Stadt Bayreuth

04.12.2008

Modellregion für neues Förderprogramm

IHK gewinnt bundesweite BMWi-Ausschreibung zu „Innovationsmanagement“

Oberfranken wird eine Modellregion für das Förderprogramm „Innovationsmanagement“ des Bundesministeriums für Wirtschaft und Technologie. Unterstützt durch das Bayerische Wirtschaftsministerium und in Kooperation mit der Handwerkskammer für Oberfranken hat die IHK für Oberfranken Bayreuth den bundesweiten Ausschreibungswettbewerb für sich entscheiden können.

Das Programm fördert externe Management- und Beratungsleistungen zur Vorbereitung und Durchführung von Produkt- und Prozessinnovationen bei kleinen Unternehmen. „Dies ist eine großartige Chance für oberfränkische Unternehmen. Vor allem kleine Betriebe aus Handwerk, Industrie oder auch Dienstleistung können von diesem Förderprogramm profitieren“, so IHK-Hauptgeschäftsführer Dr. Hans F. Trunzer.

Um im Rahmen des Programms gefördert werden zu können, dürfen Unternehmen nicht mehr als 50 Mitarbeiter beschäftigen und einen Jahresumsatz oder eine Jahresbilanzsumme von 10 Mio. € nicht überschreiten. Die Förderung wird als nicht rückzahlbarer Zuschuss zu den Gesamtausgaben für die Beratungsleistung gewährt, die Förderquote liegt zwischen 45 und 55 Prozent.

Das Förderprogramm „Innovationsmanagement“ sieht ein dreistufiges Beratungsmodell vor. Es umfasst Innovationsberatungen zu Ideenfindung, Konzeption sowie Umsetzung und Projektmanagement von Innovationsvorhaben. Dabei erfolgt grundsätzlich keine Einschränkung auf bestimmte Technologien, Produkte, Branchen oder Wirtschaftszweige.

Die Handwerkskammer Oberfranken sieht hierin eine Chance für die stark mittelständisch geprägte Region. „Wir müssen insbesondere unseren kleinen Betrieben zur Seite stehen und Hilfestellung leisten, damit sie ihre Potenziale voll ausschöpfen können. Das Förderprogramm ‚Innovationsmanagement’ ist ein wichtiger Schritt auf diesem Weg“, so Horst Eggers, Hauptgeschäftsführer der Handwerkskammer Oberfranken.

Exzellenzinitiative Kleinunternehmen

Im internationalen Wettbewerb sind insbesondere kleine und mittelständische Unternehmen gefordert, sich von den Mitbewerbern abzuheben und ihre Alleinstellungsmerkmale zu definieren. Der Schlüssel zum Erfolg liegt dabei vor allem in der Innovationsfähigkeit und –tätigkeit der Betriebe. Dabei will die IHK für Oberfranken Bayreuth unterstützen und die notwendigen Rahmenbedingungen schaffen.

Die an der IHK angesiedelte Beratungsstelle Innovationsoffensive Ostbayern (IOO) leistet hier bereits seit Jahren wertvolle Arbeit. Im Jahr 2008 hat die IOO bei insgesamt rund 300 oberfränkischen Unternehmen Innovationsberatungen durchgeführt. Im Schulterschluss mit dem Förderprogramm „Innovationsmanagement“ startet die IHK nun zusammen mit der IOO die Exzellenzinitiative Kleinunternehmen Oberfranken. Ziel dabei soll sein, innovationsrelevante betriebliche Prozesse zu optimieren. „Der Faktor Innovation soll damit langfristig in das tägliche Handeln der Kleinunternehmen verankert werden. Denn nur mit Innovationen werden unsere Unternehmen ihre Zukunfts- und Wettbewerbsfähigkeit nachhaltig sichern können“, so Trunzer.