Stadt Bayreuth

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06.12.2011

Neue Bundesmittel für die Bioenergieregion Bayreuth

Von 2012 bis 2015 fließen bis zu 330.000 Euro an Zuschüssen für den Ausbau der Bioenergie

Logo Bioenergieregion BayreuthDie 25 deutschen Bioenergie-Modellregionen werden nach Ablauf der ersten Förderphase für weitere drei Jahre mit Mitteln des Bundeslandwirtschaftsministeriums gefördert. Für die Region Bayreuth bedeutet dies, dass im Zeitraum von 2012 bis 2015 bis zu 330.000 Euro an Zuschüssen für den Ausbau der Bioenergie genutzt werden können.

„Die Erfolgsgeschichte der Bioenergieregion Bayreuth kann fortgesetzt werden“, freute sich Landrat Hermann Hübner, als er von der Entscheidung des Bundeslandwirtschaftsministeriums erfuhr. „Unsere bisherigen Projekte haben gezeigt, dass wir den Ausbau der erneuerbaren Energien mit großem Engagement betreiben – aber auch mit Augenmaß. Der Landkreis Bayreuth versteht die Auszeichnung als „Bioenergie-Modellregion“ nicht als Aufforderung, Bioenergie um jeden Preis zu forcieren. Und auch in Zukunft wollen wir großes Augenmerk darauf legen, dass dieser Ausbau umwelt- und sozialverträglich erfolgt.“ Auch im Bayreuther Rathaus wurde die Fortführung des Bundesprojektes mit Freude aufgenommen: „Als Bioenergie-Modellregion haben wir deutlich bessere Voraussetzungen, die Energiewende zu schaffen, als andere Regionen. Städte werden künftig verstärkt aus dem direkten ländlichen Umland mit erneuerbaren Energien versorgt werden müssen. Es freut uns daher sehr, dass Berlin die Weichen auf eine Fortsetzung unserer erfolgreichen Stadt-Land-Partnerschaft gestellt hat“, sagte Oberbürgermeister Dr. Michael Hohl.

Die Bioenergieregion Bayreuth ist eine von 25 deutschen Modellregionen die seit 2009 für zunächst drei Jahre mit Bundesmitteln beim Ausbau der Bioenergie unterstützt wurden. Nach der Fukushima-Katastrophe und dem Beschluss zum Atomausstieg entschloss man sich, die besonderen Kompetenzen der Regionen für die Verwirklichung der Energiewende zu nutzen und diese bis 2015 mit Fördergeldern zu unterstützen.

Die Weiterförderung ist allerdings kein Automatismus. Voraussetzungen sind ein erfolgreicher Abschluss der ersten Förderphase und bis zum 15.3.2012 die Erstellung eines neuen Regionalentwicklungskonzeptes zum Ausbau der Bioenergie. Dabei hat das Ministerium zwei Schwerpunktsetzungen vorgegeben: Eine wichtige Rolle soll erstens der >Wissenstransfer in andere Regionen spielen. Jede Bioenergieregion wird künftig mit einer so genannten Zwillingsregion intensiv kooperieren. Zweitens fordert das Ministerium die Entwicklung konkreter Projekte zur Verbesserung der Energieeffizienz und zur Steigerung der Wertschöpfung in der Region.

„Das neue Regionale Entwicklungskonzept der Bioenergieregion wird an die bisherige Arbeit anknüpfen“, betonte Bernd Rothammel, der im Regionalmanagement von Stadt und Landkreis Bayreuth für die Projektumsetzung verantwortlich ist. „Dabei wollen wir uns auf Erfolgsmodelle konzentrieren, aber auch neue Ideen aus dem Netzwerk der Projektpartner aufgreifen“. Anfang nächsten Jahres wird der erste Entwurf des Konzeptes zur Diskussion gestellt.