Stadt Bayreuth

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07.11.2014

Medi Bayreuth setzt am Samstag auf seine Heimstärke

Basketball-Bundesliga: Die Gastmannschaft aus Ludwigsburg soll sich in der Oberfrankenhalle die Zähne ausbeißen

Während medi bayreuth den Schlüssel zum Erfolg in fremden Hallen noch nicht gefunden hat, ist die Oberfrankenhölle schon in den ersten vier Spielen zur Bastion geworden. Abgesehen von der unglücklichen Pleite gegen ALBA BERLIN haben sich alle Gegner die Zähne ausgebissen. Die Nächsten, die nach Wunsch des Bayreuther Head Coach Michael Koch den Weg zahnlos in die Heimat antreten sollen, sind die MHP RIESEN aus Ludwigsburg, die in der Fremde auch noch keine Bäume ausgerissen haben. „Wir freuen uns darauf, wieder zu Hause zu spielen, hier werden wir alles tun, um unsere Serie zu halten“, blickt Michael Koch auf die Partie am Samstag um 20:30 Uhr voraus.

Die Schwaben liegen mit drei Siegen aus sechs Spielen auf Platz neun der Tabelle und somit einen Rang vor den Bayreuthern, fuhren auf fremdem Parkett auch noch keinen Erfolg ein. Sowohl in Bremerhaven (64:70) als auch in Ulm (85:99 nach Verlängerung) ließen sie Federn.

Der direkte Vergleich

Ludwigsburg ist eines der Teams, mit denen sich Bayreuther Mannschaften bislang sehr häufig duelliert haben. Bereits 55 Mal stand man sich gegenüber – 52 mal in der Liga, dreimal im Pokal. Auch wenn es in der Vorsaison zwei Bayreuther Niederlagen gab – erst 80:95 in Bayreuth, dann 63:71 in Ludwigsburg – spricht die ewige Bilanz klar für die Oberfranken: 36 Siegen (23 Heim-, 13 Auswärtserfolge) stehen nur 19 Niederlagen (5/14) gegenüber. Der Ludwigsburger Erfolg in der abgelaufenen Spielzeit war der erste in Bayreuth seit der Rückkehr des BBC in die Beko Basketball Bundesliga.

Verstärkung aus der besten Liga der Welt

Vor einer Woche drehte sich das Personalkarussell der Barockstädter noch einmal. Für den nicht überzeugenden Briten Matthew Bryan-Amaning (7,2 PpS., 2,8 RpS.) holte Trainer John Patrick den 27-jährigen Jon Brockman an den Neckar. Der 201 cm große US-Amerikaner spielte zuletzt für Elan Chalon (Frankreich) und kann auf drei Jahre in der NBA zurückblicken: Zwischen 2009 und 2012 stand er in 150 Spielen für Sacramento und Milwaukee auf dem Parkett und erzielte im Schnitt 2,1 Punkte sowie 3,1 Rebounds. In seinem Debüt für die MHP RIESEN überzeugte er beim klaren 98:72 über Aufsteiger Göttingen mit 15 Punkten und elf Rebounds.

Fünf Kontingentspieler aus dem Vorjahr, darunter der starke Guard Keaton Grant (nach Trento/Italien), CJ Harris (nach Ulm) oder der frühere Bayreuther Center Gary McGhee (nach Oradea/Rumänien) mussten in Ludwigsburg ersetzt werden. John Patrick holte einen seiner früheren Spieler aus Göttinger und Würzburger Zeiten, John Little (Shooting Guard, USA, 30, 182 cm, s.Oliver Baskets), zurück an seine Seite, dazu Kerron Johnson (Point Guard, USA, 23, 185 cm, New Zealand Breakers/Neuseeland), Folarin Campbell (Shooting Guard, USA, 28, 190 cm, Enel Brindisi/Italien) und zuletzt den bereits genannten Jon Brockman.

Ebenfalls neu am Neckar sind Travis Warech (Small Forward, 23, 190 cm, Oetttinger Rockets Gotha) und Center-Urgestein Chris McNaughton (32, 211 cm, s.Oliver Baskets).

Der aktuelle Top-Scorer der Beko BBL spielt in Ludwigsburg

Bester Werfer nach sechs absolvierten Spielen ist Kerron Johnson, der auf starke 22,3 Punkte kommt und damit der bislang beste Schütze der gesamten Liga ist. Dass er auch ein Auge für seine Mitspieler hat, beweisen 3,8 Assists pro Spiel. Hinter Jon Brockman kommt der zu Saisonbeginn verletzte Michael Stockton (Point Guard, 25, 195 cm) auf 13 Zähler, die er gegen Göttingen holte. Sean Huff (Small Forward, Finnland, 30, 198 cm) liegt mit 12,2 Punkten pro Spiel über der zweistelligen Marke, die Folarin Campbell mit 9,6 Zählern je Einsatz knapp verpasst.

Auf den Plätzen folgen Routinier Adam Waleskowski (Power Forward, 31, 203 cm, 8,5 PpS., 5,3 RpS.), Coby Karl (Shooting Guard, 31, 196 cm, 7,5 PpS.), John Little (7,3 PpS.) sowie Patrick Flomo (Center, 34, 203 cm, 5,7 PpS.). Nur wenig Spielzeit erhielten bislang Chris McNaughton (0,8 PpS.), Tim Koch (Small Forward, 25, 196 cm, 0,8 PpS.), Travis Warech (0,3 PpS.) und Simon Kutzschmar (Point Guard, 19, 193 cm). Bei aktuell sieben Ausländern im Team wird ein Spieler in Bayreuth auf der Tribüne Platz nehmen müssen.

medi will ersten Ludwigsburger Auswärtssieg verhindern

“Wir dürfen uns nicht darauf verlassen dass wir ein Heimspiel haben und das gewinnen”, warnt Trainer Michael Koch. “Wir müssen uns gut vorbereiten, denn Ludwigsburg hat noch einmal nachgebessert. Jon Brockman ist ein sehr erfahrener Spieler. Wir freuen uns, dass wir wieder zu Hause spielen, denn hier haben wir bisher unsere besten Spiele gezeigt. Wir haben drei Heimspiele gewonnen und wollen diese Serie ausbauen. Was im letzten Viertel in Bonn passiert ist, können wir uns immer noch nicht erklären. Es war, als ob jemand den Stecker gezogen hat und wir aufgehört haben zu spielen. Dabei haben wir zuvor verteidigt wie bisher, im letzten Viertel haben wir nur noch zugesehen. Aber das passiert und daraus müssen wir lernen. Wir wollen gegen Ludwigsburg mit mehr Intensität bis zum Ende spielen.”

Die Partie in der Oberfrankenhalle beginnt am Samstag, 8. November, um 20.30 Uhr. Karten für das Spiel gibt es online unter tickets.medi-bayreuth.de, beim Nordbayerischen Kurier (Maxstraße 58-60) sowie an der Theaterkasse (Opernstraße 22).

(Quelle: medi bayreuth)