Stadt Bayreuth

21.07.2011

Mit neuer Energie ins Netz!

Bundesministerin Ilse Aigner schickt Kommunales Informationssystem für Erneuerbare Energien ans Netz

Oberbürgermeister Dr. Michael Hohl, Landrat Hübner, Ilse Aigner, MdB Hartmut KoschykAb sofort ist das Kommunale Informationssystem für Erneuerbare Energie online. Bundesverbraucherministerin Ilse Aigner schaltete im Rahmen eines Besuches in der Region dieses neue Info- und Kommunikationsportal der Bioenergieregion Bayreuth gemeinsam mit Oberbürgermeister Dr. Michael Hohl und Landrat Hermann Hübner auf Betrieb.

Einer der aktuellen Anlässe ist auch die Energiewende Bayern. Einmal mehr ist eine bayerische Region Vorreiter einer zukunftsorientierten Entwicklung. Das kommunale Informationssystem – zu erreichen unter www.kommunales-informationssystem.de – hilft Bürgermeistern bei ihrer Energiepolitik.

In zahlreichen Städten, Märkten und Gemeinden des ländlichen Raumes sind in den letzten Jahren Erfahrungen mit Projekten der erneuerbaren Energieversorgung gemacht worden. Biogasanlagen, Hackschnitzelheizungen, Windkraftanlagen, Bürgersolaranlagen, Nahwärmenetze, Bioenergiedörfer, die Liste ist lang. Und in vielen Kommunen stehen Projekte dieser Art ins Haus oder sind für die nächsten Jahre geplant. Denn ein breiter „Strom“ von Aktivitäten wird erforderlich sein, wenn die Energiewende Bayern Realität werden soll. Oft aber sind die kommunalen Vertreter in den ländlichen Regionen überfordert. „Welche Möglichkeiten gibt es überhaupt, welche Lösung ist die beste, wie kann ich das Projekt am besten umsetzen, wen muss ich beteiligen und wer hilft mir dabei?“, sind Fragen, die vor Ort gestellt werden. Vor allem aber:  „Wo bekomme ich seriöse, fachkompetente und verlässliche Informationen?“

Guter Rat kann auch günstig sein!
Hier setzt das Kommunale Informationssystem an. Es soll die Erfahrungen und Kompetenzen, die von kommunalen Vertretern gemacht wurden, an deren Kollegen in anderen Kommunen vermitteln. So entsteht eine Drehscheibe mit praktisch wertvollen Tipps. Ein Ort, wo Bürgermeister sich austauschen und gegenseitig helfen können. 

Ausgangspunkt dieser Idee war die kommunale Allianz des Wirtschaftsbandes A9. Diese Integrierte ländliche Entwicklung (ILE), an der sich 18 Kommunen im südlichen Landkreis Bayreuth und im nördlichen Landkreis Forchheim beteiligen, wird vom Amt für ländliche Entwicklung (ALE) Oberfranken betreut und gefördert. Im Rahmen der ILE widmen sich Kommunen gemeinsam Problemen und Chancen, die für eine einzelne Kommune viel schwerer zu bearbeiten wären. Dort, vor Ort, weiß man also, wo der Schuh drückt. Die Kommunen im Wirtschaftband A9 und das ALE Oberfranken haben die Idee des Kommunalen Informationssystems in das Regionale Entwicklungskonzept der Bioenergieregion Bayreuth eingebracht und damit gedanklich für den Freistaat Bayern und den Bund vorgedacht.
 
Das Projekt wird derzeit über die Kommunen aus dem Wirtschaftsband A9 und das Amt für ländliche Entwicklung finanziert, weitere Fördermittel stammen über den Wettbewerb Bioenergieregionen aus dem Bundesministerium für Ernährung, Landwirtschaft und Verbraucherschutz. Die Region Bayreuth ist eine von 25 Wettbewerbsgewinnern bundesweit und zeigt ihren innovativen Geist so auch beim Thema erneuerbare Energie.

In der Kürze liegt die Würze
Das Besondere am Kommunalen Informationssystem ist der kommunikative Charakter der Internetplattform. Es ist keine textlastige Anwendung, in der man viel lesen muss, sondern sie lebt von der Beteiligung vieler Kommunen, die in relativ kurzer und einfacher Form ihre praktischen Beispiele und Erfahrungen eingeben. Möglichst schnell soll ein Austausch von Bürgermeister zu Bürgermeister oder deren Vertreter zustande kommen. Das geschieht über eine Eingabemaske an deren fachlichen Ausgestaltung und inhaltlicher Effektivität die Energieagentur Nordbayern mit Sitz in Kulmbach tatkräftig mitgewirkt hat. Zielgruppe ist immer die Kommune des ländlichen Raumes. Auch das ist sicher eine Besonderheit am kommunalen Informationssystem.