Stadt Bayreuth

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28.04.2010

Müllsünder: Ab Mai wird kontrolliert

Stadtbauhof beklagt nachlassende Trennmoral bei der Biomüllabfuhr – Missstände auch beim Sperrmüll

Weil bei der Sammlung von organischem Abfall in der Biotonne die Trennmoral bei Bayreuths Bürgerinnen und Bürgern nachlässt, sieht sich der Stadtbauhof zu verstärkten Kontrollen gezwungen. Ab Mai werden Mitarbeiter des Stadtbauhofs vor allem beim Biomüll, aber auch beim Sperrmüll genauer hinschauen. Bei Verstößen können Bußgelder verhängt werden.

Die nachlassende Trennmoral der Bayreuther macht dem Stadtbauhof Probleme.

Die nachlassende Trennmoral der Bayreuther macht dem Stadtbauhof Probleme.

Seit 20 Jahren gibt es die braunen Biotonnen. Was dort hineingehört und was nicht, sollte eigentlich jedem Bayreuther Haushalt bekannt sein – zumal die Stadt eine Fülle von Informationsangeboten zum richtigen Umgang mit den Entsorgungssystemen bereit hält, so beispielsweise die Abfallfibel, die alljährlich in großer Auflage gedruckt und kostenlos an die Haushalte verteilt wird. Dennoch verzeichnet der Stadtbauhof in den letzten Jahren eine nachlassende Trennmoral. So häufen sich die Fälle, in denen im Biomüll ein großer Anteil von Stoffen zu finden ist, die dort nichts zu suchen haben – nämlich Metalle, Kunststoffteile, Plastiktüten, Windeln, Restmüll und anderes.

Dies gilt auch für sogenannte “kompostierbare” Tüten. Sie werden bereits in der Biotonne beziehungsweise im Müllfahrzeug derartig stark verschmutzt, dass sie als “kompostierbare Bioabfallbeutel” nicht mehr erkannt werden können und wie alle Plastiktüten aussortiert werden müssen. Der Bauhof empfiehlt daher, stattdessen Bioabfälle aus der Küche, insbesondere aus hygienischen Gründen, in saugfähiges Papier oder Zeitungspapier einzuwickeln oder die handelsüblichen Biomüll-Papiertüten zu verwenden.

Bei einer roten Karte bleibt die Tonne stehen

Städtische Mitarbeiter werden ab kommendem Monat verstärkt die Inhalte der Biotonnen auf eine fehlerhafte Befüllung hin prüfen und die Müllbehälter durch spezielle Anhänger kennzeichnen. Grüne Anhänger bedeuten, dass es keine Beanstandungen gibt, gelbe Anhänger stellen bereits eine Verwarnung dar, und bei roten Anhängern bleiben die Tonnen stehen. Ihr Inhalt muss anschließend entweder aussortiert oder als Restmüll gegen Berechnung gesondert geleert werden. Die Stadt Bayreuth zieht damit die Konsequenzen aus der schlechten Qualität des Biomülls, die enorme Kosten verursacht.

Vermehrt kontrolliert wird außerdem bei der Sperrmüllabfuhr. Speziell widerrechtliche beziehungsweise “wilde” Ablagerungen im Stadtgebiet werden unter die Lupe genommen. Finden sich Sperrmüllhaufen, die nicht zur Abfuhr angemeldet oder lange vor dem vereinbarten Abholtermin herausgestellt wurden, werden die Verursacher ermittelt, entstandene Kosten in Rechnung gestellt und gegebenenfalls ein Bußgeld erhoben.

Kontrollen auch beim Sperrmüll

Ebenfalls kontrolliert werden die Sperrmüll-Selbstanlieferungen mit Sperrmüllschein an der Müllumladestation Weiherstraße. Stimmen die Angaben auf dem Papier nicht mit den Abfällen im Transportfahrzeug überein und enthält die Anlieferung kostenpflichtige Bestandteile, so ist für die gesamte angelieferte Menge zu zahlen. Dem Missbrauch der Gutscheine zur kostenlosen Entsorgung sonstiger Abfälle soll damit entgegengewirkt werden.

Abfallfibel 2010Nähere Auskünfte zu den Themen Biomüll und Sperrmüll gibt’s im Internet unter www.abfallberatung.bayreuth.de und auf den entsprechenden Seiten der städtischen Abfallfibel. Für weitergehende Informationen steht außerdem der städtische Abfallberater, Telefon (09 21) 25-18 44, jederzeit gern zur Verfügung.

 Die Abfallfibel zum Download

www.abfallberatung.bayreuth.de