Stadt Bayreuth

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27.02.2006

Neu: Stadtbibliothek lädt in Hörsalon

Nicht nur im Buchhandel, auch in der Stadtbibliothek Bayreuth verzeichnet das Hörbuch Jahr für Jahr Umsatzzuwächse: 2002 wurde die Medienpalette der Stadtbibliothek um Hörbücher und CDs erweitert. Seither steigen die Aisleihzahlen jährlich um mehr als 50 Prozent. Die Stadtbibliothek reagiert auf diesen Trend mit einer neuen Veranstaltungsreihe – dem “Hörsalon”.

Vorbei sind die Zeiten, in denen das Hörbuch Sehbehinderten und Senioren lediglich als Ersatz für ein Buch gedient hat. Nach jüngsten Marktuntersuchungen ist der typische Hörbuchkonsument heute jünger als 35 Jahre, vielseitig interessiert, gut verdienend und gebildet.

Der “Hörsalon” als echtes Neuland

Mit ihrem “Hörsalon” beschreitet die Stadtbibliothek echtes Neuland. Vergleichbare Angebote gibt es bislang nur in Großstädten wie Berlin und München. Jeden zweiten Donnerstag im Monat erwarten künftig die Besucher im Hörsalon “lauschige Stunden in der Stadtbibliothek”, so der Titel des neuen Angebots. Vorgestellt wird ein Querschnitt der aktuellen Hörbuchproduktionen, ausgewählt von den Mitarbeitern des Bibliotheksteams.

Orientierungshilfe

“Mit dem Hörsalon wollen wir eine Lücke im kulturellen Leben Bayreuths füllen – neben den sonstigen Angeboten wie Lesungen oder Buchpräsentationen “, so Bibliotheksleiter Jörg Weinreich. Dem Hörbuch komme dabei ein besonderer Stellenwert zu. Und durch die kompetente Auswahl gebe die Stadtbibliothek ihren Kunden eine willkommene Orientierung auf einem boomenden Markt. Auswahllisten, in denen die neuesten Erwerbungen der Stadtbibliothek im Bereich Hörbücher vorgestellt werden, sind dort kostenlos erhältlich.

Beginn mit Wladimir Kaminers “Unveröffentlicht”

Den Anfang der neuen Veranstaltunsreihe macht am Donnerstag, 9. März, um 19.30 Uhr, das Hörbuch “Unveröffentlicht” von Wladimir Kaminer. Die Aufnahme ist ein Mitschnitt einer Lesung in Hamburg, wo ein bestens aufgelegter Autor auf ein begeisterungsfähiges Publikum traf. schwungvoll untermalt mit einigen Titeln aus “Russendisko Hits2” sinniert Kaminer über den Platz, den seine Bücher zwischen Kafka und Konsalik, Komiker wie er, alphabetisch gesehen im Regal einnehmen, und erzählt von seinem Onkel Vitali, der ein begehrter Junggeselle war und nie heiraten wollte. Wenn es also etwa Unterhaltsameres geben sollte, als Wladimir Kaminers Bücher zu lesen, dann sie zu hören – und zwar von ihm selbst vorgetragen.

Zum literarischen Ohren- gibt es auch einen Gaumenschmaus: Die Eintrittskarte für zwei Euro ist quasi ein Gutschein für ein Freigetränk, passend zum Thema des Abends.