden – am 30. November zeigt das Rheinische Landestheater Neuss „Die Orestie“ von Aischylos, in der berühmten Prosafassung von Peter Stein. Die großen tragischen Helden des griechischen Theaters stehen noch heute sinnbildlich für Höhen und Abgründe der menschlichen Existenz. Die erschütternde Abfolge von Mord und Rache steht im Zentrum dieser Tragödie.

33 Variationen über einen Walzer von Anton Diabelli, den er anfangs verächtlich als „Schusterfleck“ abtat, schrieb Ludwig van Beethoven. Warum aber dann 33, wenn nur eine Variation von Diabelli gewünscht war? Am 9. Dezember können die Zuschauer des Theaterstücks „33 Variationen“ von Moises Kaufmann dieser Frage nachgehen, indem sie abwechselnd der schwerkranken Musikwissenschaftlerin Dr. Katherine Brandt bei der Suche nach der Antworten über die Schulter schauen und Ludwig van Beethoven in der Vergangenheit während seines Schaffensprozesses besuchen. Immer wieder wird die vom Pianisten live eingespielte Musik zum überwältigenden Erlebnis.

Vorverkauf hat begonnen

Alle vier Veranstaltungen beginnen jeweils um 20 Uhr im Großen Haus der Stadthalle. Das Abo kann bei der Theaterkasse am Luitpoldplatz (Öffnungszeiten: Montag bis Freitag, 9 bis 18 Uhr; Samstag, 9 bis 14 Uhr) oder in der Maxstraße 58 (Öffnungszeiten Montag bis Freitag, 9 bis 18 Uhr; Samstag, 9 bis 13 Uhr) käuflich erworben werden; Telefon (09 21) 6 90 01, Fax (09 21) 29 48 56, E-mail: info@kurier-tickets.de. Ein Programmfaltblatt mit weiteren Informationen ist bei der Bayreuth Marketing & Tourismus GmbH am Luitpoldplatz, bei der Theaterkasse und bei den Bürgerdiensten in beiden Rathäusern erhältlich.