Stadt Bayreuth

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25.10.2012

Mehr Geld für Asylsozialarbeit gefordert

Stadtrat veranschiedet Resolution an den Freistaat Bayern

Der Stadtrat Bayreuth hat in seiner jüngsten Sitzung mehrheitlich eine Resolution verabschiedet, in der er den Freistaat Bayern auffordert, die Sozialberatung für Asylbewerber in Bayreuth zügig mit ausreichend Geld zu unterstützen.

Die Resolution wurde vor dem Hintergrund des angekündigten Ausstiegs der Caritas Bayreuth aus der Beratung und Betreuung von Asylbewerbern gefasst. Sie war von der Stadtratsfraktion der Grünen und Unabhängigen beantragt worden.

Hier die Resolution im Wortlaut:

Soziale Betreuung und Beratungen von Flüchtlingen sicher stellen – Resolution des Stadtrats Bayreuth

Auf der ganzen Welt sind Menschen auf der Flucht und suchen Schutz. Die Erfahrung hat gezeigt, dass viele von Ihnen und ihre Kinder auch bei unsicherer Aufenthaltsperspektive über Jahre hinweg oder auf Dauer hier bleiben. In Oberfranken leben zurzeit ungefähr 1.250 Flüchtlinge, die vor allem aus Iran, Irak, Afghanistan, Äthiopien, Asserbaidschan, dem Kosovo und Serbien stammen. Pro Woche sind ca. 30 AsylbewerberInnen unterzubringen.

In den Gemeinschaftsunterkünften in der Wilhelm-Busch-Straße in Bayreuth leben momentan 204 Flüchtlinge, im Übergangswohnheim in der Himmelkronstraße 31 Flüchtlinge. Hinzu kommen 53 Flüchtlinge im weiteren Stadtgebiet und circa 40 im Landkreis Bayreuth.

Ihre soziale Betreuung und Beratung erfolgt durch den Sozialdienst für Flüchtlinge des Caritasverbands Bayreuth. Als erster Träger hat er zwischenzeitlich angekündigt, die Sozialbetreuung von Flüchtlingen per 31. Dezember 2012 einzustellen. Für die Flüchtlinge wäre das eine Katastrophe, die es unbedingt zu vermeiden gilt.

Der Stadtrat Bayreuth fordert die Bayerische Staatsregierung daher auf:

  • die Finanzmittel für die soziale Betreuung und Beratung von Flüchtlingen in ausreichendem Umfang aufzustocken und
  • die bereits bewilligten Finanzmittel zügig auszureichen.