Stadt Bayreuth

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23.05.2007

Mehrgenerationenhaus startet am 26. Juni

Bayreuth bekommt ein MehrgenerationenhausDie Stadt Bayreuth wird einer von bundesweit 200 Standorten für ein Mehrgenerationenhaus. In Regie der Evangelischen Familienbildungsstätte wird das soziale Vorzeigeprojekt am zentralen Standort Ludwigstraße 29 entwickelt. Ziel des Mehrgenerationenhauses ist es, das Miteinander der verschiedenen Altersgruppen wieder mehr in das öffentliche Bewusstsein zu rücken und entsprechende praktische Angebote zu erarbeiten. Der Familienbildungsstätte ist es jetzt mit städtischer Unterstützung gelungen, hierfür Fördermittel des Bundesfamilienministeriums in Höhe von jährlich rund 40 000 Euro zu erschließen.

Das offizielle Eröffnungsfest ist in Zusammenarbeit mit den Kooperationspartnern und dem Schülercafé “Adebar” des Evangelischen Jugendwerkes am Dienstag, 26. Juni, um 15 Uhr, in der Ludwigstraße 19 geplant.

Oberbürgermeister Dr. Michael Hohl begrüßt das Projekt als wertvolle Bereicherung für den Dialog der Generationen in Bayreuth. Die Stadt hat die Familienbildungsstätte über ihr Quartiersmanagement im Stadtteil St. Georgen beim Erschließen der staatlichen Fördermittel beraten und unterstützt. “Wir gehen neue Wege, um das Miteinander der Generationen zu fördern. Dabei sind vor allem jene Strukturen besonders erfolgversprechend, die freiwillige Initiativen unterstützen und diese klug mit staatlichen Leistungen verknüpfen”, so Dr. Hohl. Das Projekt der Familienbildungsstätte unterstütze zudem die laufenden Bemühungen des “Lokalen Bündnisses für Familie” und helfe mit, Bayreuths Profil als familienfreundliche Stadt zu schärfen.

Mehrgenerationenhäuser sind Stützpunkte und Katalysatoren für eine aktive Familienpolitik. Sie wollen wichtige Hilfestellungen leisten, wenn es darum geht, die Kommunikation zwischen Alt und Jung zu ver-bessern, verlässliche Beziehungen zwischen den Generationen aufzubauen und so zum sozialen Augleich beizutragen. Dabei sollen soziale Kompeten-zen vermittelt und förderliche Netzwerke aufgebaut werden. Sie stiften zudem auch wirtschaftlichen Nutzen, indem sie zur Vermittlungsagentur für unterschiedlichste Dienstleistungen werden. Mehrgenerationenhäuser sind also Börsen, an denen Menschen sowohl ihre Kenntnisse und Fertigkeiten anbieten, als auch konkrete Hilfe und Angebote nachfragen können.

In Bayreuth hat die Familienbildungsstätte dieses Prinzip bereits vorab ausprobiert: Im Rahmen von sozialen Mikroprojekten im Stadtteil St. Georgen wurde ein Kindergeburtstags- und Kinderbetreuungsservice innerhalb eines Treffpunkts für Alleinerziehende aufgebaut. Er arbeitet inzwischen erfolgreich und wirft erste Einnahmen ab. Derartige Aktivitäten sollen nun durch das Mehrgenerationenhaus ausgeweitet werden.

Netzwerkknoten in den Stadtteilen

Eine Besonderheit des Bayreuther Projektes wird außerdem sein, dass die Aktivitäten nicht nur zentral vom Standort Ludwigstraße 29 in der Innenstadt ausgehen, sondern bereits verschiedene Netzwerkknoten in den Stadtteilen St. Georgen und Altstadt existieren. Dieses Netzwerk war mit ausschlaggebend für die Vergabe der Bundesmittel.

In der Ludwigstraße 29 selber soll die Funktion des Mehrgenerationenhauses als Drehscheibe für Familien und Senioren weiter ausgebaut werden – einmal durch den Ausbau von Beratungsleistungen und zum anderen durch neue Möglichkeiten der Begegnung für Jung und Alt.

Das Geheimnis eines guten Mehrgenerationenprojekts wird eine optimale Zusammenarbeit vieler Menschen und verschiedener Einrichtungen sein. Baustein dafür sind der Aufbau eines Elternnetzwerks zusammen mit Aussiedlerfamilien, die Bildung von Patenschaften für Alleinerziehende in Zusammenarbeit mit dem Verein LAVENIR e.V., Wahlverwandtschaften für Familien in Kooperation mit dem Kirchplatztreff und dem Großelterndienst der Auferstehungskirche in der Saas und die Einrichtung von Studenten- oder Schülerpartnerschaften für Migrantenkinder durch den Verein BaTISA e.V. Die Koordination des generationsübergreifenden Netzwerkes übernehmen Ute Semmelmann, Petra Lauterbach und Elisabeth Zagel von der Familien-Bildungsstätte.

Information:
Evangelische Familienbildungsstätte Bayreuth
Tel. 09 21/15 04 464
www.fbs.bayreuth.org