Stadt Bayreuth

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15.11.2012

Modellprojekt für Kinder und Jugendliche zur Landesgartenschau

Schüler stellen ihre Spielideen vor

Die Bayreuther Landesgartenschau soll etwas ganz besonderes werden. Deshalb werden Familien, Kinder und Jugendliche intensiv an den Planungen beteiligt. Ziel ist ein Naherholungsareal, das auch nach der eigentlichen Gartenschau attraktive Freizeitmöglichkeiten für alle Generationen bietet.

Als Partner wurde das KOBRA-Beratungszentrum für Bürgerbeteiligung, Aschaffenburg, engagiert, das bereits den Bayreuther Kinderstadtplan in mittlerweile zweiter Auflage erstellt hatte. Gemeinsam mit der Stadt Bayreuth und der Gartenschau GmbH wurde ein mehrstufiges Beteiligungsprojekt entwickelt. In seinem Rahmen startete bereits vor den Sommerferien eine Familien-Fragebogenaktion an der Grund- und Mittelschule St. Georgen, der Jean-Paul-Schule sowie der Albert-Schweitzer-Mittelschule. Alle vier Schulen grenzen direkt an das zukünftige Gartenschaugelände an und wurden deshalb als Projektschulen ausgewählt.

Mit knapp 500 Fragebögen war der Rücklauf überraschend groß. Die darin enthaltenen Anregungen sollen jetzt in die weiteren Planungen einfließen. Die Gartenschaukonzeption soll nachhaltig angelegt sein und sich auch nach der eigentlichen Ausstellung 2016 in das bestehende Netz von Spiel- und Freizeitflächen der umliegenden Stadtteile einfügen. Dabei soll auch versucht werden, lang gehegte Wünsche der Kinder und Jugendlichen zu realisieren.

16 Modelle und Zeichnungen ausgezeichnet

Die Wünsche und konkreten Spielideen der Kinder und Jugendlichen konnten nach den Sommerferien im Rahmen eines Ideenwettbewerbs an den vier Schulen erarbeitet werden. Eine Jury, bestehend aus Vertretern der Gartenschau GmbH, des Stadtplanungsamtes, des Stadtgartenamtes, der einzelnen Schulleitungen sowie der beauftragten Planer der Landesgartenschau, bewertete Ende Oktober nach einer Vorauswahl 40 Modelle und 35 Zeichnungen. 16 Modelle und Zeichnungen wurden schließlich ausgezeichnet. Die darin eingearbeiteten Themen werden in den Planungsprozess einbezogen.

Als letztes Modul dieses modellhaften Beteiligungsprozesses wurde abschließend eine zweitägige Modellwerkstatt durchgeführt. 15 Kinder und Jugendliche aus der Grund- und Mittelschule St. Georgen erkundeten die Fläche des bestehenden Spielplatzes „Schöne Aussicht“, prüften den Baumbestand hinsichtlich der „Bespielbarkeit“ und wählten die besten Orte für Aussichtsturm und Spielhügel. Daraufhin wurde ein Modell gebaut, das die im Wettbewerb erarbeiteten Themen aufgreift und mit den Gartenschauplanungen verbindet.

Schüler in den Planungsprozess integriert

Die Prämierung der Siegerentwürfe beim Wettbewerb unter dem Motto „Spiel, Spaß, Abenteuer“ erfolgte durch Oberbürgermeisterin Brigitte Merk-Erbe. „Wir haben tolle Ideen und Anregungen von euch erhalten“, lobte die Oberbürgermeisterin die anwesenden Kinder. Anschließend prämierte sie die Modelle, neben Baumhäusern, Schlittenberg, Labyrinth, Rätselhaus und Klettergerüsten präsentierten die Kinder viele weitere Ideen. „Das hier ist ein gelungenes Beispiel, wie sich Kinder und Jugendliche in den Planungsprozess einbringen können“, so Brigitte Merk-Erbe. Bei der Siegerehrung gab es für die Gewinner Eintrittskarten in das Urweltmuseum und das Kreuzsteinbad, eine Adventure-Tour durch das Landesgartenschau-Gelände mit Abenteuerpicknick sowie einen Ausflug zur Landesgartenschau nach Tirschenreuth.

Die neue „Schöne Aussicht“ und auch alle anderen Modelle des Ideenwettbewerbs sind nun in den Büroräumen der Landesgartenschau, Luitpoldplatz 3, 5. Obergeschoss, ausgestellt. Die Besichtigung ist möglich montags bis donnerstags von 8 bis 12 Uhr und 14 bis 16 Uhr sowie freitags von 8 bis 12 Uhr.

  • Mehr Informationen zur Landesgartenschau 2016 gibt es hier!