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24.03.2011

Melodramen und Klavierstücke zum Liszt-Jubiläum

Am 2. April: Hans-Jürgen Schatz und Alexander Schmalcz im Richard-Wagner-Saal der Musikschule

Hans-Jürgen Schatz (links) und Alexander Schmalcz.In Bayreuth immer gern gesehen und gehört: Der Schauspieler und Rezitator Hans-Jürgen Schatz. Im Jubiläumsjahr ist er am Samstag, 2. April, um 19.30 Uhr, mit einem speziellen Liszt-Programm gemeinsam mit dem Pianisten Alexander Schmalcz im Richard-Wagner-Saal der Städtischen Musikschule zu erleben.

Vom Wort inspiriert sind alle Stücke in diesem Programm Raritäten. Das gilt für „Tre Sonetti del Petrarca“, in denen der Komponist die gefühlvollen Worte des italienischen Dichters Francesco Petrarca (1304-1374) auf dem Klavier nachschreibt, wie auch für die Lieder Franz Schuberts (1797-1828), deren Singstimme und Klavierbegleitung Liszt mitreißend zu einem lyrischen Ganzen verwebt. Er zeigt sich facettenreich als Begleiter, Neugestalter und Dialogpartner in den Melodramen, die er aus bedeutenden Balladen seiner Zeit „mit melodramatischer Pianoforte-Begleitung zur Deklamation“ geschaffen hat.

Hans-Jürgen Schatz

Schatz debütierte 1978 mit der Hauptrolle in dem Spielfilm „Flamme empor“. Seitdem hat der gebürtige Berliner in über 80 Fernseh- und Kinofilmen gespielt – z. B. in „Lulu“, „Heimat“ und „Die weiße Rose“ sowie in 50 Folgen der Serie „Salto Postale“/„Salto Kommunale“ und in 90 Folgen der Krimi-Serie „Der Fahnder“, deren Ensemble 1989 den Adolf-Grimme-Preis erhielt.

Auf der Theaterbühne stand Schatz zuletzt in Molières Komödie „Der Menschenfeind“ in der Übersetzung von Hans Magnus Enzensberger. Mit Texten von Erich Kästner, Jean Paul und E.T.A. Hoffmann erwarb er sich einen Ruf als exzellenter Rezitator – nicht zuletzt auch durch seine Tätigkeit an der Deutschen Oper Berlin von 1992 bis 2001. Als gern gesehener Gast auf den Konzertpodien Deutschlands war er mehrfach Partner des Klavierduos Katia und Marielle Labèque, der Sänger Michaela Kaune, Andreas Schmidt, Peter Schreier, Reiner Goldberg, Dietrich Henschel, Stephan Loges u.a.

Für seine Interpretation des berühmten amerikanischen Kinderbuches „Der Zauberer von Oos“ von Lyman Frank Baum erhielt Schatz den Preis der deutschen Schallplattenkritik, für seine Einspielung der musikalischen Erzählung “Paddington Bärs erstes Konzert“ den Deutschen Schallplattenpreis ECHO Klassik. Beide Aufnahmen sind auf Deutsche Grammophon erschienen.

Für sein vielfältiges gesellschaftliches Engagement wurde Hans-Jürgen Schatz 2007 mit dem Bundesverdienstkreuz am Bande geehrt.

Alexander Schmalcz

Schmalcz erhielt seinen ersten Klavierunterricht als Mitglied des Dresdner Kreuzchores. Er studierte an der Musikhochschule Dresden und wechselte für zwei Jahre an das Utrechter Conservatorium. An der Guildhall School of Music and Drama in London war er Student von Iain Burnside und Graham Johnson. Der Pianist ist Preisträger des Gerald Moore Award 1996 und des Megan Foster Accompanist Prize. Mit seinem Klaviertrio gewann er 1995 den Wettbewerb des Nederlands Impresariaat.

Schmalcz hat in vielen Musikzentren Europas, Amerikas, Japans und Koreas gastiert und ist u.a. in der Wigmore Hall, im Concertgebouw Amsterdam, im Londoner Royal Opera House, im Kennedy Center in Washington sowie bei großen Festivals wie der Schubertiade Schwarzenberg, den Salzburger Festspielen oder dem Prager Frühling aufgetreten. Der Pianist arbeitet mit Sängern wie Grace Bumbry, Peter Schreier, Matthias Goerne, Konrad Jarnot, Stephan Genz, Eva Mei, Doris Soffel, Christiane Oelze und Stephan Loges zusammen. Kammermusikpartner sind u.a. das Petersen-Quartett und die Schauspielerin Julia Stemberger.

Schmalcz hat für verschiedene CD-Labels und Rundfunkanstalten aufgenommen, u.a. BBC, BR, SWR und den Niederländischen Rundfunk. Bei OehmsClassic ist anderen auch eine CD mit Liedern von Richard Wagner und Franz Liszt mit Konrad Jarnot erschienen. Seit 1999 unterrichtet Alexander Schmalcz an der Robert Schumann Hochschule in Düsseldorf und in Meisterkursen.

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