Stadt Bayreuth

IM FOKUS

ONLINE-TERMINRESERVIERUNG

09.11.2009

Markgräfin-Briefe und „Schiller-nde Nacht“

„Deutschland liest“: Bibliotheken ganz aktiv

Impressionen aus dem fürstlichen Bayreuth, Briefe an die Markgräfin, eine deutsch-französische Lesung und eine fürwahr „Schiller-nde Nacht“: Ein vielfältiges Programm bieten die Stadtbibliothek und die Universitätsbibliothek Bayreuth gemeinsam im Rahmen der bundesweiten Aktion „Deutschland liest: Tag der Bibliothek“, die vom 6. bis 13. November stattfindet.

Dr. Ingo Toussaint, Fachreferent für Geschichte an der Universitätsbibliothek, liest am Dienstag, 10. November, ab 19 Uhr, zum Thema „Das fürstliche Bayreuth“ aus den von ihm herausgegebenen Büchern „Reisen nach Bayreuth“ und „Lustgärten um Bayreuth“. Zwischen 14 und 19 Uhr lädt die Universitätsbibliothek, die neben Fachliteratur auch eine große Auswahl an Belletristik vorhält, Interessenten zu einem öffentlichen Bücherflohmarkt ein.

Am Mittwoch, 11. November, haben Studierende der Universität Bayreuth ab 18 Uhr in der Bibliothek ihren großen Auftritt. Dann heißt es: „(Nichts) Neues aus Bayreuth und Berlin?“ Die Studierenden lesen aus dem Briefwechsel von Friedrich dem Großen mit seiner Lieblingsschwester Wilhelmine, der Markgräfin von Bayreuth. Die Briefe haben die jungen Leute selbst übersetzt und tragen sie an diesem Abend vor.

Im Programm der Veranstaltungsreihe an der Universitätsbibliothek, die unter der Schirmherrschaft des Bayreuther Oberbürgermeisters Dr. Michael Hohl steht, gehört auch eine Lesung mit Dr. Sénouvo Agbota Zinsou aus Togo am Donnerstag, 12. November, ab 18 Uhr.  Er stellt seinen 2003 in Paris erschienenen Roman „Le Médicament“ vor. Die Lesung wird zweisprachig in Deutsch und Französisch angeboten. Am selben Tag laden die Verantwortlichen der Bibliothek zum zweiten Mal von 14 bis 19 Uhr zu einem Flohmarkt ein – dabei haben die Organisatoren ein eigenes Kontingent an Büchern in petto. Insgesamt werden mehr als 500 Bände aus den Leerständen der Universitätsbibliothek angeboten.

Alle Veranstaltungen finden bei freiem Eintritt in den Räumen der Zentralbibliothek gegenüber der Mensa auf dem Universitätsgelände statt.

„Schiller-nde Nacht“ in der Stadtbibliothek

Im Gedenken an den großen deutschen Dramatiker, Lyriker, Philosophen und Historiker Friedrich von Schiller, der am 10. November vor genau 250 Jahren geboren wurde, veranstaltet die Stadtbibliothek Bayreuth, Luitpoldplatz 7,  am Freitag, 13. November, von 18.30 Uhr bis 22.30 Uhr, eine „Schiller-nde Nacht“. Der Eintritt ist frei!

Eine Wilhelm-Tell-Lesung mit Armbrust-Schießen gibt um 18.30 Uhr im wahrsten Sinne des Wortes den Startschuss für den Schiller-Abend. Die Berliner Autorin und Verlegerin Barbara Kindermann, die mit ihrer Reihe „Weltliteratur für Kinder“ bereits Grundschulkindern den Zugang zu den großen Klassikern eröffnet, wird das Buch vorstellen und in die Geheimnisse des Büchermachens einweihen. Bei einem Wettschießen mit der Flitzebogen-Armbrust sind kleine Preise zu gewinnen.

Unter dem Motto „Wehe, wenn sie losgelassen!“ wird die Studiobühne Bayreuth um 20 Uhr Schiller-Balladen szenisch darbieten. Stehend, sitzend, laufend, flüsternd, schreiend bieten dabei die Akteure Gedichte Friedrich von Schillers dar. Dabei werden altbekannte Dauerbrenner, wie der „Handschuh“, aber auch einige überraschende Skurrilitäten aus der Feder des Dichters zu sehen sein. Es spielen: Katharina Schnabel, Björn Blank, Barbara Dörfler, Florian Kolb und Dominik Kern, der auch die Leitung inne hat.

Im Rahmen des Hörsalons „SWR 2 Dschungel – Schiller im Kurzhörspiel: zwei große Stücke im Format des Kurzhörspiels“ können die Besucher um 21 Uhr dem Hörspiel „Johanna Jean Joan – Magic Power Girls“ von Conny Frühauf lauschen. Darin tritt Johanna in modernen Gameshows auf und trifft Lara Croft. Schillers „Die Jungfrau von Orleans“ steht dabei am Anfang der „Magic Power Girls“, die in den vollbusigen oder kindisch-naiven Adventure- und Manga-Heldinnen der Cyber- und Fernsehwelt ihre Fortsetzung findet. Das Hörspiel „Mary Queen of Scots – Neues vom Hof“ wird dann um 21.30 Uhr gebracht. Katrin Zipse zeigt darin,.dass sich in Hunderten von Jahren in Sachen Tratsch wenig verändert hat.