Stadt Bayreuth

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04.05.2010

Management von Energiedaten hilft Geld sparen

Seit 2001 konnte der Wärmeverbrauch an Bayreuths Schulen um 39 Prozent reduziert werden

Die Stadt Bayreuth hat durch konsequente Optimierungsmaßnahmen beim Wärmeschutz den Heizöl- und Gasverbrauch an Bayreuths Schulen seit 2001 um 39 Prozent reduzieren können. Auch bei den Verbrauchszahlen für Fernwärme, Strom und Wasser konnten deutliche Einsparungen erzielt werden.

Modernes Energiedatenmanagement, verbunden mit den entsprechenden baulichen Maßnahmen zur Wärmdämmung und Reduzierung des Stromverbrauchs lohnt sich: Das belegt der aktuelle Energiebericht 2010 für den Hochbaubereich der Stadt Bayreuth, den das Stadtbaureferat jetzt den Mitgliedern des Bauausschusses vorgelegt hat.

Optimaler Wärmeschutz, wie hier am Neubau der Albert-Schweitzer-Schule, hilft Energie sparen. Das belegen auch die Zahlen des aktuellen Energieberichts des städtischen Hochbauamtes.

Optimaler Wärmeschutz, wie hier am Neubau der Albert-Schweitzer-Schule, hilft Energie sparen. Das belegen auch die Zahlen des aktuellen Energieberichts des städtischen Hochbauamtes.

Bereits seit Jahren betreibt das städtische Hochbauamt ein gezieltes Energiedatenmanagement, das als Grundlage für Maßnahmen zur Wärmedämmung und zum Stromsparen in öffentlichen Gebäuden und Einrichtungen dient. Sämtliche Bayreuther Schulen, sämtliche Verwaltungsgebäude der Stadt und Kindergärten sind mit ihren Verbrauchszahlen im Energiebericht dokumentiert. Die gesammelten Daten werden als Grundlage genommen, um Prioritäten in Bezug auf Sanierungsmaßnahmen festzulegen.

329 Zählwerke erfassen und überwachen den Energievebrauch

Im September 2002 hat das Hochbauamt mit der Sammlung der Energiedaten verschiedener öffentlicher Gebäude begonnen. Mittlerweile werden 329 Zählwerke monatlich erfasst und überwacht. Die Nutzer werden regelmäßig über ihren Verbrauch informiert und bei auffälligen Werten werden sie vom Hochbauamt bei der Suche nach den Störquellen unterstützt.

16 Prozent weniger Strom- und 37 Prozent weniger Wasserverbrauch

Dass sich dieser Aufwand lohnt, belegen die Zahlen des Energieberichts: So konnte der durchschnittliche Verbrauch von Heizöl und Gas an Bayreuths Schulen im Zeitraum von 2001 bis 2009 um stolze 39 Prozent gesenkt werden. Beim Verbrauch von Fernwärme waren es 13 Prozent, beim durchschnittlichen Stromverbrauch 16 Prozent und beim Wasserverbrauch weitere 37 Prozent.

„Auf diese Zahlen kann die Stadt gemeinsam mit den Schülern, Schulleitungen und Hausmeistern stolz sein. Sie belegen eindrucksvoll unsere Bemühungen, bei der energetischen Gebäudesanierung vorwärts zu kommen“, betont Oberbürgermeister Dr. Michael Hohl. Mit den erzielten Einsparungen trage die Stadt wirkungsvoll zum Klimaschutz bei und schone dabei gleichzeitig die Stadtkasse.

Effektives Energiecontrolling

Dass das kommunale Energiemanagement in Bayreuth auf einem guten Weg ist, belegt auch der Jahresbericht 2009 der Energieagentur Oberfranken. Im Auftrag der Stadt zeichnet sie seit 2008 fürs Energiemanagement der Altstadtschule, der Jean-Paul-Schule und des Gymnasiums Christian-Ernestinum verantwortlich. In enger Zusammenarbeit mit dem Hochbauamt wurde ein effektives Energiecontrolling eingeführt, das neben vielen weiteren Maßnahmen auch die Optimierung der Heizungsanlagen, den Einsatz temperaturgeregelter Hocheffizienzpumpen und die Erweiterung der vorhandenen Regelungstechnik umfasst. Für alle drei Schulen hat sich aus diesem Maßnahmenbündel beim Wärmeverbrauch eine Ersparnis von 4,8 Prozent im Jahr 2008 und weiteren 6,1 Prozent im Jahr 2009 ergeben. Insgesamt wurden dadurch an den drei Schulen im vergangenen Jahr rund 50 Tonnen an Kohlendioxid-Emissionen eingespart.

Der Energiebericht 2010 des Hochbauamtes und der Jahresbericht 2009 der Energieagentur Oberfranken stehen auf den Internetseiten von bayreuth.de zum Download zur Verfügung.

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