Stadt Bayreuth

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18.07.2005

Neu: Ein Jugendzeltplatz für Bayreuth

Ein Dauerbrenner unter den kommunalpolitischen Themen hat sein glückliches Ende gefunden. Im Verflechtungsbereich zwischen Jugendherberge und Universitätsgelände ist jetzt Bayreuths neuer Jugendzeltplatz eröffnet worden.

Die Bauzeit für das Angebot betrug nur wenige Monate, die Planungsgeschichte jedoch hat Stadtrat und Verwaltung über viele Jahre hinweg beschäftigt – lange Zeit mit ungewissem Ausgang. Bei der offiziellen Einweihung erinnerte Oberbürgermeister Dr. Dieter Mronz an die intensive Suche nach einem geeigneten Domizil für den Platz. Zahlreiche Varianten seien geprüft und wieder verworfen, eine Fülle von möglichen Standorten untersucht worden. “Von der Freifläche vor dem ehemaligen Schulhaus in Destuben über das aufgelassene Bundeswehrmunitionslager bei Theta bis zum Gelände der alten Spinnerei in Friedrichsthal – für die Stadtverwaltung gestaltete sich die Auswahl eines geeigneten Terrains für dieses Projekt als wahre Sisyphusarbeit”, betonte das Stadtoberhaupt. Und auch die seit Ende der 90er Jahre immer enger werdenden finanziellen Spielräume der Stadt setzten lange Zeit zusätzliche Fragezeichen hinter eine zügige Realisierung des Zeltplatzes.

Erst im November 2003 war der “gordische Knoten” durchtrennt. Im Verflechtungsbereich zwischen Jugendherberge und Universitätsgelände sollte das Projekt auf dem Gelände des bisherigen provisorischen Cmapingplatzes der Stadt Bayreuth unter Einbeziehung des vorhandenen kleinen Bolzplatzes angesiedelt werden. “Ein Standort, für den mehrere gute Gründen sprechen”, so der Oberbürgermeister. Mit einer Fläche für maximal 60 Zelte bietet das Gelände ausreichend Platz für drei bis vier Jugendgruppen, die aufgrund der Zuordnung der Feuerstellen jeweils für sich sein können. Und dank der unmittelbar angrenzenden Jugendherberge besteht für die Zeltplatzbewohner die Möglichkeit, bei schlechtem Wetter ins Trockene auszuweichen. “Das benachbarte Kreuzsteinbad, Einkaufsmöglichkeiten, die problemlos zu Fuß zu erreichen sind sowie eine komfortable Stadtbusanbindung sind weitere Pluspunkte für den Standort”, betonte Dr. Mronz bei der Eröffnung. “Alles in allem eine wertvolle Bereicherung für die jugend- und familienfreundliche Stadt Bayreuth.”

Der Oberbürgermeister dankte in diesem Zusammenhang vor allem dem Stadtjugendring für seine hilfreiche Begleitung des Projekts. Er übernimmt die Betriebsträgerschaft des neuen Platzes mit seinem Personal, legte bei der Rodung des Geländes selber mit Hand an und steuert eigene Mittel in Höhe von rund 10 000 Euro für die Innenausstattung des Betriebsgebäudes bei. Dieses bietet Platz für zwei Nasszellen mit Waschbecken, WC’s und Duschen, für eine Küche mit Spüle, Herd, Kühlschrank, Waschmaschine und Trockner, für einen Aufenthaltsraum, einen Abstellraum, ein Verwaltungszimmer und einen überdachten Freisitz.

In die Finanzierung des Projektes mit Gesamtkosten von 175 000 Euro fließen neben den städtischen Haushaltsmitteln auch beträchtliche Zuschüsse der Oberfrankenstiftung in Höhe von 55 000 Euro sowie weitere 63 000 Euro aus der Städtebauförderung ein. “Bayreuths Jugendzeltplatz ist somit ein echtes Gemeinschaftsprojekt, entstanden aus öffentlichem wie privatem Engagement für unsere Jugend und damit auch für ein Stück Zukunft”, betonte der Oberbürgermeister.