Stadt Bayreuth

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17.01.2007

Mosaikstein im sozialen Spektrum

Bayreuther Christen schaffen Wohnungen: Unter diesem Motto hilft der gleichnamige Verein seit 1994 Mitbürgern in Wohnungsnot, hilft Räumungsklagen abzuwenden, Kautionen vorzustrecken, hilft bei Umzügen oder im Falle von Überschuldung und vermittelt bei Zwistigkeiten zwischen Mietern, Vermietern und Behörden. Im Rathaus kam der Vereinsvorstand, angeführt vom 1. Vorsitzenden und Pfarrer im Ruhestand Hilmar Sommermann, jetzt mit Oberbürgermeister Dr. Michael Hohl zusammen, um die Arbeit des Vereins vorzustellen und für eine verstärkte Zusammenarbeit mit der Stadt zu werben.

240 Mitglieder zählt der Verein “Christen schaffen Wohnungen e.V.” derzeit – und betreut aktuell ebenso viele soziale Notfälle in der Stadt. Deren Zahl nimmt nach den Erfahrungen der Vereinsverantwortlichen auch in Bayreuth nun schon seit mehreren Jahren zu. Vor dem Hintergrund fehlender sozialer Wohnungsangebote Anfang der 90er Jahre war die Initiative aus der Taufe gehoben worden, mit dem Ziel, dafür zu sorgen, dass niemand aus finanziellen Gründen seinen Lebensraum, seine gewohnte Umgebung oder die Stadt verlassen muss.

Wichtiger Ansprechpartner

Inzwischen hat sich der Verein zu einem wichtigen Ansprechpartner für Menschen in sozialen Notlagen unterschiedlichster Ausprägung entwickelt. Immer mehr jüngere Menschen gehören zur Kleintel der ausschließlich ehrenamtlich tätigen Mitstreiter von “Christen schaffen Wohnungen”. Sie leisten Hilfe zur Selbsthilfe, halten den Kontakt zu den örtlichen Wohnungsbaugenossenschaften, zum Wohnungsamt oder zum Sozialamt der Stadt und koordinieren Beratungs- und Hilfsleistungen der Wohlfahrtsverbände. Kein Wunder also, dass derartiges Engagement angesichts der Aufgabenfülle zwangsläufig an seine Grenzen stößt und die Hilfe starker Partner benötigt.

Oberbürgermeister Dr. Michael Hohl zeigte sich beeindruckt von der Aufgabenfülle und dem ehrlichen sozialen Einsatz, der hier auf Vereinsebene bewältigt werde: Ein wichtiger Mosaikstein im Angebotsspektrum des sozialen Bayreuth, das von Leistungen der öffentlichen Hand allein aber nicht leben könne, so der OB. “Das Netz der staatlichen Hilfen ist geknüpft. Für manchen reichen seine Leistungen aber aus oftmals sehr individuellen Gründen nicht aus.”

Mitarbeit im Bündnis für Familie

Der Wunsch nach mehr Vernetzung, nach mehr Zusammenarbeit mit der Stadt stieß beim Oberbürgermeister auf ein rundum positives Echo. “Nutzen Sie den kurzen Draht ins Rathaus”, empfahl das Stadtoberhaupt und sagte die volle Unterstützung der städtischen Dienststellen bei der schwierigen Mission des Vereins zu. Wo immer möglich, werde die Stadt gerne helfen, unterstützen und beraten. Und weil die Erfahrungen von “Christen schaffen Wohnungen” nicht nur für die Stadtverwaltung, sondern auch für viele andere Initiativen und Einrichtungen von großem Wert sein können, lud Dr. Hohl den Verein auch zur Mitarbeit in Bayreuths Lokalem Bündnis für Familie ein.