Stadt Bayreuth

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23.05.2006

Mit intelligenter Vernetzung zu mehr Wirtschaftlichkeit

Die Chancen auf eine dauerhaft leistungsfähige Einbindung der Stadt Bayreuth in den Schienenfernverkehr der Deutschen Bahn auf der Sachsen-Franken-Magistrale waren selten so günstig wie jetzt: Zu dieser gemeinsamen Einschätzung kommen Oberbürgermeister Dr. Michael Hohl, der Bayreuther Bundestagsabgeordnete und Parlamentarische Geschäftsführer der CSU-Landesgruppe im Deutschen Bundestag Hartmut Koschyk sowie der Bayreuther Landtagsabgeordnete Walter Nadler vor dem Hintergrund der Ergebnisse der jüngsten Verkehrskonferenz des Sächsisch-Bayerischen Städtenetzes in Hof.

In einer Resolution haben die politisch Verantwortlichen, Bundes- und Landtagsabgeordnete, Oberbürgermeister und Landräte der Regionen entlang der Sachsen-Franken-Magistrale jetzt zusammen mit den entsprechenden Verkehrsverbünden ein ganzes Bündel von Maßnahmen zur Optimierung eines zukunftsfähigen Eisenbahnverkehrs zwischen Nürnberg und Dresden/Leipzig formuliert. Die Entscheidungsträger der Bundesregierung und der Deutschen Bahn werden aufgefordert, zügig noch ausstehende Infrastrukturmaßnahmen, insbesondere die dringend gebotene Elektrifizierung entlang der Magistrale zu realisieren und in zwei Stufen eine optimierte Fahrplangestaltung nach dem Prinzip des Integralen Taktfahrplans (ITF) in Angriff zu nehmen.

Maßgeschneidertes Angebot für Bayreuth

In einer gemeinsamen Pressemitteilung werten Dr. Hohl, Koschyk und Nadler das Ergebnis der Konferenz als wichtigen Beitrag zur Bildung eines überregionalen Konsenses in Sachen Schienenfernverkehr: “Zum ersten Mal sprechen alle relevanten politischen Kräfte entlang der Sachsen-Franken-Magistrale mit einer Stimme und ziehen an einem gemeinsamen Strang.” Mit der Einführung eines Integralen Taktfahrplans, der in zwei Stufen 2007 und bald darauffolgend 2008 zu intelligenten Vernetzungen von Regional- und Fernverkehrsangeboten und damit auch zu deutlich verbesserten Umsteigebeziehungen führen soll, erhalte Bayreuth ein maßgeschneidertes Angebot. Für Bahnkunden bedeute dies zum Beispiel deutlich kürzere Fahrtzeiten nach Hof und Sachsen, für die Bahn aufgrund der gesteigerten Attraktivität und damit verbunden mehr Fahrgästen eine höhere Wirtschaftlichkeit.

Verbesserungen bereits zum Fahrplanwechsel 2006/2007

Bereits zum Fahrplanwechsel 2006/2007 im Dezember dieses Jahres können Bayreuther Bahnkunden wieder mit einer besseren Anbindung an die Sachsen-Franken-Magistrale rechnen. Dann fahren fünf Neigetechnik-Zugpaare des sogenannten Franken-Sachsen-Express von Nürnberg nach Dresden über Bayreuth in einem, wenn auch nicht konsequent durchgehaltenen, Zwei-Stunden-Takt.

Aufgrund nach wie vor mangelhafter Umsteigebeziehungen vor allen in Hof oder Chemnitz und damit verbundenen langen Fahrtzeiten fordert das Städtenetz in einem zweiten Schritt aber weitere Verbesserungen, die auch Bayreuth zugute kommen – nämlich eine möglichst konsequente Optimierung der Fahrplangestaltung. Auf der Strecke Nürnberg-Dresden macht dies immerhin eine Zeitersparnis von dann gut 25 Minuten aus.

Neues Angebot für Bayreuths Berufspendler

Im Ein-Stunden-Takt sollen dann die Züge der Sachsen-Franken-Magistrale von Nürnberg nach Dresden fahren – alternierend über Bayreuth und Marktredwitz. OB Dr. Hohl: “Dieser Ansatz bedeutet eine optimale Lösung für den langjährigen und unseligen Konflikt zwischen den Regionen Bayreuth und Marktredwitz. Er wäre zugleich ein gelungenes Beispiel für ein neues Miteinander der Städte in Oberfranken.” Weiterer Vorteil: Für Bayreuths Berufspendler sähe die zweite Stufe des Städnetz-Konzeptes eine besonders auf sie zugeschnittene Verbindung nach Nürnberg in den Morgen- und von Nürnberg zurück in den Nachmittagsstunden vor.

“Für die Stadt Bayreuth bedeutet das durch kompetente Fachgutachen gestützte ITF-Konzept ein gelungenes Gleichgewicht aus Elementen zur Optimierung des Fahrplans und größerer Wirtschaftlichkeit durch Ausschöpfen aller gegebenen Kundenpotentiale”, so das Stadtoberhaupt. Mit diesem klaren Fahrplan und den damit verbundenen pragmatischen Forderungen an Bund und Deutsche Bahn AG als die Entscheider über künftige Investitionen bestehe endlich die Aussicht auf eine dauerhafte Sicherung der Sachsen-Franken-Magistrale unter Einbindung Bayreuths.