Stadt Bayreuth

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03.09.2008

LSG Bayreuth Vizemeister in der Segelflug-Bundesliga

In der Segelflug-Bundesliga hat die LSG Bayreuth den 2. Platz erreichtDie letzte Runde der Segelflug-Bundesliga machte alles klar: Die LSG Bayreuth konnte nach 19 Wochenenden den Vizemeistertitel erringen und musste lediglich dem hessischen AC Langenselbold (ein Vorort von Hanau) den Vortritt auf dem Podest lassen. Die Anstrengungen vom Samstag reichten nicht, um den Rückstand noch auszugleichen.

In der Segelflug-Bundesliga geht es darum, in einem Zeitfenster von 2,5 Stunden eine möglichst hohe Durchschnittsgeschwindigkeit im Streckenflug zu erzielen. Pro Wochenende werden für jeden Verein die drei besten Piloten gewertet. In dem thermisch exzellenten Gebiet zwischen Thüringer Wald, Bayerischem Wald und Erzgebirge können die Bayreuther dabei Tagesstrecken von über 900 km erzielen, wenn das Wetter mitspielt. Für die Bundesliga-Wertung erreichen sie dabei nicht selten Durchschnittsgeschwindigkeiten über 100 km/h – nur angetrieben durch die Kraft der Sonne.

Nachdem die Bayreuther von der zweiten Runde bis zur drittletzten deutlich in Führung lagen, ist dieses Ergebnis nun der versöhnliche Abschluss der Streckenflugsaison.

Nach Angaben der Luftsportgemeinschaft Bayreuth haben sich insgesamt 22 Piloten der Luftsportgemeinschaft beteiligt. 10 haben es im Laufe der Saison geschafft, in die Wertung zu kommen: die Flieger-Familie Baier mit Andreas, Georg, Johannes und Sebastian Baier, Jörg Bachsteffel, Sebastian Bühler, Daniel Große Verspohl, Heiko Hertrich, Friedhelm Lotte und Lothar Schmidt. Die herausragenden Piloten waren dabei Andreas Baier, Heiko Hertrich und Lothar Schmidt mit über 10 Wertungen. Drei Rundensiege, 16 Platzierungen unter den zehn besten und mehrfache schnellste Einzelleistungen stehen zu Buche. In Summe wurden bei 360 Flügen über 110 000 Kilometer im reinen Segelflug zurückgelegt. Nur der zweite Tag der vorletzten Runde brachte den großen Punktverlust, der schließlich zum Verlust des Meistertitels führte.

Auch in der weltweiten Wertung „World League“ schnitt die Luftsportgemeinschaft mit einem vierten Platz hinter Langenselbold, Warner Springs und dem Black Forest Soaring Club (beide USA) hervorragend ab, nachdem sie im Juni und Juli auch dort eine Zeit lang in Führung lagen. Somit liegen die Segelflieger vom Bindlacher Berg vor den Vereinen der bekannten Western-Städte Albuquerque und Tucson, welche an den Rocky Mountains fliegen und in der Vergangenheit eigentlich als uneinholbar galten. Langenselbold und Bayreuth haben damit wieder einmal bewiesen, dass auch die deutschen Mittelgebirge zu den Top-Segelfluggebieten der Nordhalbkugel gehören – wenn denn das Wetter passt.