Stadt Bayreuth

13.04.2011

Logistikkooperation Metropolregion Nürnberg formiert sich

Die Städte Nürnberg, Hof, Bayreuth, Bamberg und Kitzingen unterzeichneten in Bayreuth eine Kooperationsvereinbarung

Die Städte Nürnberg, Hof, Bayreuth, Bamberg und Kitzingen sowie der Zweckverband „InterFranken“ haben am 13. April im Bayreuther Rathaus eine Kooperationsvereinbarung im Rahmen der „Logistikkooperation Metropolregion Nürnberg“ unterzeichnet. Unter diesem Titel wird die kommunale Arbeitsgemeinschaft von sechs Gebietskörperschaften nun die geballte Logistikkompetenz in der Metropolregion vermarkten. 

Unterzeichnen die Kooperationsvereinbarung (von links): Karl Beck, Verbandsvorsitzender des Zweckverbands InterFranken, Dr. Roland Fleck, Wirtschaftsreferent der Stadt Nürnberg, Oberbürgermeister Dr. Michael Hohl, Dr. Harald Fichtner, Oberbürgermeister der Stadt Hof, und Siegfried Müller, Oberbürgermeister der Stadt Kitzingen.

Damit wird die Voraussetzung für den Aufbau einer einheitlichen Logistikplattform sowie die Basis für die systematische Zusammenarbeit bei der Ansiedlung von Logistikbetrieben geschaffen. Mit einem gemeinsamen Marketingkonzept sollen die Standortpotenziale deutlich werden.

„Es gilt, die Logistikpotenziale in der Metropolregion Nürnberg zu bündeln und gemeinsam als großer Logistikstandort aufzutreten, um uns gegenüber der starken Konkurrenz behaupten zu können“, erläuterte beim Pressetermin in Bayreuth der Wirtschaftsreferent der Stadt Nürnberg, Dr. Roland Fleck, zugleich Geschäftsführer des Forums Wirtschaft und Infrastruktur der Metropolregion Nürnerg, die Zlerichtung der Kooperation.

Zusammenarbeit als Basis für gemeinsame Akquisitionsstrategie

„Wir stehen zunehmend in Konkurrenz zu Standorten wie München, Düsseldorf, Leipzig, Stuttgart oder der Logistik-Metropole ‚RheinMain‘ sowie der boomenden Standorte im benachbarten Ausland. Hier müssen wir dagegenhalten. Wir haben viel Potenzial. Allein Nürnberg kann mit dem größten Güterverkehrszentrum im Hafen Nürnberg punkten. Nur wenn wir als großer Logistikstandort auftreten, werden wir für Investoren interessant. Daher ist für mich die Zusammenarbeit auch die Basis für eine gemeinsame Akquisitionsstrategie“, so Dr. Roland Fleck weiter.

Stadt Bayreuth

Dr. Michael Hohl, Oberbürgermeister der Stadt Bayreuth, bewertet „die bestehende Kooperation der sechs Gebietskörperschaften als eine wichtige Voraussetzung, um national und international noch stärker als kompetenter Logistikstandort wahrgenommen zu werden. Die Metropolregion Nürnberg ist schon heute durch eine hervorragende Lage und Infrastruktur und vor allem durch kompetente Logistikunternehmen gekennzeichnet.“

Stadt Bamberg

Für den Standort Bamberg erklärt der Oberbürgermeister der Stadt, Andreas Starke: „Die Stadt Bamberg ist nicht nur Weltkulturerbe, sondern auch ein starker Wirtschaftsstandort. Unsere Logistikdienstleister vor Ort sind sehr leistungsstark und innovativ. Unser Ziel ist es, diese Kompetenzen durch die verstärkte Zusammenarbeit der Logistikstandorte in der Region weiter auszubauen.“

Stadt Hof

Dr. Harald Fichtner, Oberbürgermeister der Stadt Hof, hebt die Chancen der Kooperation hervor: „Hof wurde durch die Logistikstudie der Firma CON.LOCATION im Jahr 2010 eine herausragende Stellung, insbesondere durch die Umschließung von drei Bundesautobahnen und der Entwicklung eines Güterverkehrszentrums mit starkem Straße-Schiene-Umschlag, bescheinigt. Die Hochschule Hof und die Logistikagentur Oberfranken stellen bei uns die Weichen für die zahlreichen, sehr innovativen Logistikunternehmen. Die Kooperation im Rahmen der Metropolregion ist nun der nächste, logische Schritt, um auch in diesem Umfeld die logistische Stärke unseres Wirtschaftsraumes zu vereinen.“

Industriepark InterFranken

Der Industriepark „InterFranken“ mit rund 81 Hektar Fläche liegt im Bereich des Autobahnkreuzes A6 / A7 (Feuchtwangen/Crailsheim). Für den Vorsitzenden des Industrieparks, Bürgermeister Beck, Gemeinde Wörnitz, ist klar: „Mit ‚InterFranken‘ etabliert sich in Süddeutschland ein attraktiver Standort für Industrie und Logistik. InterFranken ist ideal, um mit einem Standort alle süddeutschen Ballungsräume zu bedienen.“

Stadt Kitzingen

Als die Metropolregion ihre Initiative zum Aufbau einer Logistikplattform startete, war für mich als Oberbürgermeister der Stadt Kitzingen, einer von Konversionsflächen gebeutelten Stadt, sofort klar, dass Kitzingen hier aktiv werden muss“, erklärt Siegfried Müller. „Mit dem Ziel, die solide wirtschaftliche Basis Kitzingens zu sichern und nachhaltige Strukturen zu schaffen, muss der Standort im Rahmen einer integrierten Handlungsstrategie weiter qualifiziert werden. Der Standort Kitzingen ist neben den Produktionsbranchen auch durch die Logistikbranche geprägt. Hier können wir mit den bereits bestehenden Unternehmen Synergieeffekte aufzeigen und damit klare Ansiedlungsvorteile herausstellen. Darüber hinaus verfügt Kitzingen über eine ideale Verkehrsanbindung und über große Flächenpotenziale“, begründet der Kitzinger Oberbürgermeister den Beitritt zur Logistikkooperation.

Auf dem besten Wege zur Logistikmetropole

Dr. Roland Fleck sieht die Metropolregion Nürnberg auf dem besten Weg zur Logistikmetropole. Heute sind schon 107.000 Beschäftigte in der Metropolregion Nürnberg in der Logistikbranche tätig. Einer Studie des Beratungsunternehmens CON.LOCATION zufolge, zählt die Region zu einer der acht Regionen in Deutschland, die für die Ansiedlung von Logistik-Unternehmen besonders attraktiv ist. „Hier wollen wir mit der Logistikkooperation Chancen gemeinsam nutzen“, so Dr. Roland Fleck.

(Quelle: Geschäftsstelle der Europäischen Metropolregion Nürnberg)