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12.12.2011

Mehrgenerationenhaus wird weiter gefördert

Einrichtung bleibt für weitere drei Jahre bei der Evangelischen Familien-Bildungsstätte

Bayreuth behält sein Mehrgenerationenhaus. Es bleibt für weitere drei Jahre bei der Evangelischen Familien-Bildungsstätte. Diese Nachricht verkündete Elisabeth Zagel, Leiterin der Einrichtung, bei einem Pressegespräch im Domizil des Mehrgenerationenhauses, dem Storchenhaus in der Ludwigstraße.

Mit 30.000 Euro aus dem Europäischen Sozialfonds soll das Angebot des Mehrgenerationenhauses erweitert und neu strukturiert werden. Wichtige Kurse wie „Mama lernt besser Deutsch“ oder „Doppelklick statt Doppelherz“ – ein Ehrenamtsprojekt mit Hauptschülern und Senioren am Computer – bleiben bestehen. Neue Projektideen und Kooperationspartner kommen hinzu.

Die Kooperationspartner des Bayreuther Mehrgenerationenhauses.

Oberbürgermeister Dr. Michael Hohl, Pate des Hauses, betonte, dass er sich persönlich beim Staatssekretär im Bundesfinanzministerium und Bayreuther Bundestagsabgeordneten Hartmut Koschyk für den Fortbestand des Hauses in Bayreuth eingesetzt habe. Er schätze die Arbeit der Einrichtung als eine wichtige Netzwerkarbeit für die Stadt und ihre Menschen.

Die Leiterin der Evangelischen Familienbildungsstätte Elisabeth Zagel bedauerte, dass der Antrag der SPD-Fraktion und der Freien Wähler im Landtag bezüglich einer Förderbeteiligung des Freistaats mit knapper Mehrheit abgelehnt wurde, begrüßte es aber umso mehr, dass durch Umwidmung kommunaler Zuschüsse auf das Mehrgenerationenhaus eine moderate Förderlösung gefunden wurde, die Sozial- und Kulturreferent Carsten Hillgruber und Jugendamtsleiter Christian Hübsch federführend begleitet hätten. So wird die soziale Brennpunktarbeit am Menzelplatz in den nächsten drei Jahren von der Familien-Bildungsstätte zum Mehrgenerationenhaus wechseln.

Beim Pressegespräch dankte Zagel auch ihren Kolleginnen Ute Semmelmann und Petra Lauterbach, sowie dem gesamten Team der Familien-Bildungsstätte. Semmelmann habe sich schwerpunktmäßig um die erste Phase des Mehrgenerationenhaus gekümmert. Durch sie habe das Haus in Bayreuth besondere Leuchturmqualität mit Netzwerkcharakter bekommen. Das Team im Storchenhaus habe Drehscheibenqualität entwickelt und sei so ein „Auskunftbüro für alle Lebenslagen“ geworden. Dies würdigte auch Dekan Hans Peetz als Träger der Einrichtungen. Er betonte, dass Kirche mit ihren vielfältigen Angeboten immer nahe bei den Menschen und mit ihnen in Verbindung sein will.

Stadtteilorientierte Stützpunkte

Schwerpunkt des neuen Mehrgenerationenhauses II soll der modellhafte Aufbau von stadtteilorientierten Stützpunkten sein, in denen Senioren sich treffen, aber auch Rat und Hilfe erhalten können. Hier ist besonders an Menschen mit einer Demenzerkrankung und ihre pflegenden Angehörigen gedacht. Die ersten Schritte in diese Richtung wird Ursula Epp von der Fachstelle für pflegende Angehörige mit einem regelmäßigen Gesprächskreis wie auch das Seniorenamt der Stadt Bayreuth mit Udja Holschuh und der Jean-Paul-Verein mit seinem Leiter Thomas Ritter unternehmen. Mitwirken wird Heike Komma vom Kirchplatztreff durch die Ausbildung von ehrenamtlichen Seniorenberaterinnen.

Die Pallette der neuen und alten Netzwerkangebote ist groß. Daran beteiligt sind außerdem Kooperationspartner wie Gerhard Eggert vom Amt für Integration, Ingrid Heinritzi-Martin vom Verein LAVENIR e. V., Uwe Prokscha von der GEWOG und Gerda Zeuss, Quatiersmanagerin der Sozialen Stadt in St. Georgen, Fatma Cirpan vom Verein BaTISA – Hausaufgabenbetreuung für Kinder mit Migrationshintergrund – sowie verschiedene Schulen: das Gymnasium Christian-Ernestinum, die Altstadtschule, die Albert-Schweitzer-Schule, die Volkschule in Weidenberg, die Jean-Paul-Schule, wie auch die Rummelsberger Servicegesellschaft und das Pfarrzentrum St. Hedwig mit seinem Babysitterdienst.

(Quelle: Evangelische Familien-Bildungsstätte)